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| Inhalt | E - Mail | |||||
| Betriebseröffnungen: | 05.09.1882 | Paradeplatz - Bahnhof - Hornbach (Seefeld) (4.3 km) |
| 24.09.1882 | Paradeplatz - Stockgasse (Enge) (1.678 km) | |
| 28.09.1882 | Helmhaus - Paradeplatz - Zentralfriedhof (Aussersihl) (2.629 km) | |
| 15.03.1894 | Hornbach (Seefeld) - Bahnhof Tiefenbrunnen (0.296 km | |
| Übernahme: | 31.12.1896 | an die StStZ |
| Einstellung: (vor Umspurung) |
05.08.1900 | Bahnhof - Bahnhof Tiefenbrunnen |
Während Genf bereits seit 1862 eine Pferdestrassenbahn besass, mussten sich die übrigen Schweizer Städte noch viele Jahre mit Pferdeomnibussen und Droschkendiensten behelfen. Die Genfer Gesellschaft bewarb sich 1876 u. a. in Zürich um die Erstellung eines Strassenbahnbetriebes, gleichfalls mit Pferdebetrieb. Die noch selbstständige Gemeinde Riesbach dagegen strebte zur gleichen Zeit den Bau einer dampfbetriebenen Schmalspurbahn von Tiefenbrunnen nach dem Hauptbahnhof an.
1881 bildete die Stadt Zürich (die damals erst die Altstadt umfasste) mit verschiedenen Vorortsgemeinden einen Strassenbahnverband, dem aber die Finanzierung eines Strassenbahnnetzes nicht gelang. Der Genfer Gesellschaft fehlte es nun am nötigen finanziellen Schnauf, so dass man schliesslich genötigt war, die englische Gesellschaft Meston & Co. beizuziehen. Am 25. März 1882 wurde die Zürcher Strassenbahn AG gegründet, deren siebenköpfiger Verwaltungsrat entsprechend den Konzessionsbestimmungen mehrheitlich aus Schweizer Bürgern zu bestehen hatte, weshalb die Geldgeber aus London nur mit drei Vertretern dabei waren. Schon am 3. September 1882 kam das «Rösslitram» vom Hauptbahnhof nach Tiefenbrunnen in Betrieb, gut drei Wochen später die beiden anderen Linien in die Enge und nach Aussersihl. Das damalige Zürcher Tramnetz führte somit durch ein halbes Dutzend eigenständige Gemeinden, die dann allerdings 1893 «eingemeindet» wurden.
Hatte die englische Gesellschaft terminmässig gute Arbeit geleistet, so war umso mehr die sparsame Ausführung zu bemängeln. Sowohl die Anzahl Wagen wie Ausweichen erwiesen sich als ungenügend. Auch in Bezug auf Taxen und technische sowie betriebliche Verbesserungen vermochte sich der Standpunkt des «Shareholder value» gegenüber den Interessen der Benützer meist durchzusetzen.
Im Rennen um die Konzession für weitere Linien hatte die ZStG das Nachsehen, da die übrigen Bewerber dem elektrischen Betrieb und der für die beengten Verhältnisse in Zürich günstigeren Schmalspur den Vorzug gaben. Damit war das «Rösslitram» mit seiner Normalspur ins Hintertreffen geraten. Erweitert wurde das Netz nur um die Doppelspur im Limmatquai und die Verlängerung zum 1894 eröffneten Bahnhof Tiefenbrunnen der Nordostbahn. Eine Umstellung auf Dampf-, später auch auf elektrischen Betrieb wurde mehrmals erwogen, aber aus finanziellen Gründen nicht realisiert. Nur gerade zu Probefahrten mit einer Akkumulatorenlokomotive aus der Maschinenfabrik Oerlikon kam es 1890.
1891 und 1894 erfolgte die einzige Erweiterung zum Anschluss der bis anhin am Hornbach endigenden Seefeldlinie bis zum Bahnhof Tiefenbrunnen. 1894 begannen Verhandlungen zwischen der Stadt Zürich und der Aktiengesellschaft, die auf den 31. Dezember 1896 zur Übernahme des inzwischen zum Exot unter den bereits in Betrieb stehenden oder im Entstehen begriffenen elektrischen Meterspurbetrieben gewordenen «Rösslitrams» durch die Stadt führten.
H. Waldburger
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Um 1894 das Rösslitramam Bellevue, allein auf weiter Fluhr. Das Gebäude hinten, das ehemalige Stadttheater. Foto: BAZ |
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Das Depot an der Seefeldstrasse 175. Es wurde 1960 abgerissen, nachdem es seit
den fünfziger Jahren einer Motorrad- und Fahradwerkstatt diente. Vor dem Depot war eine Drehscheibe. Über das zweite Depot in der Kalkbreite sind keine Bilder bekannt. Foto: BAZ |
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Wagen 27 der Serie 21 - 30, Baujahr 1897, Erbauer
SIG Das letzte Rössli - Tram, Bahnhof - Tiefenbrunnen am 05.08.1900. |
Letzte Änderungen: 12.10.03
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Copyright © 1997 - 2003 Verein Tram-Museum Zürich |
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