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Die Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ), seit 1896

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Betriebseröffnungen: 24.12.1898 Hauptbahnhof - Heuried (2.562 km)
14.01.1899 Bellevue - Quaibrücke - Bürkliplatz - Paradeplatz (0.654 km)
14.01.1899 Bürkliplatz - Bahnhof Enge
14.01.1899 Kreuzplatz - Zeltweg - Pfauen (Kunsthaus) - Hirschengraben - Leonhardsplatz (Central) (1.56 km)
06.10.1900 Bahnübergang Enge - Utobrücke (0.859 km)
25.10.1900 Enge (Brunaustrasse) - Morgental (1.65 km)
20.12.1900 Bahnübergang Marienstrasse (bei der Kalckbreite) - Stadtgrenze (Letzigraben) (0.802 km)
01.01.1903 Übernahme der Industriequartier Strassenbahn
01.01.1906 Übernahme der Zentralen Zürichbergbahn
09.10.1906 Leonhardplatz (Central) - Haldenegg - Universitätsstrasse (0.905 km)
28.07.1907 Utobrücke - Bahnübergang Sihltalbahn (Anschluss Albisgütlibahn) (0.262 km)
  Übernahme der ZH Strecke Escher-Wyss-Platz - Wipkingen
01.08.1908 Wipkingen - Nordbrücke (0.453 km)
01.05.1909 Haldenegg - Schaffhauserplatz (1.399 km)
01.01.1910 Kaserne - Militärstrasse - Schöneggplatz - Feldstrasse - Stauffacherstrasse - Helvetiaplatz - Stauffacher - Werdstrasse (2.078 km)
01.05.1910 Werdstrasse - Bahnhof Selnau - Stockerstrasse
01.05.1910 Wiedereröffnung der Strecke über die Münsterbrücke
01.06.1911 Römerhof - Klusplatz (0.641 km)
21.05.1912 Burgwies - Rehalp (1.353 km)
01.10.1912 Dienstgleis Badenerstrasse - Birmensdorferstrasse durch die Elisabethenstrasse
01.01.1913 Übernahme der ZH Strecke Wipkingen - Grenzstein Höngg
01.05.1914 Verbindungsgeleis Uraniastrasse (0.359 km)
26.06.1914 Neue Lienienführung über Stauffacher, anstelle Werdstrasse (0.338 km)
15.10.1919 Bahnhofquai - Walchebrücke - Stampfenbachstrasse (0.354 km), ZOS zum B'hofquai
25.08.1922 Seilbahn Rigiviertel - Irchelstrasse (1.297 km)
29.03.1923 Albisriederplatz - Albisrieden (2.300 km)
01.01.1924 Übernahme der restlichen ZH Strecke Grenzstein Höngg - Wartau
01.08.1924 Kirche Fluntern - Allmend Fluntern (Zoo) (1.590 km)
01.07.1925 Übernahme der AGB
01.08.1926 Albisgütli (Strassenverkehrsamt) - Schützenhaus (Albisgütli)
18.12.1926 Heuried - Triemli (1.023 km)
22.04.1927 Feldstrasse - Hardplatz (0.803 km)
25.05.1927 alter - neuer Bahnhof Enge (0.481 km)
01.07.1928 Morgental - Albisstrasse (Wollishofen) (0.543 km)
01.10.1930 Schaffhauserplatz - Hofwiesenstrasse - Oerlikon (2.848 km)
01.10.1930 Escher-Wyss-Platz - Sportplatz Hardturm (1.515 km)
01.01.1931 Schleife Gessneralle (0.379 km)
16.08.1954 Wartau - Frankental (0.940 km)
18.12.1976 Sportplatz Hardturm - Werdhölzli (2.3 km)
12.11.1982 Irchelstrasse - Milchbuck (375 m)
01.02.1986 Milchbuck - Schwamendingen (2.65 km Tunnel)
Schwamendingen - Hirzenbach (1.82 km)
Schwamendingen  - Stettbach (1.98 km)
07.09.1998 Sternen Oerlikon - Messe
Betriebseinstellung: 01.05.1902 Helmhaus - Paradeplatz, die Strecke blieb jedoch betriebstüchtig
26.06.1914 Linienführung durch die Werdstrasse, neu via Stauffacher (-0.581 km)
01.07.1924 Helmhaus - Paradeplatz und Abbruch
15.03.1954 Kreuzplatz - Kunsthaus
Militärstrasse - Schöneggstrasse (Linie 1)
01.01.1956 Farbhof - Schlieren (Linie 2)
30.03.1964 Wipkingen - Nordbrücke
1988 Bahnhofstrasse - Limmatquai (seit Jahren nur Dienstgeleise)

