Schriftzug Tram Museum Zürich

Stadtkultur  er - f a h r e n . . .

Zur Homepage
Aktuell Infos für Gäste Museums-Linie Tram - Shop Sammlung Zeitreise  
Züri - Bus Loisl - Galerie Wir über uns... Rückspiegel Gästebuch Links
Inhalt E - Mail

Ein Rück- und Einblick in unserem Vereinsbetrieb


Herbstversammlung 2003

Do. 13.11.2003 19:30 im Tram-Museum Wartau, Limmattalstrasse 260, 8049 Zürich - Höngg

Einladung an die Mitglieder des TMZ

Traktanden

  1. Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler
  2. Genehmigung des Protokolls der Frühjahrsversammlung vom 12.04.2003 und der a. o. Mitgliederversammlung vom 06.05.2003
  3. Abstimmung über Vereins-Statuten gemäss dem Vorschlag vom 16.10.2003
  4. Wahlen

    Pause
     
  5. Information Projekt Burgwies und Präsentation des Museumskonzeptes von Dr. H.P. Bärtschi (Arias Industriekultur)
  6. Budget
  7. Rückblick auf das vergangene Halbjahr
  8. Varia und Anträge von Mitgliedern

    Abschluss der Versammlung um ca. 22:00

Der Vorstand freut sich aufgrund der Wichtigkeit der zu behandelnden Traktanden auf ein zahlreiches Erscheinen der Mitglider.

Türöffnung 19:00, Getränke an der fahrBAR im Depot erhältlich.


Rechenschaftsbericht 2002

Kein Grossanlass, sondern verschiedene Veranstaltungen von kleinerem Ausmass prägten das Berichtsjahr: Die Vernissage des Buches «Die Limmattal-Strassenbahn», ein Informationstag an der Pestalozzi-Anlage; auch mit Beteiligung von Postauto Zürich zum Start der Fahrsaison 2002 und Lesungen im Tram-Museumsetzten Akzente.

Der ausgeweitete Museumsbetrieb bewährte sich in der zweiten Saison und dank des attraktiven Angebots der fahrBAR verweilte das Publikum länger im Museum.

Das Projekt Burgwies erlebte Höhen und Tiefen: Nachdem in Laufe des Jahres insgesamt fünf Varianten ausgearbeitet wurden, kam im September ziemlich überraschend ein Projektstopp, da sich die Kosten des Restaurants mit über 4 Mio. Franken als unfinanzierbar erwiesen. Kurz darauf trat die Migros (wieder) auf den Plan, welche in der Remise ein Verkäufsgeschäft einrichten will. Ende des Jahres 2002 waren noch keine Entscheidungen gefallen, hingegen das Baugesuch für ein Ladenprovisorium auf dem Depotvorplatz beim Amt für Baubewilligungen pendent. Der gesamte Vereinsbetrieb basiert weiterhin auf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche den gesamten Museums- und Vereinsbetrieb ermöglichen. Der TMZ leistet einen kulturellen Beitrag, welcher im öffentlichen Interesse von Stadt und Region, ihrer Bevölkerung und auch des Tourismus ist.

Vereinsorgane

Der Vorstand traf sich zu acht regulären Sitzungen, neu bekleiden Daniel Hurter das Amt des Vizepräsidenten (bisher Kassier), während Ruedi Zimmermann seit Anfangs 2002 für die Finanzen verantwortlich zeichnet. Die im Vorjahr beschlossene Reorganisation, welche die Breite des Vorstands verkleinert, den Vorstandsmitgliedern dafür Ressortverantwortliche beiordnet, konnte in Kraft gesetzt werden. Erste Erahrungen zeigen, dass der Informationsaustausch innerhalb aller Beteiligten noch verbessert werden kann. Auf die Herbstversammlung hin gab Präsident Martin Schnider seinen Rücktritt bekannt, nach 14 Amtsjahren im Vorstand, davon 10 als Präsident.

Details, auch zum Vereinsbetrieb, sind den Protokollen der Frühjahrs- und Herbstversammlung zu entnehmen welche neu als separate Beilage erschienen sind. Zahlreiche Kontakte zur VBZ Direktion bzw. zu den Fachabteilungen fanden auf Stufe der Ressortverantwortlichen statt. Die bestens eingeführte Frühjahrsversammlung im Depot Wartau stiess auf grosse Zustimmung, der nachfolgende Apéro und das Abendessen führten zu interessanten Begegnungen unter den Teilnehmenden. Erstmals fand auch die Herbstversammlung dort statt. Die Gewinnung von geeigneten Personen für eine Tätigkeit in den Arbeitsgruppen oder sogar im Vorstand erweist sich weiterhin als schwierig.

Vereinsbetrieb

Das Rahmenprogramm für Mitglieder fand im geplanten Umfang statt. Eher gering war das Interesse an der Herbstexkursion, welche ins Elsass führte. Mit den Museumsbahnen im Kanton Zürich, DVZO und ZMB bestanden gute Kontakte. Enge Kontakte bestanden zum Verein historischer Züri-Bus (HZB) und zur Stuttgarter historischen Strassenbahn (SHB). Mit gegen 60 ähnlichen Organisationen im In- und Ausland wurden Informationen und Zeitschriften ausgetauscht. Vom Vorstand nahmen Jakob Schneider, Elmar Schnyder, Ruedi Zimmermann und Martin Schnider an der Tagung der «Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr » in Halle (Saale) teil, letzterer einmal mehr als Referent.  Der Mitgliederbestand konnte in einem schwierigen Umfeld im Berichtsjahr gehalten werden. Die Gewinnung von Neumitgliedern bleibt weiterhin aufwändig. Das Versammlungslokal in der Remise Wartau konnte sich erstmals ganzjährig bewähren.

Die Zusammenarbeit mit APS, HZB und VHF trägt erste Früchte.

Finanzen

Der TMZ hat erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich. Wir verweisen auf den separaten Finanzbericht. Die neuen Mitgliederbeiträge erlauben wieder, Gelder aus dem Mitgliederkreis dem eigentlichen Vereinszweck zuzuführen. Erträge werden durch das Museum, den Verkauf und Spendenaktionen generiert. Das Budget 2002 prognostiziert hingegen einen Fehlbetrag, Grund sind erste, im Verhältnis noch bescheidene Aufwändungen für das Projekt Depot Burgwies. Die Buchführung blieb trotz moderner Software mit VESR-Verarbeitung eine zeitraubende und anspruchsvolle Aufgabe, welche immer umfangreicher wird. Seit Ende Jahr erleichtert moderne Hardware diese Tätigkeit etwas.

Personelles

Die Gewinnung aktiver Mitarbeiter war ein wichtiges Ziel. Obwohl nicht einfach, durften einige neue Gesichter unter den Aktiven willkommen geheissen werden. Die Neumitglieder begrüsste der Verein an einem separaten Anlass, das persönliche Kennenlernen und die zahlreichen Facetten des TMZ-Engagementes bauten Hemmschwellen ab, wir durften neue, aktive Kolleginnen und Kollegen willkommen heissen.

Innerhalb des Vorstandes gab es auf Ende 2002 grössere Veränderungen: Rücktritte von Martin Schnider (Präsident), Bruno Marenghi (Aktuar) und Martin Gnann (technische Leitung). Neu gewählt wurden: Rudolf Temperli (Präsident, bisher Öffentlichkeitsarbeit), Marco Steinmann (technische Leitung, neu) und Martin Gnann (Projektleiter Burgwies, bisher auch techn. Leiter). Nicht mehr im Vorstand, aber als technischer Berater und aktiv in der Werkstätte ist Jakob Schneider. Gerne zählen wir auf sein enormes Wissen und die grosse Erfahrung.

Depot Burgwies

Nachdem im Laufe des Jahres fünf Projektvarianten entstanden waren, kam im September der Projektstopp. Der Kostenvoranschlag von 4,2 Mio. Franken allein für den Gastrobetrieb war nicht zu verantworten; die Aufwendungen für den Museumsteil waren geringer! Dazu kommen Aufwendungen für die Gewerbenutzung, alles zusammen gut 10 Mio. Neu trat die Migros auf den Plan, welche in der Remise (seitlicher Anbau) ein Verkaufsgeschäft einrichten will. Ein gemeinsamer Eingang mit dem Museum ist vom Depotvorplatz Seite Forchstrasse geplant. Am Ende des Jahres war noch nichts entschieden, doch steht fest, dass das ursprüngliche, vom alten Stadtrat beschlossene Projekt nicht ausgeführt wird. Aus Sicht des Museums ist die gemeinsame Nutzung des Areals mit einem Grossverteiler nicht unproblematisch (Anlieferung, Kundenverkehr, Parkplätze... usw.). Wie weit eine Einrichtung mit einem gewissen kulturellen Anspruch in diesem Umfeld Akzeptanz findet, wird sich weisen. Das einfache, zarte Pflänzchen Tram-Museum neben der Dynamik des grössten Schweizer Detailhandelskonzerns?

Gegenüber der urspünglichen Weisung des Stadtrates ist die Frage der Finanzierung offener denn je. Die politischen Entscheidungsträger müssen in allernächster Zeit in dieser Frage sensibilisiert werden.

Zu Fragen des Betriebes wurde ein grober «Business-Plan» entwickelt, Liegenschaftenverwaltung und VBZ vorgestellt und mit Hilfe eines Juristen Gedanken über die Struktur einer Betriebsorganisation angestellt.

Das Modell «Stiftung» scheint am geeignetsten zu sein, um als unabhängiges «Gefäss» zu dienen und das Museum zu betreiben bzw. betreiben zu lassen. Das bedeutet keine Konkurrenz zum Verein, es soll eine tragfähige Basis für die Zukunftssicherung und den Betrieb bilden. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Steuerfragen und die Wahrung des Status der Gemeinnützigkeit. Als externer Berater in Sachen Museum unterstützt das Büro ARIAS, Winterthur den TMZ.

Tram-Museum

Die ausgeweiteten Öffnungstage mit Betrieb der «Museums-Linie», neu von April bis Oktober auch letzter Sonntag, forderten die Aktiven zusätzlich. 25 Gruppen besuchten uns ausserhalb der regulären Zeiten. Einmal mehr erwies sich die Modellanlage als Publikumsmagnet, und unsere fahrBAR lud zum Verweilen ein. Inserate im «Zürich-Express» sowie in der Broschüre «Schweizer Ferien mit Dampf» warben für das TMZ.

