Stadtkultur er - f a h r e n . . . |
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Durch die Beschlüsse des Regierungsrates vom 14. Juni und des Bundesrates vom 13. August
1919 wurden die kantonale und die eidgenössische Konzession auf folgende Linien
ausgedehnt:
- vom Bahnhofquai über die Walchebrücke und die
Walchestrasse bis zum Anschluss an die Linie der Strassenbahn Zürich - Örlikon - Seebach beim Stampfenbachplatz
- von der Universität- durch die Winterthurer- bis zur Irchelstrasse
- von der Badener- durch die Albisrieder- und Dennlerstrasse bis zur Post in Albisrieden
- von der Kirche Fluntern durch die Kraft- und Krähbühl- bis zur Dreiwiesenstrasse
- von der Weinberg- durch die projektierte Hofwiesen- und Waidstrasse bis zum künftigen Spitalplatz
- vom Klusplatz durch die Witikonerstrasse bis zum Kapf
- von der Forch- durch die projektierte Drahtzug- und Bleulerstrasse bis zur Stadtgrenze
- vom Heuried durch die Birmensdorferstrasse bis zum Triemli Albirieden
Dazu folgendes:
- Mit dem Bau dieser Linie wurde am 18. August begonnen, nachdem die Anlagen am Bahnhofquai
und auf der Walchebrücke schon im Jahre 1913 erstellt worden waren. Vom 15.
Oktober 1919 an erfolgte das Befahren durch die Strassenbahn Zürich - Oerlikon
- Seebach, die nach Erstellung dieser Linie konzessionsgemäss verpflichtet
ist, zum Hauptbahnhof und von da zurück in die Stampfenbachstrasse zu fahren.
Ein besonderer Vertrag regelte die näheren Verhältnisse.
- Für den Bau dieser Linie hatte die Gemeinde am 28. September 1919 einen Kredit von
Fr. 750,000 bewilligt. Sie wurde am 25.08.1922 eröffnet.
- Baubeginn diese Linie war am 16.10.1922, am 29.03.1923 wurde sie in Betrieb genommen.
Die Gemeinde Albisrieden bezahlte den Bau ab Stadtgrenze, danach viel sie an
die StStZ, die dafür für Betrieb und Unterhalt sorgen musste.
- Diese Verlängerung wurde am 01.08.1924 in Betrieb genommen. Erwähnenswert ist, am
09.03.1924 wurde per Volksabstimmung dazu ein Kredit von Fr. 663'000
bewilligt, am 12.03.1924 war Baubeginn und keine fünf Monate später war
die Linie in Betrieb!
Die Endstation hiess zuerst Allmend Fluntern, nach der Eröffnung des
zoologischen Gartens Zoo.
- Diese Linie wurde so nie realisiert. Mit Spitalplatz ist die Gegend vom heutigen
Stadtspital Weid gemeint. Die Hofwiesenstrasse wurde erst 1929 gebaut. 1930
kam die Strecke Schaffhauserplatz -
Hofwiesenstrasse - Bucheggplatz - Bahnhof Oerlikon in Betrieb. So wurde
zumindest ein Teil dieser Strecke realisiert.
In späteren Jahren war geplant, die Buslinie Bucheggplatz - Stadtspital Weid -
ETH Hönggerberg auf Trolleybus umzustellen. Davon zeugen noch heute die
vielen, zum Teil gar nicht benötigten, stark überdimensionierten
Strassenbeleuchtungsmasten die vorsorglich auch als Fahrleitungsmasten
aufgestellt wurden.
Ein analoges Verfahren für Tramschienen findet sich in Zürich nicht!
- Eine Tramlinie Richtung Witikon befindet sich noch heute in der "langfristigen Planung".
Einige erfolglose Anläufe dazu wurden unternommen.
Durch die schlechte Erschliessung von Witikon bedingt, ist der Klusplatz heute
die einzige Endstation die von drei Tramlinien angefahren wird, um so die
Umsteigezahl zu minimieren.
Die Planung bis zum Kapf, sah lediglich eine Verlängerung von circa 500 Metern
vor, also bis vor die Kurve vor dem Wildbachtobel.
- Diese Strecke entspricht in etwa der heutigen Buslinie 77. Davon wurde nichts realisiert.
- Die Verlängerung ins Triemli erfolgte 1926.
Eigentlich am beachtenswertesten ist, wie viele Linien geplant waren und auch innert wenigen
Jahren realisiert wurden! Ein Tempo, dass heute in Zürich bei weitem nicht mehr
erreicht wird.
Nebenbei stellt sich beiläufig die Frage nach dem technischen Fortschritt, denn
heute wird nicht schneller gebaut.
Letzte Änderungen:
29.09.03
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