Die Geschichte:

Mit der Eingemeindung von elf Aussengemeinden 1893 entstand «Gross-Zürich», wozu aber u. a. Altstetten, Höngg und Oerlikon noch nicht gehörten. Man war gewillt, eine konsequente Verkehrspolitik zu betreiben, wozu der Ausbau des Strassenbahnnetzes gehörte. Als erste Stadt Europas wurde 1894 mittels Volksabstimmung die Kommunalisierung des Trambetriebes beschlossen.

Auf 1. Juli 1896 begann der Betrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich (StStZ) mit der Übernahme der Elektrischen Strassenbahnen AG («Hottinger Tram»), nach deren Normalien der Weiterausbau an die Hand genommen wurde. Nur die allzu tief angelegte Fahrleitung wurde auf das Mass von rund 6 m korrigiert.

Auf 1. Januar 1897 konnte die «Zürcher Strassenbahn AG» übernommen werden, deren Normalspurnetz vorerst einen Fremdkörper darstellte, bis zwischen Juni und Oktober 1900 nach entsprechenden Vorbereitungen in einer Grossaktion die Umstellung auf Meterspur und elektrischen Betrieb erfolgen konnte. Für die damalige Zeit erforderte der Umbau den enormen Betrag von vier Millionen Franken. Die Pferdebahnwagen wurden noch während einigen Jahren umgespurt als Anhängewagen verwendet; einzelne Untergestelle waren bis in die Jahrhundertmitte bei Dienstwagen (teils bei anderen Bahnbetrieben) in Verwendung. Die anderweitig genutzten Stallungen im Seefeld sind etwa zur selben Zeit verschwunden.

Zielstrebig wurde der Weiterausbau im Kerngebiet vorangetrieben, der 1910 abgeschlossen war. Spätere Ausbauten betrafen bis 1954 lediglich Verlängerungen bestehender Linien. Erst 1976 erfolgte mit dem Bau der Eigentrasseestrecke Hardturm - Werdhölzli ein grösserer Linienneubau, dem 1986 die teils durch einen angefangenen U-Bahn-Tunnel verlaufenden Linien nach Schwamendingen folgten. Im Übrigen wurde das Netz bis 1931 durch die Übernahme der teils erst nach der Kommunalisierung noch der privaten Initiative überlassenen Strassenbahnlinien erweitert. Dabei wurden (aus heutiger Sicht bedauerlicherweise) die zugehörigen Linien ausserhalb der mit einer nochmaligen Eingemeindung erweiterten Stadt gelegenen Strecken teils etwas leichtfertig aufgegeben. Auf Stadtgebiet kam es trotz des starken Druckes während der Autoeuphorie in der Nachkriegszeit lediglich zu einer einzigen bedeutenderen Linieneinstellung, indem 1954 zusammen mit der letzten ausserhalb der Stadt gelegenen ehemaligen LSB-Strecke Farbhof - Schlieren die Linie 1 (HardpIatz - Kaserne - Hauptbahnhof - Kunsthaus - Kreuzplatz) aufgegeben wurde. Heute quälen sich die Trolleybusse der Linie 31 über die Strecke Hegibachplatz - Schlieren. Einige kurze Streckenabschnitte und Dienstgleise mussten Strassenausbauten geopfert werden.

Weitere um 1930 noch vorgesehene Linienausbauten unterblieben bzw. wurden als Autobuslinien verwirklicht. 1927 war der «Kraftwagenbetrieb der Städtischen Strassenbahn» eröffnet worden; 1939 folgte die erste Trolleybuslinie. Heute besteht das städtische Netz aus rund 110 km Trambahn, gut 50 km Trolleybus- und 75 km Autobuslinien. Dazu kommt ein Vorortsnetz, das im Zeichen des 1990 tätig gewordenen Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) nach jahrzehntelangem VBZ-Betrieb teilweise an andere Transportbeauftragte vergeben worden ist.