Die Buchvernissage im Museum vom 6. Februar war Offiziellen, Freunden und Gästen vorbehalten. Delegationen der Limmattaler Gemeinden konnten in der Wartau willkommen geheissen werden und auch Vertreter der VBZ Geschäftsleitung. Neben der Stadtpräsidentin von Schlieren, Frau Rita Geistlich, richteten Buchautor Peter Suter und Präsident Martin Schnider Worte an die Gesellschaft. Die Publikation – Mitarbeiter waren auch Hans Waldburger und Illustrator Ruedi Merz – fand in den Medien grosses Echo.

Die Museumseinrichtung blieb im Berichtsjahr unverändert. Hingegen forderte die SwissMill (ehemals Coop-Mühle) ihre dem Museum als Leihgabe zur Verfügung gestellte elektrische Rangierlok zurück. Ein grosses Bauunternehmen hatte der Mühle einen geschützten Standplatz im eigenen Betriebsmuseum angeboten und die Renovation der durch Witterungseinflüsse etwas mitgenommenen Lok in Aussicht gestellt. Der Abtransport fand kurz vor Weihnachten 2002 statt.

Betrieb

Die Museumswagen waren im Berichtsjahr bei zahlreichen Anlässen eingesetzt. Die Herausforderung bedeutete die Lange Nacht der Museen vom 31. August auf den 1. September: Hier fand der wohl längste Fahreinsatz des Tram-Museums statt. Unter der Leitung von Dani Hurter und vielen Helfern waren drei gut besetzte Tramzüge, zwei davon mit Catering, während 8 Stunden unterwegs, «Letzte Abfahrt 27 Uhr 06». Im Gegensatz zum Vorjahr gab es keinen durchgehenden Betrieb, doch stellte das Museum noch Anschlüsse auf die Nachtbusspinne um 3 Uhr sicher, die meisten Häuser schlossen um 2 Uhr.

Fahrten im Dezember, an Wochenenden mit Sonntagsverkauf (insgesamt 5 Tage) beanspruchten «Mensch und Maschine». Diese Leistung teilten sich TMZ und Aktion pro Sächsitram, indem je zwei Kurse gestellt wurden.

Bei den Fahrzeugen waren keine Schäden und Unfälle zu beklagen, für die Zugbegleiter fand ein spezieller Wiederholungstag statt und wir dürfen ab und zu mit treuer Verstärkung aus dem «Nordosten» (Stuttgart) rechnen; ab und zu werden Haltestellen mit schwäbischem Akzent ausgerufen. Personenfreizügigkeit beim Tram-Museum...

Die seit 1989 verkehrende «Museums-Linie» hat sich als festes Angebot für Zürichs Bevölkerung und Gäste etabliert, das nun verdoppelte Angebot wird gerne genützt. Die Zusammenarbeit mit den VBZ war unkompliziert und kooperativ, wofür an dieser Stelle, ganz besonders dem Personal des Depots Hard, gedankt sei.

TMZ-Shop

Das breite Sortiment findet regen Zuspruch und dieser Zweig erwirtschaftet einen willkommenen Überschuss. Der Handel auf dem Versandweg, ausgewählte Artikel werden auch auf der Homepage www.tram-museum.ch angeboten, konnte auf erfreulich hohem Niveau gehalten werden. An externen Verkäufen sind Auftritte an einer Veranstaltung mit DVZO und ZMB in Glarus, dem Rebblütenfest in Weiningen, beim Aktionstag «Züri-Multimobil» am Bellevue (21.9.), am Höngger Wümmetfäscht sowie beim VBZ-Chlausmärt zu erwähnen.

Infrastruktur

Am Depot Wartau erfolgte der übliche Kleinunterhalt und die Reinigungsarbeiten, allesamt ehrenamtlich ausgeführt.

Im Dezember 2002 sprach der Stadtrat einen Projektierungskredit von 1 Mio. (+ 1,9 Mio für Zusatznutzung Wohnüberbauung) für den Ausbau des Tramdepots Hard und eine Wohnüberbauung. Abstimmungsreif dürfte das Vorhaben frühestens Ende 2004 sein, so dass sich für die TMZ-Werkstatt Hard Änderungen ergeben könnten.

Rollmaterial

Am Rollmaterial wurde die nötigen Kontrollen und der übliche Kleinunterhalt durchgeführt. Handlungsbedarf besteht bei zwei Fahrzeugen: Handbremswagen Ce 2/2 102 (Baujahr 1900) sowie Leichtmotorwagen 1530 (Baujahr 1949). Letzterer ist betriebsfähig, doch hat ihn die VBZ einer genauen Kontrolle unterzogen und eine Zusammenstellung der nötigen Arbeiten (und Kosten) für die Zustände «letzter Betriebszustand» (kondukteurlos) «Ablieferungszustand» erstellt. Entscheidungen sind noch nicht gefallen, die Finanzierung noch offen.

Museumswagen 102 befindet sich seit Sommer 2002 in der Werkstätte Hard. Neben dem Ersatz der alten Dachhaut, es zeigte sich, dass es noch die Originale des Jahres 1900 sein muss, ist die Verkabelung der Nebenbetriebe am Ende der Lebensdauer. Die Aktiven sind in ehrenamtlicher Arbeit daran die Dachhaut – nach alter Technik mit Stoff – zu erneuern und den Wagen für Beleuchtung, Heizung, Weichensteuerung sowie Optisch- und Notsignal neu zu verkabeln.

Am Ende des Jahres konnte der Anhängewagen B 119 der Forchbahn, ehemals Tramways Lausanneois («Lausanner»), geschenkweise übernommen werden. Er wird im Depot Burgwies als geheizter Platz für die fahBAR und Informationsraum dienen. Dazu ist er mit den Ledersitzen und den umklappbaren Rückenlehnen geradezu prädestiniert. Übrigens: Der «Lausanner» war 9 Jahre bei den TL und diente dann über 30 Jahre bei der Forchbahn.

Im Zusammenhang mit dem Depot Burgwies ist noch ein Unimog-Zweiwegefahrzeug zu erwähnen, welches die VBZ gebraucht beschaffte, um ein teures Fahrleitungsprovisorium zu vermeiden.

Archiv/Sammlung

Der Betrieb des Archivs bewegte sich in gewohntem Rahmen, Anstrengungen zur Verbesserung der ungenügenden Raumverhältnisse sind sistiert, bis über das Raumprogramm im Depot Burgwies Klarheit herrscht. Bei der technischen Sammlung gelang ein grosser Schritt, der Start einer Inventarisierung der Objekte. Die von Martin Gnann organisierte und geleitete Arbeit ist und bleibt eine Daueraufgabe.

Neben einer Objektbeschreibung sind professionelle Aufnahmen Bestandteil der Inventarblätter. Industriearchäologe Dr. H.P. Bärtschi war vom Ergebnis begeistert. Die Elektrotechnische Abteilung der ETH stiftete dem TMZ eine Versuchsanordnung bestehend aus 2 Trammotoren, Schwungmasse und der ganzen Regel- und Messeinrichtung (Kontroller und Widerstände). Als «Zugabe» noch einen Umformer bestehend aus Wechselstrommotor und zwei Generatoren für Gleichspannung. Den kurzfristig anberaumten Abbau erledigten die Aktiven aus der Werkstätte. Insgesamt etwa 10 Tonnen Material!

Öffentlichkeitsarbeit / Anlässe

Eine Ausgabe der TMZ-Revue erschien im Jahr 2002 und informierte Mitgliederkreis und Freunde des Museums. Von vielen Seiten wird die Professionalität der Publikation erwähnt, hier sei daran erinnert, dass die Redaktion; neu durch Rudolf Temperli, ehrenamtlich erfolgt, während für das Layout ein symbolischer Preis zu entrichten ist. Die zahlreicher erscheinende Beilage Tram-Museum aktuell; es gab 7 Ausgaben, vermittelt wichtige aktuelle Infos an den Mitgliederkreis. Die Internetseite www.tram-museum.ch, betreut durch Jürg D. Lüthard, erlebte weitere Ausweitungen im historischen Bereich und verzeichnet stetig steigende Besucherzahlen. Die Mehrsprachigkeit der Kernseiten (Museum usw.) ist in Vorbereitung. Der schon 2001 eingeführte Newsletter informiert Interessierte und Mitglieder aktuell und schnell auf elektronischem Weg.

Zum Saisonbeginn im April informierten wir einen ganzen Samstag lang an bester Citylage, unserer Abfahrtshaltestelle Pestalozzi- Anlage. Das in Kooperation mit Postauto Zürich. Um eine bessere Präsenz an Samstagen zu erreichen, standen – wenn personell möglich – drei Tramkurse im Einsatz. So standen die Fahrzeuge während 30 Minuten an der Usteristrasse, was eine lückenlose Präsenz von 13.30 bis 16.30 Uhr ergab.

Am 12. April besuchte die Zürcher Stadtregierung das Quartier Hirslanden. Dem Tram-Museum fiel die Rolle des «official carrier» zu. Die Tramfahrt endigte in der Burgwies, wo Martin Gnann über den Projektstand (Frühling 2002!) direkt informieren konnte.

Als guter «Einstand» bei der Bevölkerung im Quartier Hirslanden dann am 11. Mai das Tram-Fest auf dem Depotareal Burgwies, eine Zusammenarbeit von Quartierverein Hirslanden, der Gruppe «Aktives Balgrist» und dem TMZ.

Neu Wege beschritt das Museum in Zusammenarbeit mit den «Schreiberlingen» (www.schreiberlinge.ch), einer Gruppe von Autoren. Zur Dernière am 27. Oktober gab es Lesungen in den Tramwagen in der Wartau, prominentester Autor war Filmemacher Rolf Lyssy. Begeisterte Kommentare über die «Location», eine Wiederholung für 2003 steht fest.

Andere Töne am Jazzkonzert des Forum-Höngg vom 1. November, unsere fahrBAR organisierte den Barbetrieb. Auch hier: dürfen wir nächstes Jahr wieder kommen? Ja, gerne!

Im Berichtsjahr erschien auch die Neuauflage der Broschüre «Museen in Zürich, 2002–2004». In der 70-seitigen, vom Verein Zürcher Museen (der TMZ ist Mitglied) herausgegebenen Broschüre wird das Tram-Museum auf einer Seite vorgestellt. Die mit Unterstützung der Zürcher Kantonalbank entstandene Publikation konnten wir allen Mitglieder zukommenlassen.

