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Die Forchbahn (FB), seit 1912 |
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| Betriebseröffnung: | 27.11.1912 | Rehalp - Esslingen |
Eng mit den Verkehrsbetrieben Zürich verbunden ist die Forchbahn. Die StStZ bzw. VBZ führen den Betrieb seit der Eröffnung 1912. Auch der Grossunterhalt von Anlagen und Fahrzeugen erfolgt unter Leitung und zum Teil in den Werkstätten der VBZ. Die 16 km lange Überlandbahn verkehrt auf gut 3 km auf den Gleisen der VBZ vom Ausgangsbahnhof Zürich Stadelhofen bis Rehalp. Ab dort besitzt die einst völlig in der Strasse verkehrende FB ein auf weiten Strecken doppelspuriges Eigentrassee, das im Gebiet Zumikon und Forch in zwei Tunnels verläuft. Es weist Steigungen bis 69 ‰ auf. Die Fahrdrahtspannung beträgt 1200 V. Bis 1949 bestand an der (heute nicht mehr bestehenden) alten Endstation Esslingen Anschluss an die Uster-Oetwil- und damit an die Wetzikon-Meilen-Bahn. Mit diesen beiden Bahnen wurden in bescheidenem Rahmen Fahrzeuge ausgetauscht; der Güterverkehr der FB wickelte sich zum Teil über die UOe - Uster ab. Nach der Umstellung der UOe und WMB auf Autobusbetrieb konzentrierte sich der Güterverkehr von und nach den SBB auf den Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen. Daneben gab es Milchtransporte über das Tramnetz nach der Gessnerallee. 1966 war der Güterverkehr zu Ende, einige Jahre später auch die Posttransporte auf der Schiene. Seither ist die FB ein reines Personentransportunternehmen.
Eine Umstellung auch der FB stand zur Diskussion; ein Probebetrieb mit Autobussen 1950 befriedigte indessen absolut nicht, worauf sich Kanton und Gemeinden zu einer durchgreifenden, in Etappen ausgeführten Erneuerung und Modernisierung zusammenfanden. Eine weitere technische und betriebliche Anbindung an die VBZ ist bis jetzt unterblieben, steht aber immer wieder zur Diskussion. Seit der Eröffnung der S-Bahn hat sich der Verkehr teilweise über Esslingen - Uster - Zürichberglinie der SBB verlagert; ein Ausbau der FB über Esslingen hinaus wurde schon verschiedentlich erörtert, scheint sich aber in absehbarer Zeit nicht zu konkretisieren. Ebenso wenig lässt sich die Einführung der zu langen und zu breiten FB - Züge in die Innenstadt oder zum Hauptbahnhof Zürich realisieren. Nebst dem Alltagsverkehr dient die FB seit der Eröffnung auch dem Freizeitverkehr ins Wandergebiet Forch - Pfannenstiel - Greifensee. Ein historischer Zweiachszug von 1912 und Extrafahrten mit neueren Fahrzeugen (auf Wunsch auch mit Start oder Ziel auf dem übrigen VBZ-Netz) gehören zum Angebot der in den letzten Jahren vermehrt in der Öffentlichkeit auftretenden «Vorzugslinie».
H. Waldburger
Zwischen 1951 und 1959 wurde die Forchbahn so ausgebaut, dass durch die Trennung von der Strasse die gegenseitige Gefährdung und Beeinträchtigung grösstenteils der Vergangenheit angehörten - Einzig im Stadtgebiet von Zürich, wo die FB die VBZ-Strecke Rehalp - Stadelhofen mitbenutzt. fährt sie auf der Strasse. Ab 1959 wurde auch neues Rollmaterial für einen 30-Minuten-Takt in Betrieb genommen. Es handelte sich um die sechs BDe 4/4 11 - 16 sowie um die acht Steuerwagen 101-108.
1970 war ein weiterer Markstein: Das neue Depot Forch kam in Betrieb. Damit war der Platzbedarf auf Jahre hinaus gedeckt. Die Stationsanlage durfte sich sehen lassen. Zugleich erhielt die FB ihren ersten Tunnel (282 m) Richtung Scheuren.
1976 war der nächste Markstein: Die neue doppelspurige Tunnelstrecke unter der alten Forchstrasse zwischen Fadacher und Neue Forch wurde fertig. Auf Verlangen der Gemeinde Zumikon verlängerte man den vorgesehenen Tunnel, so dass nun 1758 m unterirdisch befahren werden. Damit und durch viele andere Bemühungen wurden unzählige Niveauübergänge hinfällig. Fortan wurde an Doppelspurverlängerungen gearbeitet: Mit der Inbetriebnahme des Abschnittes Zollikerberg - Waltikon konnte 1979 die stadtseitige Rampe durchgehend doppelspurig befahren werden.
