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Vielleicht erinnern Sie sich, das die unten abgebildete Handhebeldraisine am Tram-Fest 2000 mit dabei war. Sie stand auch als Exponat einige Tage lang im Einkaufszentrum Letzipark. Ebenso fuhr sie am Tramcorso mit, vor allen anderen Wagen! Als Besonderheit diente sie auf der Strecke Pestalozzianlage - Bellevue, zum Transport der beiden Direktoren von VBZ und ZVV. Allerdings unter "Begleitung" von zwei TMZ-ler als Bediener der "Hebel" und des Leiters der Ausbildungswerkstatt von der Freiburger Verkehrs AG als Bremser.
Die
Fahrt ging flott, jedoch bereits die leichten Kurven am Paradeplatz bereiteten
einen spürbar grösseren Rollwiderstand. Am Bürkliplatz erforderte die 900
- Kurve einiges und die Quaibrücke hat eine merkliche Steigung.
So kam es also, dass wir uns über das Fahrzeug unterhielten. Unser Freiburger Freund erzählte von Verbesserungsmöglichkeiten. Insbesondere die Raddurchmesser seien zu klein und die Spurkränze zu dick. Da diese Diskussion im Areal des Depots Hard stattfand, kam uns eine Idee. In unserem Lager waren vier grössere Räder. Ein Augenschein und die Räder wurden als Lösungsmöglichkeit erkannt. Kurz um, die Räder wurden als Geschenk in den Transporter der Freiburger Verkehrs AG verladen.
In Freiburg wurde nun die Draisine umgebaut. Das untere Foto zeigt den fertigen Umbau. Seither läuft's richtig gut. Der Umbau dauerte ca. zwei Wochen und war Ende September 2000 beendet.
Und wie kam der TMZ zu den Rädern? Im Herbst 1993
verbrachten die beiden "Bediener" zwei Wochen Ferien in Zittau
(Sachsen), bei der Deutschen Reichsbahn, zwecks Erlernung des Bedienens
von Dampflokomotiven. Nebenbei, die Dinger sind 56 t schwer, gefahren
wurde nur mit fahrplanmässigen Zügen, Schäden wurden keine verursacht! Dabei
führt die Schmalspurstrecke an der Stahlgiesserei Olbersdorf vorbei. Neben dem
Bahngeleise waren einige "Hügel" an Stahlgussteilen vorhanden. Auf
einem waren die besagten Räder erblickbar, was die Aufmerksamkeit, die Fantasie
und die Wünsche erweckte.
Der
LSB Postwagen war noch nicht erstellt
und ein Wägelchen solcher Art mehr als nur wünschenswert. Es ging nicht lange,
die Räder entsprachen einem offensichtlichen Bedürfnis, das so gross war, dass
an einem Tag auf das Führen der Dampflok verzichtet wurde, zwecks Erwerb von
vier Rädern. Der geneigte Leser würde sicher auch so gehandelt haben!? Die
Rechnung lautete auf DM 211.60 inkl. 15 % MWSt (Eine Spende ans TMZ). Die
"Schätze" von 92 kg wurden über das deutsche Zollamt Bietingen und
das schweizerische Zollamt Thayngen ordnungsgemäss verzollt und transportiert.
So lagen sie nun in Zürich. Gebraucht wurden sie nicht. Für den LSB Postwagen wurden grössere Räder benötigt, die extra gegossen wurden, allerdings auch zu einem etwas grösseren Preis! Sie wurden unserem Lager anvertraut! Und da lagen sie. So fiel es also nicht schwer, die Räder für einen sinnvollen Zweck zu verschenken.
Vielleicht war dies doch ein wenig Voreilig! Denn betrachten Sie doch die Seite der LSB Güterwagen einmal genauer. Da Findet sich eigentlich doch ein Verwendungszweck! Auf diese Art fing es immer an! Dann artete dies zu richtiger Arbeit aus. Aber keine Angst, die Räder sind noch nicht bestellt, denn Arbeit haben wir vorerst mehr als genug.
J. Lüthard
Fotos: R. Rudmann, Freiburger Verkehrs AG
Letzte Änderungen: 30.08.2006
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