Schlusswort

Im Jahre 2002 wurde viel und gute Arbeit geleistet! Dafür möchten wir den Aktiven, Mitgliedern und Gönnern danken. Auch das gute Verhältnis mit den VBZ, die gute Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Partnern ist keineswegs selbstverständlich.

Auch ihnen gebührt unser Dank. Unser Kernproblem, der Depotraum, das Projekt «Burgwies» hat per Ende 2002 einen undefinierten Stand. Hier sind vom TMZ die politischen Entscheidungsträger zu sensibilisieren, um wieder einen klaren Planungsauftrag zu haben. Damit verbunden ist die Frage der Finanzierung und Trägerschaft. Entsprechende Vorarbeiten sind an die Hand genommen worden, jetzt gilt es das auf geeignete Weise zu verbreiten.

Der TMZ durfte dabei von vielen Seiten Sympathie und Unterstützung erfahren; ich bin optimistisch, obwohl dies mein letzter Rechenschaftsbericht ist. Meinem Nachfolger Ruedi Temperli und seinem Team wünsche ich Ausdauer, manchmal Hartnäckigkeit und natürlich eine glückliche Hand. Für die Zusammenarbeit und Unterstützung, welche ich während meiner Amtszeit erfahren durfte möchte ich allen nochmals danken. Selbstverständlich stehe ich für besondere Aufgaben weiterhin zur Verfügung.

So beispielsweise für die «Bahnexpo 03», zu welcher der TMZ, neben vier anderen Museumsbahnen vom Verkehrshaus eingeladen wurde.

Was einmal mehr beweist: Das Tram-Museum ist nicht Selbstzweck, wir erhalten ein Stück Zürich, ein Stück unserer Vergangenheit.

Es ist nicht die Geschichte des TMZ, sondern von uns allen!

Martin Schnider
Präsident 1992–2002

Nach oben


Rechenschaftsbericht 2001

Das vergangene Jahr war von zwei Schwerpunkten geprägt: Dem Anfangs Mrz vom Staddtrat kommunizierten Entscheid über die zukünftige Nutzung des Depots Burgwies und die Jungfernfahrt des Motorwagens 2 der LSB Mitte August, krönender Abschluss der von 1995-2001 dauernden Restaurierungsarbeiten.

Der Museumsbetrieb ist markant ausgeweitet worden, indem von April bis Oktober ein zweiter monatlicher Öffnungstag; der letzte Sonntag – samt Betrieb der "Museums-Linie" - eingeführt wurde. Die erweiterte Öffnungszeit neu 13.00 bis 18.00 Uhr. Der gesamte Vereinsbetrieb basiert weiterhin auf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche den gesamten Museums- und Vereinsbetrieb ermöglichen. Die Finanzierung der TMZ-Aktivitäten stösst an Grenzen, die Mittelbeschaffung, speziell in der Öffentlichkeit, wurde mit einer speziellen LSB-Sammelaktion intensiviert. Die 1999 beschlossene Anhebung der Mitgliederbeiträge war erstmals wirksam und stärkte die finanzielle Basis des Tram-Museums. Der TMZ leistet eine kulturellen Beitrag, welcher im öffentlichen Interesse von Stadt und Region, ihrer Bevölkerung und auch des Tourismus ist.

Vereinsorgane

Der Vorstand traf sich zu sieben regulären Sitzungen, in der Zusammensetzung blieb er bis zur Frühjahrsversammlung unverändert. Als Ergänzung und technischer Leiter wählten die Mitglieder dort Martin Gnann. Der Vorstand bereitete auf das Jahr 2002 einer Reorganisation vor, welche die Breite verkleinert, den Vorstandsmitgliedern dafür Ressortverantwortliche beiordnet. An der Herbstversammlung konnte Projektleiter sein Mandat LSB 2 als beendet erklären. Ein langanhaltender Applaus verdankte sein engagiertes Wirken für den Verein und die unter seiner Leitung entstandene, hervorragende Arbeit. Details, auch zum Vereinsbetrieb, sind den Protokollen der Frühjahrs- und Herbstversammlung zu entnehmen (publiziert in TMZ-Revue 2/01 bzw. 1/02). Zahlreiche Kontakte zur VBZ-Direktion bzw. zu den Fachabteilungen fanden auf Stufe der Ressortverantwortlichen statt. Die bestens eingeführte Frühjahrsversammlung im Depot Wartau stiess auf grosse Zustimmung, der nachfolgende Apéro und das Abendessen führten zu interessanten Begegnungen unter den Teilnehmenden. Die Gewinnung von geeigneten Personen für eine Tätigkeit in den Arbeitsgruppen oder sogar im Vorstand erweist sich weiterhin als schwierig.

Vereinsbetrieb

Das Rahmenprogramm für Mitglieder fand im geplanten Umfang statt. Erfreulich ist das grosse Interesse an der Herbstexkursion, welche nach Belgien führte. Mit den Museumsbahnen im Kanton Zürich, DVZO und ZMB bestanden gute Kontakte. Enge Kontakte bestanden zum Verein historischer Züri-Bus (HZB) und zur Stuttgarter historischen Strassenbahn (SHB). Mit gegen 60 ähnlichen Organisationen im In- und Ausland wurden Informationen und Zeitschriften ausgetauscht. Vom Vorstand nahmen Jakob Schneider, Elmar Schnyder und Martin Schnider auf eigene Kosten an der Tagung der "Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr" in Wien teil, letzterer als Referent.

Der Mitgliederbestand erhöhte sich im Berichtsjahr leicht. Die Gewinnung von Neumitgliedern bleibt weiterhin aufwändig, doch bot die LSB-Einweihung sowie die Buch-Subskription eine gute Plattform zur Mitgliederwerbung. Unser Versammlungslokal, der Sternen Oerlikon, schloss Ende des Berichtsjahres seine Pforten. Neuer Veranstaltungsort ist versuchsweise das Depot Wartau.

Finanzen

Der TMZ hat erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich. Wir verweisen auf den separaten Finanzbericht. Die neuen Mitgliederbeiträge erlauben wieder, Gelder aus dem Mitgliederkreis dem eigentlichen Vereinszweck zuzuführen. Erträge werden durch das Museum, den Verkauf und Spendenaktionen generiert. Das Budget 2002 prognostiziert hingegen einen Fehlbetrag, Grund sin erst, im Verhältnis noch bescheidene Aufwändungen für das Projekt Depot Burgwies. Die Buchführung blieb trotz moderner Software mit VESR-Verarbeitung eine zeitraubende und anspruchsvolle Aufgabe, welche immer umfangreicher wird. Seit Ende Jahr erleichtert moderne Hardware diese Tätigkeit etwas.

Personelles

Die Gewinnung aktiver Mitarbeiter war ein wichtiges Ziel. Obwohl nicht einfach, durften einige neue Gesichter unter den Aktiven willkommen geheissen werden. Die Neumitglieder begrüsste der Verein an einem separaten Anlass, das persönliche Kennenlernen und die zahlreichen Facetten des TMZ-Engagementes bauten Hemmschwellen ab, wir durften bald neue, aktive Kolleginnen und Kollegen willkommen heissen.. Die Lehrwerkstätte für Möbelschreiner arbeitete auch 2001 beim Innenausbau des LSB-Wagens mit, die Zusammenarbeit mit den angehenden Fachleuten gestaltete sich ausgezeichnet!

Depot Burgwies

Der am 7. März kommunizierte Entscheid löste Freude aus – und bedeutete gleichzeitig zusätzlich Arbeit, welche von einem gleich bleibenden Kreis Aktiver zu Leisten war. Im Rahmen eines Präqulifikationsverfahrens wählte das Amt für Hochbauten die Architekten, Silvio Schmed und Arthur Rüegg, aus. Deren Arbeit begann im November 2001. Vorab war durch den TMZ ein Raumprogramm zu definieren, die Burgwies soll ja ein Museum, nicht bloss eine Abstellhalle für Tramwagen werden. Dazu sind zahlreiche Nebenräume erforderlich, zumal der Ort auch Zentrum für Fahrezugeinsatz und den Museums- und Vereinsbetrieb werden soll. Der Anforderungskatalog wurde von Martin Gannn und Martin Schnider erarbeitet, Martin Gann ist Vertreter im Planungsteam "Bau". Im Projekt-Ausschuss nahm TMZ-Präsident Schnider Einsitz. Im Mitgliederkreis war die Resonanz auf das Grossprojekt sehr bescheiden. Zumal der TMZ auch auf Gebieten wie Ausstellung, Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit aktiv werden muss. Der Projektplan sieht vor, dass im Herbst 2002 Planungen und Kostenschätzungen abgeschlossen sein werden, dann kann Stadt- und Gemeinderat das Projekt genehmigen. Bauzeitraum ist Mitte 2003 bis Frühjahr 2005. Wer davon ausgeht, dass der bestehende Vorstand diese Aufgabe auch noch nebeinbei "durchziehen" wird, der unterliegt einem Irrtum. Hier ist dringend der Einsatz unserer Mitgliedschaft gefordert!

Tram-Museum

Die ausgeweiteten Öffnungstage mit Betrieb der "Museums-Linie", neu von April bis Oktober auch letzter Sonntag, forderten die Aktien zusätzlich. 35 Gruppen besuchten uns ausserhalb der regulären Zeiten. Einmal mehr erwies sich die Modellanlage als Publikumsmagnet, und unsere fahrBAR lud zum verweilen ein. Inserate im "Zürich-Express" sowie in der Broschüre "Schweizer Ferien mit Dampf" warben für das TMZ.

Der Höhepunkt im Vereinsjahr in Sachen Anlässe war am 18. / 19. August der Festakt um die Einweihung und die Taufe unseres Liesbethli. Die Polizeimusik und uniformierte LSB Kondukteure umrahmten den von Taufpatin Frau Edith Strub mit Weininger Schaumwein durchgeführten Akt, die sie mit den Worten "allzeit gute Fahrt" begleitete. Dass die erste Fahrt nach nur fünf Stunden enden sollte, wussten wir dannzumal nicht. Darum stand der Limmattaler Wagen am Sonntag auf dem Depothof, wo die Besucher ausgiebig die Details unseres neusten Prunkstückes bestaunen konnten. Beim offiziellen Empfang mit Delegationen von Weiningen, Schlieren, VBZ, Sponsoren und Aktiven begrüsste der Präsident Martin Schnider die Gäste und dankte für die geleistete Arbeit und unterstützung. Ein zweitägiges Fest für die Freunde des "Lisebethli"s und des Tram-Museums rundeten den feinen Anlass ab.

