Stadtkultur er - f a h r e n . . . |
![]() |
| Aktuell | Infos für Gäste | Museums-Linie | Tram - Shop | Sammlung | Zeitreise | |
| Züri - Bus | Loisl - Galerie | Wir über uns... | Rückspiegel | Gästebuch | Links | |
| Inhalt | E - Mail | |||||
Am selben Standort wie das nachfolgende Tramdepot, stand von 1882 bis 1900 das Pferdebahndepot. Darüber sind keinerlei nähere Angaben erhalten geblieben, wie zum Beispiel Fotos, Pläne oder Baubeschreibungen.
Aus dem 1902 erschienenen "Bericht über den Umbau der Zürcher Pferdebahn" entnehmen wir:
Das an der Badenerstrasse gelegene Terrain des alten Pferdebahndepot ist zwischen diese Strasse, mit einigen an derselben stehenden Häusern und die linksufrige Zürichseebahn eingezwängt, südlich von der Kalkbreitestrasse begrenzt. Da die Bahnlinie in nicht zu ferner Zeit gehoben oder gesenkt werden wird und die Übergänge der Kalkbreitestrasse und der Badenerstrasse bei diesem Anlasse korrigiert und eventuell in ihrer Höhenlage beeinflusst werden, so schien es angezeigt, die Abzweigung von der Linie in der Badenerstrasse tunlichst weit von diesen Übergängen abliegend zu wählen, wodurch, bei möglichster Ausnützung des teuren Bodens,. die eigenartige Gestaltung des Wagenschuppens sich ergab.
Dreizehn Geleise haben, je in Gruppen zu zweien, bezw. dreien, verschiedene Länge, während ein 14. Geleise nur vermittelst einer Weiche im Innern des Gebäudes erreicht werden, kann. Die Gesamtgeleiselänge beträgt 435 m, von denen 159 m über einer grossen Arbeitsgrube liegen. Es bietet die Remise Raum für 48 Wagen von 8 m Länge.
Gegen die Kalkbreitestrasse zu liegt der Werkstättenraum (110 m2), in welchem der Dampfkessel für die Beheizung der Remise untergebracht ist, sowie ein Magazinraum von 90 m2 Bodenfläche. Die Werkstatt ist mit einer festen Esse, einem Amboss, einer Handbohrmaschine und einer Werkbank mit 4 Schraubstöcken ausgerüstet und dient zur Vornahme der kleineren Arbeiten, welche sich bei der täglichen Untersuchung der Wagen ,als nötig erweisen und nicht die Zuweisung derselben an die Hauptwerkstätte angezeigt erscheinen lassen.
An die Remise angebaut ist ein Dienstgebäude, das die gleichen Räume enthält wie dasjenige im Seefeld, nur befindet sich hier das Badezimmer im ersten Stockwerk und wurde, da die Nahe des Sees hier nicht wie dort vermehrte Gelegenheit zum Baden im Sommer bietet, ein besonderer Raum mit drei Brausebadern erstellt, die während der heissen Jahreszeit vom Personal gerne benutzt werden.
Die gesamte überbaute Fläche beträgt 2050 m2, und es haben die Baukosten Fr. 179'089 betragen, d. h. per m2 Fr. 87.16.
Für spätere Vergrösserung dieser Depotanlage steht noch ein Grundstück von 2100 m2 zur Verfügung.
![]() |
Grundriss der ursprünglichen Depotanlage. |
![]() |
Die ganze Anlage am 11.04.1914 im Ursprungszustand. Am Dienstgebäude die bei den Depots üblicherweise vorhandene Uhr. |
![]() |
Die bis 1916 verwendeten Trolleystromabnehmer erforderten einen durchgehenden Fahrdraht.
Bei den Depottoren wurde die abgebildete sinnreiche Konstruktion verwendet. Der bewegbare Teil war aus Holz federnd aufgehängt, so dass er die Fahrleitungslücke bei offenem Tor automatisch schloss. Dieses isolierte Teilstück musste mit Schwung durchfahren werden. |
![]() |
Im Sommer 1979 wurde die Wagenhalle abgebrochen. Sie war baufällig, das Dach war nicht mehr dicht, die Elektroinstallationen nur noch teilweise funktionstüchtig, die Tore in absolut desolatem Zustand. Zudem war das Depot, bedingt durch die engen Tore, nicht mit den "Karpfenwagen " und dem Tram 2000 befahrbar. Der Abbruch und die Nutzung nur noch als Abstellanlage war die beste Lösung. Foto: J. Lüthard |
Letzte Änderungen: 13.10.03
|
Copyright © 1997 - 2003 Verein Tram-Museum Zürich |
|