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Als der Autobus die Strassenbahn ergänzte

Aus den Anfängen des Autobusbetriebes

aus TMZ - Revue 1/96

Auszug aus dem Geschäftsbericht des Jahres 1927 der Städtischen Strassenbahn Zürich:
Am 8. August 1927 wurde der Autobusverkehr als besonderes Unternehmen mit eigener Rechnung der städtischen Strassenbahn angegliedert. Die zu befahrende Strecke hat eine Betriebslänge von 6,92 km und führt von der Utobrücke - Schmiede Wiedikon - Krematorium - Hardplatz - Escher-Wyssplatz - Nordbrücke - Schaffhauserstrasse zum Rigiplatz. Angeschafft wurden 6 Kraftwagen mit Eisenkarosserien zu 30 Sitz- und 15 Stehplätzen auf Niederrahmenchassis und zwar von der Firma Adolf Saurer AG Arbon, 5 zweiachsige Kraftwagen (Nr. 1-5) und 1 dreiachsiger Wagen (Nr. 6) von der Firma Franz Brozincevic & Komp. Wetzikon mit Karosserien von der Wagonfabrik Schlieren. Die Garage für diese sechs Wagen befindet sich in einem der Strassenbahn gehörenden Schuppen beim Depot Elisabethenstrasse. Angestellt sind 1 Garagenchef und 11 Kraftwagenführer: Das Aushilfspersonal (Kondukteure und Wagenführer) stellt die Strassenbahn.

1929 wurde ein weiterer dreiachsiger Kraftwagen der Firmen FBW / SWS in Betrieb genommen. Am 12. Mai 1930 wurde die Kraftwagenlinie (A) über ihr bisheriges Ende bei der Utobrücke hinaus durch die Beder-, Waffenplatz- und Mutschellenstrasse bis zum Morgental verlängert. Am 1. Oktober erfolgte die Eröffnung der neuen Kraftwagenlinie B vom Bezirksgebäude durch die Langstrasse über die Kornhausbrücke - Kornhausstrasse - Rötelstrasse zum Bucheggplatz. Auf Ende des Jahres 1930 waren in Betrieb: 14 Saurer Zweiachser, wovon 5 Benziner mit 65 PS und 9 mit 100 PS. 5 FBW Dreiachser, wovon 1 Benziner mit 60 PS und 4 mit 85 PS.

Am 1. Mai 1931 erfolgte die Eröffnung der Kraftwagenlinie C, vom Klusplatz bis Waserstrasse, sowie der Linie D, Schwamendingen - Sternen Oerlikon - Hochstrasse Oerlikon. Bereits im Herbst desselben Jahres wurden die Linien C bis Witikon und A bis zum Spyriplatz verlängert. Der Gesamtbestand an Autobussen Ende des Betriebsjahres bestand aus 20 Saurer Zweiachsern und 7 FBW Dreiachsern. Im gleichen Jahr ging die Strassenbahnwagenhalle mit Werkstätten und Bureaugebäude der ehem. ZOS in den Besitz der St.St.Z. über. Die Garagenräume im Untergeschoss der Wagenhalle Oerlikon wurden für den rasch wachsenden Kraftwagenbetrieb umgebaut. Infolge der geringen Raumhöhe mussten die Betonböden ausgebaut und tiefer neu erstellt werden. Diese Garagenboxen wurden bis zur Eröffnung der Grossgarage Hagenholz im Jahre 1958 betrieben und seither als Abstellplatz und vom Zivilschutz als Werkstätten genutzt.

Garagenplatz für den Verein Züri-Bus:

Der 1993 gegründete Verein historischer Züri-Bus, er hat sich zum Ziel gesetzt, Geschichte und Technik der Pneufahrzeugentwicklung der VBZ zu dokumentieren und auf lebendige Weise zu erhalten, hat nun einen Teil der oben erwähnten Räumlichkeiten «in der Strassenbahnwagenhalle der ehern. ZOS», dem Untergeschoss des Depots Oerlikon, zur Nutzung erhalten. Die VBZ ermöglichen so dem Patenverein des Tram-Museums an diesem geschichtsträchtigen Ort seine Renovationsarbeiten an den Oldtimern durchzuführen und die gesteckten Ziele mit vollem Elan an die Hand zu nehmen. Als erstes wurden die Garageboxen und der Werkstattraum neu gestrichen und die Infrastruktur den Bedürfnissen angepasst.

Dieter Glatz
Verein historischer Züri-Bus

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Letzte Änderungen: 30.08.2006


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