Die Museumseinrichtung blieb im Berichtsjahr unverändert. Auf dem vorplatz konnte neu ein "Oberbaulehrpfad" markiert werden. Im Depotareal und in nächster Umgebung gibt es verblüffend viele Spielarten der Gleisanlagen zu entdecken! Der Bedarf nach einer Renovation bzw. Neugestaltung der Ausstellung ist ausgewiesen, doch wird bis zur Klärung der Frage eines allfälligen Umzuges in die Burgwies noch mit Investitionen zugewartet.

Betrieb

Die Museumswagen waren im Berichtsjahr bei zahlreichen Anlässen eingesetzt, darunter auch einige prestigeträchtige wie das Jubiläum "Zürich, 750 Jahre in der Eidgenossenschaft" oder der Gemeideratsausflug von Unterengstringen ins "benachbarte Zürich", wo StR Dr. Thomas Wagner als "Fremdenführer" wirkte. DIE Herausforderung bedeutete die Lange Nach der Museen vom 1. auf den 2. September: Hier fand der wohl längste Fahreinsatz des Tram-Museums statt. Unter der Leitung von Dani Hurter und vielen Helfern waren drei gut besetzte Tramzüge, zwei davon mit Catering, während 12 Stunden unterwegs.

Bei den Fahrzeugen waren zwei Schäden zu beklagen: Der Leichtmotorwagen Ce 4/4 1530 produzierte mit der gebrächen Steuerstromverkabelung einen Totalausfall. Das entsprechende Sanierungsprojekt wurde ende Jahr fertiggestellt und den VBZ zur Begutachtung bzw. Freigabe übergeben. Ein Lagerschaden (Motoren-Gleitlager) am LSB 2 verhinderte den Einsatz am zweiten Einweihungstag. Im November 2001 waren die benötigten Teile wieder eingebaut, seither rollt das "Lisebethli" klaglos.

Die seit 1989 verkehrende "Museums-Linie" hat sich als festes Angebot für Zürichs Bevölkerung und Gäste etabliert, das nun verdoppelte Angebot wird gerne genützt. Auch im Jahr 2001 erfolgte eine besondere Ausbildung von Fahrdienstangehörigen auf den Handbremswagen des Museums. Weiter fand eine Instruktion für ZugbegleiterInnen statt. Mit Stolz dürfen wir den Einsatz von Mitgliedern als Zugbegleitern aus dem "EU-Raum" vermelden. Es sind unsere Kollegen aus Stuttgart! Auf die Einweihung des LSB hin konnte eine Serie von Limmattal-Strassenbahn Uniformen angeschafft werden. Die Zusammenarbeit mit den VBZ war unkompliziert und kooperativ, wofür an dieser Stelle, ganz besonders dem Personal des Depots Hard, gedankt sei.

TMZ-Shop

Das breite Sortiment findet regen Zuspruch und dieser Zweig erwirtschaftet einen willkommenen Überschuss. Der Handel auf dem Versandwege, ausgewählte Artikel werden auch auf der Homepage www.tram-museum.ch angeboten, konnte auf erfreulich hohem Niveau gehalten werden. An externen Verkäufen sind Auftritte am Jubiläum des Dampfbahnvereins Zürcher Oberland in Bäretswil, dem Quartierfest Wiedikon, am Höngger Wümmetfäscht sowie beim VBZ-Chlausmärt zu erwähnen.

Infrastruktur

Am Depot Wartau erfolgte der übliche Kleinunterhalt und die Reinigungsarbeiten, allesamt ehrenamtlich ausgeführt. Gegen Ende Jahr erfolgte die feste Installation der Bauheizung in der Wartau, welche die erweiterte Nutzung des Gebäudes erlaubt..

Rollmaterial

Am Rollmaterial wurde die nötigen Kontrollen und der übliche Kleinunterhalt durchgeführt.

Restaurierung LSB

2001, das Jahr des Endspurtes. Innenausbau, Anstrich und endlos viele Detailarbeiten forderten die Aktiven der Werkstätte Hard fast bis zum Äussersten. Denn Anfangs Juli musste für den Einweihungsanlass "go / no go" entschieden werden. Das letzte Ferienwochenende für eine medienwirksame Einweihung. Wir haben es geschafft, auch wenn das Abnahmeprozedere durch die VBZ noch den letzten Stress verursachte. Lisebethli erhielt den amtlichen Segen! Der Lagerschaden am zweiten Einweihungstag (siehe Betrieb) war auf ein irrtümlich nicht erneuertes Gleitlager zurück zu führen. An der Einweihungsfeier konnten sämtliche aktiven Handwerker mit der Übergabe eines "Lisebethli-Tröpfli", symbolisch geehrt werden.

Archiv/Sammlung

Der Betrieb des Archivs bewegte sich in gewohntem Rahmen, von zwei verstorbenen Mitgliedern (Rudolf Butz und Franz Kurz) durften sehr umfangreiche Sammlungen entgegen genommen werden. Anstrengungen zur Verbesserung der ungenügenden Raumverhältnisse sind sistiert, bis über das Raumprogramm im Depot Burgwies Klarheit herrscht. Die Publikation über die Limmattal-Strassenbahn befand sich in der Schlussphase, der anvisierte Termin –LSB Einweihung – liess sich leider nicht halten.

Öffentlichkeitsarbeit / Anlässe

Zwei Ausgaben der TMZ-Revue erschienen im Jahr 2001 und informierten Mitgliederkreis und Freunde des Museums. Von vielen Seiten wird Professionalität der Publikation erwähnt, hier sei daran erinnert, dass die Redaktion ehrenamtlich erfolgt, während für das Layout ein symbolischer Preis zu entrichten ist. Die zahlreicher erscheinende Beilage Tram-Museum aktuell; es gab 8 Ausgaben, vermittelt wichtige aktuelle Infos an den Mitgliederkreis. Die Internetseite www.tram-museum.ch erlebte mit Übergabe an Webmaster Jürg Lüthard im Frühjahr eine sehr umfangreiche Ausweitung im historischen Bereich. Die Mehrsprachigkeit der Kernseiten (Museum usw.) ist weiterhin pendent. Neu eingeführte Newsletters informieren Interessierte und Mitglieder aktuell und schnell auf elektronischem Weg.

Der Sommeranlass, die LSB Einweihung fand sehr grossen Widerhall in den Medien,. die am 16. August durchgeführte Pressekonferenz führte zu einem guten Auftritt in Zeitungen, Zeitschriften und einer längeren Reportage im Tele Züri. Zur Saisonschluss im Museum luden das Tram-Museum und die "Postauto Zürich" gemeinsam zu Fahrten mit Tram, alten und neuen Postfahrzeugen ein. Mit Unterstützung der VBZ und eines befreundeten Grafikers konnten zwei farbige, ganzseitige Inserate in "20 Minuten" geschaltet werden.

Schlusswort

Im Jahre 2001 wurde viel und gute Arbeit geleistet! Dafür möchten wir den Aktiven, Mitgliedern und Gönnern danken. Auch das ausgezeichnete Verhältnis mit den VBZ, die gute Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Partnern ist keineswegs selbstverständlich. Auch ihnen gebührt unser Dank . Unser Kernproblem, der Depotraum, "Die Burgwies", ist in die wichtige Planungsphase getreten. Der TMZ durfte dabei von vielen Seiten Sympathie und Unterstützung erfahren; ich bin optimistisch. An dieser Stelle sei einmal mehr festgehalten: Das Tram-Museum ist nicht Selbstzweck, wir erhalten ein Stück Zürich, ein Stück unserer Vergangenheit. Es ist nicht die Geschichte des TMZ, sondern von uns allen!

Martin Schnider

Nach oben


Rechenschaftsbericht 2000

aus TMZ - Revue 1/01

Das vergangene Jahr war von zwei Schwerpunkten geprägt: Dem grossen Tram-Fest vom 19./20. August mit dem Einsatz von zwei Pferdebahnwagen und einem eindrücklichen Tramcorso, sowie den kurz vorher in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Plänen für neue Nutzungen des Tramdepots Burgwies. Wohlverstanden, Nutzungen ohne Tram-Museum. Das Tram-Fest bot dann die willkommene Gelegenheit, diese für den TMZ existentielle Frage aufzugreifen und mit den zuständigen Stellen, vorab Finanzvorstand Willi Küng, den Dialog aufzunehmen. Die Arbeiten am «Limmattaler» kamen ab Frühjahr wieder voll in Fahrt, nachdem uns der Wasserschaden vom 14.8.1999 einen empfindlichen Stillstand beschert hatte.

Als wichtiger Punkt beim Museumsbetrieb ist die Erteilung des Wirtepatentes für unsere Wirtschaft «fahrBAR» im Depot Wartau zu erwähnen. Der gesamte Vereinsbetrieb basiert weiterhin auf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche den gesamten Museums- und Vereinsbetrieb ermöglichen. Die Finanzierung der TMZ-Aktivitäten stösst an Grenzen, die Mittelbeschaffung, speziell in der Öffentlichkeit, wurde mit einer speziellen LSB-Sammelaktion intensiviert. Der TMZ leistet einen kulturellen Beitrag, welcher im öffentlichen Interesse von Stadt und Region, ihrer Bevölkerung und auch des Tourismus ist.

Vereinsorgane

Der Vorstand traf sich zu sechs regulären Sitzungen, in der Zusammensetzung blieb er unverändert. Details, auch zum Vereinsbetrieb, sind den Protokollen der Frühjahrs- und Herbstversammlung zu entnehmen (publiziert in TMZ-Revue 2/00 bzw. 1/01). Zahlreiche Kontakte zur VBZ-Direktion bzw. zu den Fachabteilungen fanden auf Stufe der Ressortverantwortlichen statt. Die Frühjahrsversammlung im Depot Wartau, wiederum im eigenen Haus, stiess auf grosse Zustimmung. Der nachfolgende Apero und das Abendessen führten zu interessanten Begegnungen unter den Teilnehmenden. Die Gewinnung von geeigneten Personen für eine Tätigkeit in den Arbeitsgruppen oder sogar im Vorstand erweist sich weiterhin als schwierig. Für die Vorbereitung des Tram-Festes war ein separates OK-verantwortlich, wobei erfreulicherweise auch Personen ausserhalb des Vorstandes für Aufgaben gewonnen werden konnten, namentlich Martin Gnann, Hans Rindlisbacher und Ernst Triet.