Auf allen Gebieten bemühte sich die Stadt Zürich stets, mit an der Spitze von in- und ausländischen Verkehrsbetrieben zu sein. Als Stichwörter seien etwa Betriebsleitstelle, neue Zentralwerkstätte, Beeinflussung der Verkehrsregelungsanlagen genannt. Auch die heute als Selbstverständlichkeit geltende «Fahrgastselbstbedienung» fand in Zürich recht früh Eingang.

Auf technischem Gebiet stellten die StStZ-Standards Vorbildfunktion für die übrigen einst zahlreichen Strassenbahnbetriebe der Schweiz und teils sogar für ausländische Trambahnen dar. Oft wurden Fahrzeuge nach hiesiger Bauart unverändert für andere Betriebe nachgebaut. Das stete Bemühen, durch laufende Neubeschaffungen auf der Höhe der Zeit (und den hierzulande hochgeschraubten Komfortansprüchen) zu bleiben, hatte zur Folge, dass frei werdende Fahrzeuge und Ersatzteile noch bei kleineren Betrieben Weiterverwendung fanden. Oft mit etwas Argwohn wird zur Kenntnis genommen, dass in Zürich längst verschwundene Tramwagen nicht nur im In- und benachbarten Ausland, sondern selbst in Nordkorea überleben. Desgleichen sind Zürcher Busse sogar in mehreren Erdteilen zu finden. Gebrauchte Tram-Triebmotoren, Kontroller usw. früherer StStZ-Bauarten finden sich bis auf den heutigen Tag bei auswärtigen Gleichstrombahnen.

Kein Wunder auch, dass die Fachdienste der VBZ häufig zu Rate gezogen werden, um bei anderen Verkehrsbetrieben im In- und Ausland nach passenden Lösungen für die allgegenwärtigen Verkehrsprobleme zu finden.

H. Waldburger

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Die durch die StStZ neu beschafften Tramwagen:

  Baujahr Ursprüngliche Nr. Bezeichnung Weitere Seiten
Motorwagen 1898 - 1901 Ce 2/2 57 - 84   Museumswagen Ce 2/2 57
1899 Ce 2/2 84    
1900 - 1901 Ce 2/2 85 - 126 Museumswagen Ce 2/2 102
1901 Ce 2/2 128 - 139  
1901 Ce 2/2 31 Sommerwagen  
1907 - 1909 Ce 2/2 149 - 193   Museumswagen Ce 2/2 176
1912 - 1913 Ce 2/2 194 - 216 Märlitram Be 2/2 1208
1915 Ce 2/2 217 - 236  
1919 Ce 2/2 241 - 260 Quersitzwagen  
1928 Ce 2/2 31 - 34 Schnellläufer  
1928 - 1929 Ce 2/2 1 - 20 Museumswagen Ce 2/2 2
1929 - 1931 Ce 4/4 301 - 350 Elefanten Museumswagen Ce 4/4 321
1939 Ce 2/3 31 + 32 Geissböcke Museumswagen Ce 2/3 32
1940 - 1945 Ce 4/4 351 - 370 Mittelschwere Motorwagen  
1947 - 1954 Ce 4/4 1371 - 1415 Museumswagen Ce 4/4 1392
1941 - 1946 Ce 4/4 401 - 418 Leichte Motorwagen  
1949 Ce 4/4 1651 + 1652  
1949 - 1952 Ce 4/4 1519 - 1550 Museumswagen Ce 4/4 1530
Anhänger 1909 - 1914 C 421 - 468 Längssitzwagen Museumswagen C 455
1915 - 1919 C 550 - 572  
1919 C 581 - 589 Quersitzwagen  
1925 C 590 - 619 Quersitzwagen Museumswagen C 626
1929 C 636 - 640  
1930 - 1931 C 631 - 710 Museumswagen C 687
1945 - 1953 C4 711 - 770   Museumswagen C4 732

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Letzte Änderungen: 28.09.03


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