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Das Tramdepot Möslistrasse

Aus dem 1902 erschienenen "Bericht über den Umbau der Zürcher Pferdebahn" entnehmen wir:

Anlage an der Mutschellenstrasse.

Wie schon erwähnt, gehört diese kleinere Remisenanlage eigentlich nicht zum Umbau der Pferdebahn und wurde dieselbe auch nicht mit den daherigen Ausgaben verrechnet, da sie aber zum Teil von Wagen, welche auf der umgebauten Linie verkehren, mitbenützt wird, so wird dieselbe hier ebenfalls kurz beschrieben. Das Grundstück in der Grösse von 5913,2 m2 wurde zum Preise von Fr. 38'353 erworben und verlangte die Planierung desselben, da es eine starke Vertiefung zeigte, wesentliche Materialtransporte. Der Wagenschuppen bietet bequem für 20 Wagen Platz, von denen die Hälfte auf der vorhandenen Putz- und Arbeitsgrube platziert werden kann. Er enthält vier Geleise von je 46 m Länge, von denen eines in die Werkstätte hineingeführt und 9,5 m länger ist. Die helle; hohe Werkstätte hat 75 m2 Bodenfläche und ist gleich ausgerüstet wie die kleine Werkstätte im Depot an der Badenerstrasse. Das Magazin hat 28,0 m2 Bodenfläche, was genügend erscheint, da diese Remise für ihren grösseren Bedarf auf das Hauptmagazin im Seefeld angewiesen ist, und darauf gehalten wird, dass in den Depots nur das absolut Notwendige an Gebrauchsmaterialien und Reservestücken vorhanden ist. Im Depot befindet sich noch ein Aufenthaltslokal für die Wagenreiniger, das zugleich auch die Gestelle zum Trocknen der Dienstmäntel enthält. Über diesem Raum und dem Magazin wurde das Personalzimmer, das Bureau des Abrechners und ein kleines Magazin für diesen platziert.

Die Gesamtbaukosten incl. Umgebungsarbeiten haben Fr. 73'495 betragen, was bei 948 m2 überbauter Fläche per m2 Fr. 71.52 ausmacht.

Der erworbene Landkomplex gestattet eine spätere Verdoppelung der Anlage und die Erstellung eines besonderen Dienstgebäudes.

Das Depot kurz nach der Inbetriebnahme 1900.
An der Depotfassade sind drei elektrische und eine Gaslampe zu erkennen.
Im heruntergelassenen Wellblechtor ist eine Türe eingebaut. Zum heraufkurbeln des Tores musste zuerst der Türrahmen aus dem Blechtor ausgeschwenkt werden. Diese Art von Türen existierte bei mehreren Depots.
Im Sommer 1973, das Gebäude diente noch einer privaten Firma als Bauhof.
Seit 1974 stehen hier ein paar Wohnhäuser.

Foto: J. Lüthard

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Letzte Änderungen: 13.10.03


Skizze Tramzug

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