Vereinsbetrieb

Das Rahmenprogramm für Mitglieder fand im geplanten Umfang statt. Erfreulich ist das grosse Interesse an der Herbstexkursion, welche nach München führte. Mit den Museumsbahnen im Kanton Zürich, DVZO und ZMB bestanden gute Kontakte, so war der «Schnaaggi-Schaaggi» an unserem «Tram-Fest» beteiligt. Enge Kontakte bestanden zum Verein historischer Züri-Bus (HZB) und zur Stuttgarter historischen Strassenbahn (SHB) weIche uns ihren Pferdebahnwagen 20 zur Verfügung stellte. Über 30 Mitglieder nahmen am Wochenendausflug nach Stuttgart teil. Mit gegen 60 ähnlichen Organisationen im In- und Ausland wurden Informationen und Zeitschriften ausgetauscht. Vom Vorstand nahmen Jakob Schneider und Martin Schnider auf eigene Kosten an der Tagung der «Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr» in Mannheim teil.

Der Mitgliederbestand konnte im Berichtsjahr gehalten werden. Die Gewinnung von Neumitgliedern bleibt weiterhin aufwändig, doch bot die LSB-Sammelaktion eine gute Plattform zur Mitgliederwerbung.

Finanzen

Der TMZ hat erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich. Wir verweisen auf den separaten Finanzbericht. Es darf nicht übersehen werden. dass der eigentliche Vereinsbetrieb praktisch die gesamten Mitgliederbeiträge absorbiert. Erträge werden durch das Museum, den Verkauf und Spendenaktionen generiert. Der Vorstand beantragte der Herbstversammlung 2000 eine moderate Erhöhung der Mitgliederbeiträge, welche einstimmig gut geheissen wurde. Falls der von uns gewünschte Umzug in die Burgwies Realität werden sollte, sind erhebliche Ausgaben für Innenausbau und Gestaltung der Ausstellung zu erwarten.

Personelles

Die Gewinnung aktiver Mitarbeiter war ein wichtiges Ziel. Obwohl nicht einfach, durften einige neue Gesichter unter den Aktiven willkommen geheissen werden. Die Zusammenarbeit mit Organisationen des Ergänzenden Arbeitsmarktes (Werkstatt Holz) musste wegen einer Umstrukturierung leider aufgegeben werden. In der Lehrwerkstatt für Möbelschreiner konnte nach kurzer Zeit ein sehr kompetenter und engagierter Partner gewonnen werden, welcher erfolgreich mit Jakob Schneider zusammen arbeitet. Der damit verbundene Aufwand für Projktleitung und -Koordination ist aber nicht zu unterschätzen.

Tram-Museum

Das Museum war im Rahmen der bewährten Öffnungszeiten zugänglich, 33 Gruppen besuchten uns ausserhalb der regulären Zeiten. Einmal mehr erwies sich die Modellanlage als Publikumsmagnet, wobei uns Bruno Kunz mit neuen, gelungenen Modellen überraschte. Inserate in «Zürich-Express» sowie in der Broschüre «Schweizer Ferien mit Dampf» warben für das TMZ.

Das Tram-Fest vom 19./20. August war natürlich der Mega-Anlass des Berichtsjahres. Die trotz sehr heissem Wetter in Scharen angereisten Besucher erwartete ein vielfältiges Angebot auf dem Festplatz im Depot Hard. Am grossen Korso vom Sonntagvormittag durften wir eine illustre Gästeschar begrüssen. Neben VBZ Direktor Thomas Portmann die beiden GL-Mitglieder Beat Cagienard (Finanzen) und Anton Wittmer (Technik). Weiter war erstmals der Direktor des ZVV, Franz Kagerbauer an Bord unserer Museumswagen. Vom Zürcher Stadtrat mussten sich Esther Maurer und Thomas Wagner leider entschuldigen lassen.

Die Museumseinrichtung blieb im Berichtsjahr unverändert. Der Bedarf nach einer Renovation bzw. Neugestaltung wäre ausgewiesen, doch wird bis zur Klärung der Frage eines allfälligen Umzuges in die Burgwies noch mit Investitionen zugewartet.

Betrieb

Die Museumswagen waren im Berichtsjahr bei zahlreichen Anlässen eingesetzt. Am Tramfest musste leider ein Zwischenfall mit einem älteren Fahrgast verzeichnet werden, welcher bei einem Betriebshalt vor einer Verkehrsampel ausgestiegen war und zu Fall kam. Glücklicherweise waren seine Verletzungen aber nicht gravierend. Die seit 1989 verkehrende «Museums-Linie» hat sich als festes Angebot für Zürichs Bevölkerung und Gäste etabliert. Auch im Jahr 2000 erfolgte eine besondere Ausbildung von Fahrdienstangehörigen auf den Handbremswagen des Museums. Die Zusammenarbeit mit den VBZ war unkompliziert und kooperativ, wofür an dieser Stelle, ganz besonders dem Personal des Depots Hard, gedankt sei.

TMZ-Shop

Das breite Sortiment findet regen Zuspruch und dieser Zweig erwirtschaftet einen willkommenen Überschuss. Der Handel auf dem Versandweg, ausgewählte Artikel werden auch auf der Homepage www.tram-museum.ch angeboten, erfuhr eine markante Steigerung. An externen Verkäufen sind Auftritte irn Vorfeld des Tram-Festes im Einkaufszentrum Letzipark, am Höngger Wümmetfest sowie beim VBZ-Chlausmärt zu erwähnen.

Infrastruktur

Am Depot Wartau erfolgte der übliche Kleinunterhalt und die Reinigungsarbeiten, allesamt ehrenamtlich ausgeführt. Die Räumlichkeiten im Depot Hard, vom Wasserschaden des 14.8.99 stark in Mitleidenschaft gezogen, wurden auf den Jahreswechsel 1999/2000 auf Kosten des TMZ einer Renovation unterzogen. Ab Februar konnte in der «neuen» hellen Werkstätte wieder gearbeitet werden. Die definitive Schadenregelung mit der Versicherung der Wasserversorgung stand Ende 2000 noch aus, befindet sich aber kurz vor dem Abschluss.

Rollmaterial

Am Rollmaterial wurden die nötigen Kontrollen und der übliche Kleinunterhalt durchgeführt. Der Wagen ZOS 81 erhielt einen neuen Anstrich des Bodens im Innenraum und vier Tische, um unserer Wirtschaft «fahrBAR» zu dienen. Auf eine eigentliche Renovation wurde aber bewusst verzichtet, um auch den Zustand «vorher» zu zeigen.

Restaurierung LSB

Anfangs Jahr erhielt der Wagenkasten in der VBZ-Zentralwerkstätte eine vollkommen neue Verblechung. Nach der Rückkehr in die Werkstätte Hard konnte der Innenausbau sowie das Decken des Daches nach konventioneller Art mit Stoff in Angriff genommen werden. Die Neuverkabelung des Fahrzeuges ist weit gediehen, ebenso die Revision der Fahrschalter. Für die Maserierung des Innenraumes kam uns ein versierter Malermeister zu sehr kulanten Bedingungen zu Hilfe. An dieser Stelle wäre noch Projektleiter Jakob Schneider zu danken, welcher auch im Jahre 2000 mit höchstem Einsatz und enormem Fachwissen «Lisebethli» eine zweite Jugend schenkt!

Archiv / Sammlung

Der Betrieb des Archivs bewegte sich in gewohntem Rahmen, die Aufarbeitung der Billettsammlung sowie der umfangreichen Fotosammlung wurde an die Hand genommen bzw. abgeschlossen. Die Umstellung auf EDV bleibt weiterhin pendent. Dringlich bleibt die Verbesserung der ungenügenden Raumverhältnisse. Die Suche nach einem geeigneten Standort wird auch im Jahre 2001 andauern, wobei neben archivtechnischen Kriterien die finanzielle Tragbarkeit zu beachten ist.

Öffentlichkeitsarbeit I Anlässe

Zwei Ausgaben der TMZ-Revue erschienen im Jahr 2000 und informierten Mitgliederkreis und Freunde des Museums. Von vielen Seiten wird Professionalität der Publikation erwähnt, hier sei daran erinnert, dass die Redaktion ehrenamtlich erfolgt, während für das Layout ein symbolischer Preis zu entrichten ist. Die Internetseite www.tram-museum.ch erlebte einige Aktualisierungen und der virtuelle TMZ-Shop konnte dank eingeführter Kreditkartenzahlung wiederum nach Übersee liefern.

Zum im Juli aufgekommene Thema «Indianermuseum ins Depot Burgwies?» konnte in einem prominent platzierten Leserbrief von Präsident Martin Schnider im Tages-Anzeiger vom 3.8.2000 die Situation des TMZ einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden. Im Nachgang wurden die Städtischen Behörden, vorab Finanzvorstand Willi Küng, kontaktiert und Gespräche mit der Liegenschaftenverwaltung aufgenommen. Um die Tram-Infrastruktur in der Burgwies zu sichern, reichte Gemeinderat Robert Schönbächler (CVP) mit 16 Mitunterzeichnenden am 22.11.2000 ein Postulat ein, welches bei einer allfälligen Umnutzung des Depots eine Belassung der Tram-Infrastruktur fordert. Im Dezember 2000 empfing dann Stadtrat Thomas Wagner noch eine Delegation des Vorstandes.

Der Sommeranlass, das Tram-Fest, fand sehr grossen Widerhall in den Medien. Die ganzseitige Berichterstattung der NZZ auf der Frontpage des Zürich-Teiles, dürfte wohl einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte darstellen. Die drei Zürcher Museumsbahnen wirkten am ZVV-Jubiläum vom 27. Mai 2000 gemeinsam mit, der TMZ zusammen mit dem Verein historischer Züri-Bus, während die Teilnahme am Umzug des Höngger Wümmetfäschts, eine uniformierte TMZ-Gruppe samt Museumstram, gewissermassen ein Heimspiel war.

