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Vevey - Montreux - Chillon (VMC), 1888 - 1912

Vevey - Montreux Chillon - Villeneuve (VMCV), 1913 - 1958


Betriebseröffnung: 06.06.1888 Vevey Plan - Territet Bahnübergang (8'951 m)
16.09.1888 Territet - Chillon (1'423 m)
Übernahme: 01.01.1913 Chillon - Bryon - Villeneuve (CBV) (2'575 m)
Betriebsumstellung: 1913 von Gleichstrom 480 V (Schlitzfahrleitung) auf 600 V
Betriebseinstellung: 23.04.1952 Territet - Villeneuve (4'157 m)

1956

Territet - Montreux Place Marché (1'196 m)
08.07.1957 Clarens Dépot - Montreux Place Marché (2'070 m)
05.01.1958 Entre-deux-Villes - Clarens Dépot
19.01.1958 Vevey - Entre-deux-Villes

Die erste elektrische Bahn der Schweiz, Beschreibung:

Diese Bahn, welche wohl zu den ältesten der Schweiz zu zählen ist (erste elektrische Bahn der Schweiz), hat eine Betriebslänge von 10,49 km. Die Spurweite beträgt 1 m. Die Schienen, Type MARSILLON, werden jetzt nach und nach durch Phönixschienen 14b ersetzt, von denen der Laufmeter komplettes Geleise 101,4 kg wiegt. Der Unterbau ist aus Beton hergestellt.

Die grösste Steigung ist 34,8 ‰ auf einer Länge von 257 m. Die Zahl der Weichen beträgt 14, ihre mittlere Länge 58 m, ihr kleinster Kurvenhalbmesser 35 m. Es kamen durchweg selbsttätige Zungenweichen zur Verlegung.

Die Stromzuführung zu den Wagen erfolgt durch eine Luftleitung, System SIEMENS. welche durch zwei 6,2 m über Schienenoberkante aufgehängte Kupferröhren mit nach unten liegendem Schlitz gebildet wird. Die Kupferröhren werden von Stahlseilen getragen, welche isoliert auf gusseisernen Mastenauslegern befestigt sind.

Um ein gegenseitiges Berühren der Kupferröhren zu verhindern, wurden sie in den Geraden alle 6 m, in den Kurven alle 3 m durch Distanzstücke festgelegt. Der äussere Durchmesser der Röhren schwankt zwischen 20 - 25 mm, der lichte Durchmesser beträgt 15 mm.

Die Stromzuführung erfolgt von dem in Montreux befindlichen Elektrizitätswerke durch zwei Kabel von je 300 mm² Querschnitt, welche bei km 8 angeschlossen sind.

Zur Erzeugung des Betriebsstromes dienen zwei hydro-elektrische Gruppen von je 120 PS., welche bei 450m minütlichen Umdrehungen Gleichstrom von 450 Volt und 180 Ampere erzeugen.

Zur Unterstützung dieser Maschinen ist eine aus 246 TUDOR-Elementen bestehende Pufferbatterie von 175 Amperestunden Kapazität vorgesehen.

Der in den Röhren schleifende Stromabnehmer steht durch ein isoliertes Kupferkabel, welches durch Stahldraht widerstandsfähiger gemacht ist, mit den Wagen in Verbindung.

Die Wagen (15 Imperialwagen und 8 gewöhnliche Wagen) haben eine Länge von 6,1 und 6,7 m, eine Breite von 1,75 m. Ihr Gewicht beträgt 3,5 - 4,7 t. Die Wagen sind zweiachsig und mit einem 25 PS Motor ausgerüstet.


VMC Wagen Ce1/2 Zwischen 188 und 1890 wurden die Wagen Ce 1/2 1 - 15 von SIG / VMC gebaut. Sie hatten: 12 Sitzplätze unten und 8 oben, 15 PS, Achsstand 2 m.

1913 wurde mit der Umstellung auf 600 V Fahrleitungsspannung alle wagen ausrangiert.

  • Nr. 4:  wurde in Vevey remisiert; 1950 hergerichtet mit Motor ex TL für Einsatz auf VMCV!; 1943 abgestellt im VBZ Depot Oerlikon; nach Revision in Ursprungszustand im SBB Depot Meiringen 1959 in VHS.
  • Nr. 10: wurde in Bex remisiert (ohne el. Ausrüstung), 1943 abgestellt im VBZ Depot Oerlikon; nach Umbau bei der SIG zum StStZ C 27 1959 an VHS.

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Letzte Änderungen: 10.10.03


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