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Im Jahre 1939 fand in Zürich die Schweiz. Landesausstellung statt. Schon vor Eröffnung dieser Veranstaltung stellte die StStZ weitgehende Studien über den zu erwartenden grossen Verkehr an. Tatsächlich übertraf ja dann auch die Besucherzahl von über 10'000'000 von Mai bis Oktober die Schätzungen beträchtlich.
Der zusätzliche Verkehr stellte vor allem Probleme im grossen Personalbedarf. Kondukteurlosen Betrieb kannte man natürlich damals noch nicht und wäre mit dem Rollmaterial jener Jahre ja auch nicht durchführbar gewesen. Es lag daher nahe, Fahrzeuge mit grösserem Fassungsvermögen einzusetzen. Die damalige finanzielle Lage erlaubte es jedoch nicht die erforderliche Anzahl neuer Wagen anzuschaffen. Es lag daher nahe, die Lösung des Problems in der Verwendung des vorhandenen Rollmaterials zu suchen, was zum Gedanken führte, Zweiachswagen gelenkartig zusammenzubauen. Das Technische Büro der Zentralwerkstätte entwarf eine grosse Zahl von Varianten. Es blieb allerdings bei den Entwürfen, im technischen Detail wurden sie nicht näher studiert.
Nach abwägen aller Vor- und Nachteile zeigte es sich, dass eine Ausführung dieser Projekte nicht in Frage kommen konnte, wiesen doch ein grosser Teil der dafür vorgesehenen Wagen ein Alter von vierzig und mehr Jahren auf, in zum Teil nicht mehr besonders gutem baulichen Zustand. Die dafür aufgewendeten Kosten wären in keinem Verhältnis zum Gewinn gestanden.
Die aus Zweiachsern zusammengebauten Wagenteile hätten deren nicht besonders günstige Laufeigenschaften beibehalten, ausserdem würden diese Fahrzeuge zu zusätzlichen SchIingerbewegungen geneigt haben. Die Anpassung der elektrischen Ausrüstung hätte ebenfalls ihre besonderen Konsequenzen gehabt.
So entschloss sich die Städtische Strassenbahn, nach Prüfung des ganzen Fragenkomplexes den zusätzlichen Landesausstellungsbetrieb mit dem vorhandenen Rollmaterial durchzuführen.
Die fälligen Wagenrevisionen wurden möglichst alle vor Eröffnung der "Landi" vorgenommen, damit ein grosser Teil des Werkstattpersonals während der Ausstellungsdauer im Fahrdienst eingesetzt werden konnte. Die Hoffnung, die beiden bestellten Dreiachser Ce 2/3 31 und 32 für den Landiverkehr einzusetzen ging leider nicht in Erfüllung; ihre Ablieferung erfolgte erst Ende 1939 bezw. Anfang 1940.
J. Balen
Eine Auswahl der Projekte. Die Projekte A - D wurden im Oktober 1936 näher geprüft. Die Projekte 1 - 4 wurden vorgängig im August 1936 geprüft.
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Projekt A:Je zwei Motorwagen der Serie Ce 2/2 85 - 142 sollten zu Einrichtungs-Gelenkwagen
zusammengebaut werden. Wobei die Motoren des hinteren Wagens über den
Kontroller des vorderen Wagens gesteuert worden wären. Die Wagen wären mit
Luftbremse versehen worden. |
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Loislhat versucht, die damalige Variante A nachzuskizzieren, bezweckungsweise sie
so darzustellen, wie sie ausgesehen hätte, wenn sie realisiert worden wäre. Der zusammengesetzte Gelenkzug mit Anhänger hätte "nur" 3 Mann zur Bedienung erfordert. |
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Projekt B:Dieses Projekt entspricht weitgehend dem Projekt A, jedoch insbesondere ohne Luftbremse. Ob das auf Bergstrecken überhaupt ginge? |
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Projekt C:Umbau der Motorwagen Ce 2/2 70 - 84 zu Anhängern mit grösseren geschlossenen Plattformen. |
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Projekt D:Wie Projekt C, jedoch zusätzlich mit Luftbremse und Übergangstüren versehen. Die Idee war, dass dadurch ein Kondukteur zwei Wagen bedienen könnte. Die Türe war nicht für die Passagiere vorgesehen. |
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Projekt E:Umbau der Motorwagen der Serie Ce 2/2 85 - 142 zum Einrichtungswagen mit Übergangstüren zum Anhänger. Der Anhänger hätte dem Projekt D entsprochen. |
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Projekt 1:Vorprojekt zum Projekt A, jedoch noch ohne Pantograf. |
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Projekt 2:Das Projekt ist unklar. Motorwagen mit Packham-Untergestell und vier Seitenfenstern gab es nie. |
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Projekt 3:Vorprojekt zum Projekt B. |
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Projekt 4:Vorprojekt zum Projekt C. |
Letzte Änderungen: 10.10.03
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