Schlusswort

Im Jahre 2000 wurde viel und gute Arbeit geleistet! Dafür möchten wir den Aktiven, Mitgliedern und Gönnern danken. Auch das ausgezeichnete Verhältnis mit den VBZ, die gute Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Partnern ist keineswegs selbstverständlich. Auch ihnen gebührt unser Dank. Unser Kernproblem, der Depotraum «Die Burgwies», ist in eine entscheidende Phase getreten. Der TMZ durfte dabei von vielen Seiten Sympathie und Unterstützung erfahren; ich bin optimistisch. An dieser Stelle sei festgehalten: Das Tram-Museum ist nicht Selbstzweck, wir erhalten ein Stück Zürich, ein Stück unserer Vergangenheit. Es ist nicht die Geschichte des TMZ, sondern von uns allen!

Martin Schnider

Nach oben


Rechenschaftsbericht 1999

Das letzte Jahr des Jahrtausends - je nach Rechnungsart - war von verschiedenen Schwerpunkten geprägt: Fertigstellung und Präsentation der Videoproduktion «Zürcher Tramalltag», Rückführung des Museumswagens ZQS 81 (ex 1025) nach Zürich, sowie dem massiven Wasserschaden vom 14. August in der Restaurierungswerkstätte Depot Hard. An öffentlichen Anlässen ist die Ausstellung des Eisenbahnillustrators «Loisl» im Depot Wartau hervorzuheben, wobei anlässlich deren Vernissage das 10 Jahr-Jubiläum des Tram-Museums in Höngg begangen werden konnte. Besonders erwähnenswert ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den VBZ, welche an der Herbstversammlung mit der Wahl des scheidenden Direktors Rolf A. Künzle zum Ehrenmitglied gewürdigt wurde. Nicht zu vergessen sind all die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche den gesamten Museums- und Vereinsbetrieb ermöglichen. Die Finanzierung der TMZ-Aktivitäten stösst an Grenzen, die Mittelbeschaffung, speziell in der Öffentlichkeit, muss intensiviert werden. Der TMZ leistet einen kulturellen Beitrag, welcher im öffentlichen Interesse von Stadt und Region, ihrer Bevölkerung und auch des Tourismus steht. Die Aufgabe des Depots Burgwies durch die VBZ und seine Umzonung durch den Gemeinderat, lassen Visionen für ein Museum an diesem Standort weiterhin Visionen bleiben. Die Unterbringung der tendenziell wachsenden Museumsflotte bleibt für den TMZ, langfristig betrachtet, ein existenzielles Problem.

Vereinsorgane

Der Vorstand traf sich zu acht regulären Sitzungen. Er blieb, bis auf das im Vorjahr angekündigte Ausscheiden von Werner Oechslin (Technischer Museumsbetrieb), unverändert. Details, auch zum Vereinsbetrieb, sind den Protokollen der Frühjahrs- und Herbstversammlung zu entnehmen (Publiziert TMZ-Revue 3/98 bzw. 2/99). Zahlreiche Kontakte zur VBZ-Direktion bzw. zu den Fachabteilungen fanden auf Stufe der Ressortverantwortlichen statt. Die Frühjahrsversammlung im Depot Wartau, erstmals im eigenen Haus, stiess auf grosse Zustimmung. Der nachfolgende Apero und das Abendessen führten zu interessanten Begegnungen unter den Teilnehmenden. Die Gewinnung von geeigneten Personen für eine Tätigkeit in den Arbeitsgruppen oder sogar im Vorstand erweist sich weiterhin als schwierig. Der Umfang der Museums- und Vereinstätigkeit erfordert eine gewisse Bindung und ein bestimmtes Mass an Professionalität.

Vereinsbetrieb

Das Rahmenprogramm für Mitglieder fand im geplanten Umfang statt. Erfreulich ist das grosse Interesse an der Herbstexkursion, welche nach Oberösterreich führte. Mit den Museumsbahnen im Kanton Zürich, DVZO und ZMB bestanden intensive Kontakte. So war der TMZ am 100 Jahr-Jubiläum des «Schnaaggi - Schaaggi» beteiligt. Enge Kontakte bestanden zum Verein historischer Züri-Bus (HZB) und zur Stuttgarter historischen Strassenbahn (SHB). Über 35 Mitglieder nahmen am entsprechenden Wochenendausflug teil. Mit gegen 60 ähnlichen Organisationen im In- und Ausland wurden Informationen und Zeitschriften ausgetauscht. Vom Vorstand nahmen Jakob Schneider und Martin Schnider vom 15.-18. Juli als Referenten an der Tagung der «Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr» in Magdeburg teil.

Die Mitgliederentwicklung war leider leicht rückläufig. Die Gewinnung von Neumitgliedern bleibt weiterhin aufwändig, hier ist weiterhin das zurückhaltende Konsumverhalten spürbar.

Finanzen

Der TMZ hat ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich. Wir verweisen auf den separaten Finanzbericht. Es darf nicht übersehen werden, dass der eigentliche Vereinsbetrieb praktisch die gesamten Mitgliederbeiträge absorbiert. Erträge werden durch das Museum, den Verkauf und Spendenaktionen generiert. Der Vorstand prüft einen erhöhten Einsatz der Mitgliederbeiträge für die Kernaufgaben, das heisst zu Gunsten von Museum und Fahrzeugen. Weiter ist zu bemerken, dass alleine für die Neugestaltung der Ausstellung sowie die Einrichtung des Archivs Rücklagen in der Grösse von CHF 100'000 erforderlich sein werden.

Personelles

Die Gewinnung aktiver Mitarbeiter war ein wichtiges Ziel. Obwohl nicht einfach, durften einige neue Gesichter unter den Aktiven willkommen geheissen werden. Die Zusammenarbeit mit Organisationen des Ergänzenden Arbeitsmarktes (Werkstatt Holz, fleXibles) ermöglichte es, auf kostengünstige Weise Leistungen zu erhalten. Der damit verbundene Aufwand für Projektleitung und -koordination ist nicht zu unterschätzen.

Tram-Museum

Das Museum war im Rahmen der bewährten Öffnungszeiten zugänglich, 32 Gruppen besuchten uns ausserhalb der regulären Zeiten. Einmal mehr erwies sich die Modellanlage als Publikumsmagnet. Wir möchten in Zukunft das Angebot für Familien und Kinder noch attraktiver gestalten. Besonders zu erwähnen ist die Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Eisenbahn-Amateure, wo gegen 100 Personen, verbunden mit Sonderfahrten, zu Gast waren. Inserate im «Zürich-Express» sowie in der Broschüre «Schweizer Ferien mit Dampf» warben für das TMZ.

Der Sonderanlass 10 Jahre Tram-Museum, mit Ausstellung des Eisenbahnmalers Loisl, zog vom 25.-27. Juni zahlreiches Publikum an. An der Vernissage durfte unter anderem VBZ Direktor Rolf A. Künzle, Vizedirektor Horst Schaffer sowie der Technische Direktor Anton Wittmer begrüsst werden. Stadtrat Dr. Thomas Wagner musste sich entschuldigen lassen.

Die Museumseinrichtung blieb im Berichtsjahr unverändert. Der Bedarf für eine Renovation bzw. Neugestaltung wäre ausgewiesen, doch fehlen personelle und finanzielle Ressourcen, um das Projekt anzugehen. Erste konzeptionelle Abklärungen fanden aber im Sommer 1999 statt.

Betrieb

Die Museumswagen konnten im Berichtsjahr ohne Schäden und Störungen eingesetzt werden. Die seit 1989 verkehrende «Museums-Linie» hat sich als festes Angebot für Zürichs Bevölkerung und Gäste etabliert. Auch 1999 erfolgte eine besondere Ausbildung von Fahrdienstangehörigen auf den Handbremswagen des Museums. Die Aufgabe des Depots Burgwies durch die VBZ zog die Umstationierung der TMZ - Dienstwagen nach sich. Ein spezieller Effort war für die Dreharbeiten des TMZ-Videos nötig, da kurzfristig nicht alltägliche Fahrzeugeinsätze erfolgten. Die Zusammenarbeit mit den VBZ war unkompliziert und kooperativ, wofür an dieser Stelle gedankt sei.

TMZ-Shop

Das breite Sortiment findet regen Zuspruch und dieser Zweig erwirtschaftet einen willkommenen Überschuss. Der Handel auf dem Versandweg, ausgewählte Artikel werden auch auf der Homepage www.tram-museum.ch angeboten, erfuhr eine markante Steigerung. An externen Verkäufen sind Auftritte bei der Zürcher Museums-Bahn im Sihlwald, am Höngger Würnmetfäscht sowie beim VBZ-Chlausmärt zu erwähnen. TMZ-Vollmitglieder erhielten die Gelegenheit, kostenlos ein Exemplar des Videos «Zürcher Tramalltag zu beziehen; ca 30% nahmen dieses grosszügige Angebot wahr.

Infrastruktur

Am Depot Wartau erfolgten der übliche Kleinunterhalt und die Reinigungsarbeiten, allesamt ehrenamtlich ausgeführt. Die Räumlichkeiten im Depot Hard hingegen waren vom Wasserschaden vom 14.8.99 stark in Mitleidenschaft gezogen. Wegen aufquellender Holzböden mussten die Werkstätte und ein Lagerraum (Literatur und Techn. Sammlung) vollständig geräumt werden. Dadurch litten die Restaurierungsarbeiten. Während 5 Monaten liess sich nur notdürftig - oder gar nicht - arbeiten. Nach erfolgter Sanierung der Böden Ende November 1999 beschloss der Vorstand kurzfristig einen Neuanstrich der Werkstätte, kostengünstig durch ein externes Unternehmen ausgeführt. Diese widrigen Umstände forderten die kleine Schar der Aktiven hart, auch wenn materielle Schäden versichert sind.

Rollmaterial

Wichtigstes Ereignis war die Rückfuhr des in Schlieren remisierten Wagens ZOS 81 (ex. 1025). Die VBZ - Zentralwerkstätte untersuchte das ausgeblechte Fahrzeug gründlich, um einen fundierten Kostenvoranschlag zu erstellen. Nun steht der Wagen in Höngg, wo er nach einer Innenreinigung eine 230 Volt-Beleuchtung erhielt. Aktivitäten für das Finanzierungskonzept einer Restaurierung, wir sprechen hier von über CHF 500'000, laufen. Im Frühsommer konnte Wagen 176 wieder in Betrieb gehen, nachdem die Dachsanierung, teilweise Erneuerung des Aussenanstriches und weitere Arbeiten in eigener Regie, in der Wartau abgeschlossen waren. Im November erhielt das Museum von der Swissmill (COOP-Mühle) die seit Jahren ausgemusterte, kleine elektrische Rangierlok von 1898 als Leihgabe. Das originelle Vehikel ist, samt zwei MFO Fahrleitungsmasten, vor dem Museum Wartau aufgestellt. Indirekt zum Rollmaterial gehört das lange eingelagerte Gleisstück der Polybahn, welches seit Sommer auf dem Vorplatz montiert ist und den interessanten Übergang vom Drei- auf das Vierschienengleis (Ausweiche) der alten Standseilbahn zeigt.