Für viele Stadtzürcher unbemerkt wurde in Esslingen eine total neue Stationsanlage gebaut und in Betrieb genommen. Sie ersetzt die alte Stationsanlage mit ihren zwei Stumpengleisen beim Restaurant Bahnhof. Vorbei ist es mit dem «Um die Häuser Kurven» in Esslingen, dem gefährlichen und umständlichen Umsteigen auf die VZO, den Nachfolger der Uster-Oetwil-Bahn. Damit wurde allerdings die Forchbahn um einige Meter kürzer, was der 16 km langen Bahn aber sicher nicht wehtut.
Die neue dreigleisige Anlage mit Gleislängen von bis zu 150 m gestattet mit ihrer über ca. 100 m gedeckten Perronlänge ein direktes Umsteigen auf die VZO-Busse sowie ein geschütztes Abstellen ganzer Kompositionen. Mit einem Gleiswechsel von Gleis 2 nach Gleis 3 können auch ohne Probleme Nostalgiezüge umsetzen. Die Einweihung der im März ohne grosses Aufheben in Betrieb genommenen Station fand mit einem Volksfest statt.
Angetönt wurde, dass die FB-Fahrzeuge unter 600 V und 1200 V = verkehren. Die Umstellung findet in der Rehalp, dem Endpunkt der VBZ-Linie 11, statt. Bergwärts fahrende FB-Züge fahren mit 600 V = in die in einer Steigung von ca. 50 Promille liegende Haltestelle mit speziell umschaltbarem Fahrleitungsabschnitt ein. Nach dem Anhalten wird die Fahrleitung von 600 V = auf 1200 V = umgeschaltet. Dem einfahrenden Wagenführer wird die Weiterfahrt durch ein rot leuchtendes Signal mit der Ziffer 6 verboten, erst die gelb leuchtende 12 gibt die Berechtigung zum Abfahren. Nach Wegfahren des Zuges schaltet sich die Anlage selbständig wieder auf 600 V = zurück. Bei der Talfahrt braucht es keine solche Anlage.
Weiter wurde bei der Forchbahn durch die Firma Integra ein Linienleiter zwischen Zollikerberg und Egg verlegt. Dessen Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 1995 und erhöht vor allem in Spitzenzeiten die Sicherheit und die Flexibilität.
U. Nötzli
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Fotos: M. Kurz |
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Fotos: M. Kurz |
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1968 ist der Wagen 3 für den Schneeräumungsdienst eingerichtet worden, da der Wagen Xe 2/2 51 ausschied (heute ZOS Ce 2/2 1). |
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Anlässlich der Revision 1963, erhielt er eine neue Stirnbeleuchtung mit drei Lampen. Die Kupplung der neuen Charmilles-Bremse geschieht automatisch, so dass die Bremsschläuche entfernt werden konnten. |
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Die Wagen C 11 - 15 wurden Ende 1953 zu 111 - 115 umnummeriert. 1968 sind die Wagen 111, 112, 114 und 115 ausrangiert worden. Der Wagen 112 ging an das Tram Museum Zürich. |
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1959 lieferte die SWS / MFO den ersten Steuerwagen Bt 101 mit einem Stahlwagenkasten. Die
nachfolgenden, äusserlich gleichen, Steuerwagen Bt 102 - 108 sind mit
Aluminiumwagenkästen versehen. Durch das hohe Eigengewicht von 19,5 t kann ein Motorwagen keinen weiteren Anhänger befördern. Bei den nachfolgenden Wagen Bt 102 - 108 beträgt das Gewicht nur 10,6 t, wodurch es möglich ist mit einem Motorwagen zwei Steuerwagen zu ziehen / stossen. Der Wagen ist / war Vielfachsteuerbar mit den Motorwagen BDe 4/4 9 + 10, 11 - 16. Der Wagen ist abgestellt und nicht mehr betriebstüchtig (neue Zugsicherung fehlt). Foto: M. Kurz, Stadelhofen |
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1957 übernahm die Forchbahn die beiden VBZ Wagen 501 und 502 und
bezeichnete sie mit B2 116 und 117. Die beiden Wagen, die
schon früher für regelmässige Sonntags-Aushilfe auf der Forchbahn mit den
Brems- und Signalausrüstungen der FB versehen waren, waren schon seit
einigen Monaten wegen Verkehrszuwachses Mietweise im Betrieb der FB. Der Wagen B 116 ex VBZ 501 Foto: E. Christen, 1962 |
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Foto: R. Butz |
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Die Wagen B 118 (ex TL 161) und 119 (ex TL 162) wurden 1962 von der eingestellten Strassenbahn in Lausanne gekauft
und umgebaut bereits Ende 1962 eingesetzt. Sie stammen aus der Serie C4 161 - 165. Drei Wagen gingen direkt zur Trogenerbahn (B4 12 - 14), der Wagen 118 folgte von der FB erst am 16.05.1969 zur Trogenerbahn (B 11). Die Wagen entstanden durch mehrere Umbauten, haben aber eigentlich das Baujahr 1954. Foto: M. Kurz |
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Der B 119 am 18.07.1981 in der Station Forch. Foto: J. Lüthard |
Letzte Änderungen: 11.10.03
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