Restaurierung LSB

Der Rohrbruch vom August brachte die Arbeiten annähernd zum Erliegen, doch konnte der Wagenkasten bis auf die Dachbelattung fertiggestellt werden. Die Verrohrung ist bis auf den Dachbereich fertiggestellt, die Traktionskabel von den Plattformen zu den Widerständen eingezogen und konfektioniert. Parallel dazu erfolgte die Aufarbeitung sämtlicher Kleinteile und Beschläge. Diese sind nun einbaubereit. Die Neubeschaffung von Komponenten erforderte teilweise detektivischen Aufwand, so dass Nachgüsse von Lampen und Fabrikschildern oder neue Bremsspindeln bestellt werden konnten. Letztere beim Dampflokwerk Meiningen (D). Für Details verweisen wir auf die Arbeitsberichte in der TMZ-Revue.

Wie weit der Wasserschaden unser Ziel, Jungfernfahrt zum 100. Geburtstag im Jahr 2000, gefährdet, kann noch nicht gesagt werden. Hier wäre noch Projektleiter Jakob Schneider zu danken, welcher mit höchstem Einsatz und enormem Fachwissen «Lisebethli» eine zweite Jugend schenkt!

Archiv / Sammlung

Der Betrieb des Archivs bewegte sich in gewohntem Rahmen, die Aufarbeitung der Billettsammlung sowie der umfangreichen Fotosammlung wurde an die Hand genommen bzw. abgeschlossen. Die Umstellung auf EDV bleibt ein Thema, doch ist eine zukunftsgerichtete und migrationsfähige Lösung anzustreben. Dringlich bleibt die Verbesserung der ungenügenden Raumverhältnisse. Die Suche nach einem geeigneten Standort wird auch im Jahre 2000 andauern, wobei neben archivtechnischen Kriterien die finanzielle Tragbarkeit zu beachten ist.

Öffentlichkeitsarbeit I Anlässe

Drei Ausgaben der TMZ-Revue - neu mit ISSN-Nummer - erschienen 1999 und informierten Mitgliederkreis und Freunde des Museums. Von vielen Seiten wird Professionalität der Publikation erwähnt. Hier sei daran erinnert, dass Layout und Redaktion ehrenamtlich erfolgen. Zu kommerziellen Bedingungen wären sie in dieser Form kaum aufrecht zu erhalten. Die Internetseite www.tram-museum.ch erlebte einige Aktualisierungen und der virtuelle TMZ-Shop konnte dank eingeführter Kreditkartenzahlung bis nach Kanada und Kalifornien ja sogar Japan, liefern.

Der Sommeranlass, die Loisl-AusstelIung, fand einigen Widerhall in den Medien, ebenso die Präsentation von «Zürcher Tramalltag». Das Video ist ein wichtiges Kommunikationsmittel; wir erhoffen uns regen Absatz, um diese Investition zu amortisieren. Die VBZ - Personalzeitschrift Regenbogen berichtete ausführlich über 10 Jahre Tram-Museum, auch in verschiedenen anderen Publikationen war der TMZ ein Thema.

Schlusswort

1999 wurde viel und gute Arbeit geleistet! Dafür möchten wir den Aktiven, Mitgliedern und Gönnern danken. Auch das ausgezeichnete Verhältnis mit den VBZ, die gute Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Partnern ist keineswegs selbstverständlich. Auch ihnen gebührt unser Dank. Doch an dieser Stelle sei festgehalten: Das Tram-Museum ist nicht Selbstzweck, wir erhalten ein Stück Zürich, ein Stück unserer Vergangenheit. Es ist nicht die Geschichte des TMZ, sondern von uns allen!

Martin Schnider

Nach oben


Rechenschaftsbericht 1998

1998 war für den Verein Tram-Museum, im Gegensatz zum Vorjahr, nach aussen hin ein ruhigeres Jahr. Das im Berichtsjahr von TMZ und HZB organisierte «Vorstandstreffen der Arbeitsgemeinschaft historischer Nahverkehr» brachte über 70 Fachkollegen aus dem angrenzenden Ausland nach Zürich. Die Restaurierungsarbeiten am LSB-Motorwagen machten entscheidende Fortschritte, so dass im Juli die Museumswerkstätte ihre Tore für das Publikum öffnete, was ein sehr erfreuliches Medienecho auslöste.

Unsere aktiven Vereinsangehörigen, ausnahmslos ehrenamtlich tätig, engagierten sich auf folgenden Hauptgebieten:

Vereinsorgane

Der Vorstand traf sich zu sieben regulären Sitzungen, daneben fanden zahlreiche Einzelbesprechungen statt. Mit den VBZ wurde eine gute und enge Zusammenarbeit gepflegt, unter anderem durfte der frischgebackene Gemeinderatspräsident mit einem Museumsfahrzeug in sein Wohnquartier Höngg gefahren werden.

Personell gab es im Vorstand grössere Veränderungen: Neu amtet als Vizepräsident Tommy Grünberg, welcher weiterhin die Reiseleitung besorgt. Der Ende 1997 überraschend verstorbene Aktuar Klaus Bott, wurde durch Bruno Marenghi ersetzt, während als Nachfolger von Kassier Roland Sorg Daniel Hurter gewonnen werden konnte. Die Kassenübergabe fand per 30.6.98 statt und bedingte einen Halbjahresabschluss mit Revision. Das Ressort Literatur betreute neu Edi Nussbaumer.

Die Belastungen einzelner Vorstandsmitglieder sind weiterhin - dank oder wegen des Erfolges des TMZ -erheblich. Werner Oechslin möchte sein Amt gelegentlich in andere Hände legen, doch bleibt er in verdankenswerter Weise vorerst aktiv. Das Ressort Öffentlichkeitsarbeit wurde auch 1998 interimistisch von Martin Schnider betreut. Die anspruchsvolle Spezialaufgabe des druckfertigen Gestaltens der TMZ-Revue übernahm wiederum Frau Irene Glaser.

Zusammensetzung des Vorstandes

Präsident Martin Schnider
Vizepräsident/ReiseIeiter Tommy Grünberg
Aktuar Bruno Marenghi
Kassier Roland Sorg (bis 30.6.98)
Daniel Hurter (ab 1.7.98)
Archivar Ernst Wetzel
Museumsbetrieb (Fahrzeugtechnik) Werner Oechslin
Museumsbetrieb (Fahrzeugeinsatz) Elmar Schnyder
Museumsbetrieb (Besuche Wartau) Jürg Lüthard
Museumsdienst André Sulzer
Projektleiter LSB Jakob Schneider
Literaturvertrieb Edi Nussbaumer
Öffentlichkeitsarbeit / TMZ - Revue Vakant
Revisoren Siegfried Bachmann
Fritz Schäuble
Ersatzrevisor

Erwin Gyr

Als Verbindungsmann zum Patenverein «historischer Züri-Bus» (HZB) fungiert Tommy Grünberg.

Vereinsbetrieb

Die umfassende Information von Mitgliedern und Öffentlichkeit besass einen hohen Stellenwert. Um aktuelle Informationen im Mitgliederkreis zu kommunizieren, erschienen neu vier Beilagen «Tram-Museum aktuell». Die Vollmitglieder erhielten persönliche Einladungen zu allen Anlässen, während sämtliche Mitglieder mit den drei Ausgaben unserer Zeitschrift TMZ-Revue eingehend über das Vereinsgeschehen sowie die Belange des Tram-Museums informiert werden konnten. Ausgabe 3/98 erschien - wegen Überlastung des Redaktors - im Februar 1999. Die treuen Inserenten der TMZ-Revue ermöglichten die Kosten dieses wichtigen Kommunikationsmittels in vertretbarem Rahmen zu halten, zumal auch die Gestaltung von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich besorgt wurde. Der Mitgliederbestand war leider etwas rückläufig; das Werben von Neumitgliedern erfordert immer grössere Anstrengungen.

Tram-Museum und «Museums-Linie»

Erhebliches Engagement, ausschliesslich in der Freizeit geleistet, erforderte der Betrieb des Tram-Museums. Neben den regulären Öffnungszeiten an allen Mittwochabenden sowie den Betriebstagen im Sommerhalbjahr hielt die Nachfrage nach geführten Besichtigungen für Gruppen ausserhalb der regulären Zeiten weiterhin an. 27 Gruppen konnte die Geschichte des Züri-Trams durch individuelle Führungen näher vorgestellt werden. Mehrmals diente die Depothalle als besonderes Ambiente für Anlässe von Privaten und Firmen. Die nun fertiggestellte Tram-Modellanlage erwies sich im Berichtsjahr als Publikumsmagnet und lud Klein und Gross zum Verweilen ein. Die mittlerweile zehn Jahre alte Ausstellung bedarf eines «Redesigns», doch aus personellen Gründen ruht das Vorhaben vorerst. Die Präsidialabteilung der Stadt Zürich ermöglichte kostenlose Inserate im Tagblatt. Die «Museums-Linie» verkehrte wiederum im bewährten 30 Minuten - Takt, wobei Wert auf abwechslungsreichen Fahrzeugeinsatz gelegt wurde. Vor der Saison wurden sämtliche Haltestellenfahrpläne erneuert. Der Einsatz der TMZ-Wagen verlief 1998 zur Zufriedenheit aller Beteiligter ohne technische Störungen, Beanstandungen oder Unfälle.

Historisches Depot Wartau

Das im Berichtsjahr 100 Jahre alte Depot Wartau erhielt eine sanfte Renovation, welche Fassade, Tore, Dachuntersicht, Fensterrahmen samt Neuverglasung und das Streichen des Bodens umfasste. Weiter konnte die WC-Anlage renoviert werden. Alle Arbeiten führte der «Ergänzende Arbeitsmarkt» des Sozialdepartementes zu unserer vollen Zufriedenheit zu günstigen Konditionen aus. Im Berichtsjahr erhielt der TMZ leihweise eine leistungsfähige öl betriebene Bauheizung, welche nun auch Anlässe in der kälteren Jahreszeit erlaubt.

Rückblick

Das Protokoll der Frühjahrs- und Herbstversammlung enthält eine umfassende Darstellung der Aktivitäten, daher hier nur das Wichtigste:

Wichtigster öffentlicher Anlass war die Beteiligung am Höngger Wümmetfäscht mit historischem Tram- und Busbetrieb. Grund dazu war die 100 Jahre alte Tramverbindung nach Höngg. Der Postrolli erlebte dank einer gemeinsamen Aktion von Handel und Gewerbe Höngg, der Post und dem TMZ ebenfalls einen Einsatz. Weiter konnte in der Museumswerkstätte die Deutschschweizer-Premiere einer neuen Videoproduktion über Schweizer Strassenbahnen (Tram-Memory) stattfinden, organisiert vom Verband öffentlicher Verkehrsunternehmen (VÖV). Ein bemerkenswerter Einsatz der Museumswagen war der Transport der 250 Gäste des UITP-Stadtbahnkongresses zum «Official Dinner», welcher im Auftrage der gastgebenden VBZ stattfand. Die Anlässe unseres Vereinsprogrammes wurden unterschiedlich besucht, doch fanden spezielle Besichtigungen und die Auslandreise, 1998 führte sie nach Genua, grossen Zuspruch. Eine enge Zusammenarbeit wurde weiterhin mit dem Verein historischer Züri-Bus (HZB) gepflegt, weiter enge Kontakte zur Stuttgarter historischen Strassenbahn, deren Mitglieder Zürich im Herbst mit einem Museums-Gelenkbus einen Besuch abstatteten. Das traditionelle Abendessen bei der Jahresschlussfahrt unserer Aktiven konnte - dank neuer Heizung - erstmals im Depot Wartau serviert werden.

Das Ressort Literatur und Souvenirs war an zahlreichen Anlässen präsent. Neben den regelmässigen offiziellen Veranstaltungen im Museumsdepot Wartau, wozu die Betriebstage und die Mittwochabende zählen, trugen auch die zahlreichen privaten Führungen zur positiven Entwicklung des Umsatzes bei. Dass das Anbieten des Verkaufssortimentes auch mittwochs sinnvoll ist, zeigt sich jeweils, wenn weitherkommende, einzelreisende Fachtouristen gezielt ihr oft beträchtliches Bücherbudget umsetzen. Für 1999 ist die Einführung von Kreditkarten-Zahlung vorgesehen.

Externe Verkaufsmöglichkeiten, wie bei der Vorstellung des ESZ- Motorwagens «Elefant» in Zug, am traditionellen Höngger Wümmetfäscht sowie am VBZ-Flohmarkt in der Zentralwerkstätte bedeuteten willkommene Absatzmöglichkeiten. Der Handel auf dem Versandweg erlebte einen beachtlichen Aufschwung, indem im Mitgliederkreis intensive Werbung stattfand. Ein neues Buchsortiment aus dem Prellbockverlag und besonders die Navemo-Modelle sorgten für lebhaften Umsatz, wobei zunehmend Bestellungen via Internet eingehen. (Navemo-Modell für San Francisco... ).

Unser technischer Museumsbetrieb führte an verschiedenen Museumswagen den notwendigen Kleinunterhalt durch. Am Motorwagen 176 ist die Dachsanierung abgeschlossen, der Aussenanstrich teilweise erneuert, dazu konnten TMZ-Handwerker die VBZ-Spritzkabine während ihrer Freizeit nutzen; Besten Dank der Leitung der Zentralwerkstätte. Die VBZ ersetzten die brüchige Verkabelung der Nebenbetriebe und revidierten das Bremsgestänge. Sämtliche Museumsfahrzeuge, mit Ausnahme des Kranwagens, sind auf das neue SESAM-System (Beeinflussung der Lichtsignale) mit Abfahrtsbereitschaft umgerüstet, sonst wäre ein Einsatz im Netz nicht mehr möglich. Rollwagen X 101 erhielt ein spezielles demontierbares Gestell, welches zur Lagerung der Segmente der Modellanlage dient. Eine Hauptreinigung des historischen Rollmaterials (siehe Revue 2/98), gehörte ebenfalls zum Aufgabenkreis. Als schwierig muss die Rekrutierung neuer Helfer bezeichnet werden, ein Umstand, welcher den Verantwortlichen Anlass zur Sorge gibt.

Zweiter Schwerpunkt im technischen Bereich ist das Restaurierungsprojekt «Lisebethli». Details dazu finden Sie in einem eigenen Beitrag. Meilenstein war die Rückkehr des Untergestelles ins Depot Hard im Sommer und der Beginn des Aufbaues des Wagenkastens! Man sieht nun, es wird wieder ein Tram. Ohne Beizug von Partnern aus dem ergänzenden Arbeitsmarkt, also das «Loki-Atelier» in Winterthur und die «Werkstatt Holz» wäre das Projekt nie so weit gediehen. An dieser Stelle sei die umsichtige Leitung durch Jakob Schneider herzlich verdankt.

Die Finanzen präsentierten sich in guter Verfassung. Durch den Literaturverkauf, den Museumsbetrieb und die Sammelaktion mit Karten - nicht zu vergessen auch die Spenden unserer Mitglieder - konnten gute Erträge erzielt werden. Der Ertragsüberschuss ist erfreulich, doch erfordern die Restaurierungsarbeiten, ein eventueller Umzug des Archives sowie die nun langsam dringliche Erneuerung der Ausstellung auch in Zukunft erhebliche Mittel. Details finden Sie im Finanzbericht.

Das Ressort Museumsdienst beschäftigte sich mit dem Unterhalt von Depot und Anlagen, weiter mit dem Reservematerial und der technischen Sammlung. Der Bereich Reisen und Veranstaltungen ist in den Protokollen beschrieben. Im Bereich Archiv wurden wiederum verschiedene Anfragen mündlich und schriftlich beantwortet. Auch 1998 durfte das Archiv wieder grössere Schenkungen entgegennehmen: Original Anstellungsvertrag für Kutscher aus der «Rösslitramzeit» von Ernst Käser. Diverse Fotos, Zeitschriften, Dokumente und Tram-Exponate unseres verstorbenen Mitgliedes Theo Maag vermachte Frau Maia Maag dem TMZ-Archiv. Hans Nebel überliess uns eine grössere Anzahl von Fotoalben, Büchern und Ansichtskarten, während Fritz Stäuble dem Archiv seine wertvolle Sammlung von Negativen über historische Tram-Motive aus Zürich und dem Zürcher Oberland schenkte. Weitere Donatoren sind:

Siegtried Bachmann, Eduard Belser, Hans Bölsterli, Herbert Brühlmann, Frau Lotti Christen, Paul Eggspühler, Paul Huber, Willy Keller, Dr. iur. Beat Kleiner, Karl Korhummel, Matthias Lernans, Karl Lüssi, Robert Madel, Klaus Pabst (München), Hans Rindlisbacher, Fredy Schneider, Frau Doris Seitz, H. Triaca-Baumgartner, Frau Ruth Trüb, Armin Wetter, Freunde des Münchner Trambahnmuseums, Stuttgarter historische Strassenbahn.

Darüber hinaus konnten, wie gewohnt, laufend Fotos über das aktuelle Geschehen auf dem VBZ-Netz von Jörg Trachsel erworben werden. Allen diesen Personen und Stellen dankt der Verein für die geschenkweise überlassenen Archivalien. Dar Dank gilt auch Margrit und Josef Balen für die stete Hilfsbereitschaft bei anstehenden Transporten. Die Platzreserven des Archivs gehen langsam zur Neige, sodass die Suche nach geeigneten und günstigen Räumen an die Hand genommen wurde. Die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur (Compactus-Anlage) wird einige Investitionen erfordern.

Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit informierte die Mitglieder mit drei Ausgaben der TMZ-Revue. Dank Information der Medien war das Tram-Museum in den verschiedenen Veranstaltungskalendern stets präsent. Der Internet-Auftritt erhielt einige Aktualisierungen. Die Medienorientierung und der darauf folgende Publikumsanlass in der Museumswerkstätte (TMZ-Revue 2/98) darf als voller Erfolg gewertet werden. Werbung für das Museum fand unter anderem in der Broschüre Schweizer Ferien mit Dampf statt, weiter in einer Publikation über Stadtbahnen des VCS. Seit Herbst 1997 laufen die Arbeiten an einem VHS-Video über das Tram-Museum, welches in professioneller Qualität im Sommer 1999 erscheinen wird. Besondere Beziehungen zu verschiedensten Seiten ermöglichten dem TMZ als nonprofit Organisation das ambitiöse Vorhaben zu vernünftigen Bedingungen anzupacken. Mit der Wahl eines anderen Mediums hoffen wir weitere Kreise ansprechen zu können. Die Publikationen der Reihe «Mitteilungsblatt» sollen nicht aufgeheben werden.

Schlusswort

Wenn auch im Gegensatz zum Vorjahr keine spektakulären öffentlichen Anlässe zu verzeichnen waren, im Tram-Museum wurde 1998 viel und gute Arbeit geleistet. Ehrenamtlich notabene! Besondere Aufmerksamkeit wird auch in Zukunft das Halten und der Ausbau des Mitgliederbestandes erfordern sowie die nicht einfache Gewinnung aktiver Mitglieder und die Sicherung der nötigen Finanzen. Durch Kooperation mit Partnern des «Ergänzenden Arbeitsmarktes» konnten zu vertretbaren Kosten Leistungen «eingekauft» werden, welche aus eigenen Kräften nur in ungleich längerer Zeit erbringen gewesen wären. In Medien und Öffentlichkeit hatte das Tram-Museum eine unverändert gute Resonanz und genoss viele Sympathien. Ein grosses Kapital, welches sicher helfen wird, auch in Zukunft unsere Aufgaben weiterhin erfolgreich wahrnehmen zu können! An dieser Stelle möchten wir noch die gute und enge Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Zürich sowie verschiedenen Amtsstellen verdanken. Schliesslich durfte das Tram-Museum auf die Unterstützung vieler Unternehmen und privater Gönner zählen.

Wir möchten Ihnen allen dafür danken, dass Sie gemeinsam mit uns für den Erhalt eines typischen Stückes Zürich sorgen!

Martin Schnider

Nach oben

Letzte Änderungen: 30.08.2006


Skizze Tramzug

Home

Copyright © 1997 - 2003    Verein Tram-Museum Zürich

Counter Besucher online