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1948, Garage Zweierstrasse, Wagen 72, 71, 70, 69, 68, 67, 66, 65, und 57
Zur Betriebseröffnung 1939 lieferten Saurer, Tüscher, FBW und SWS sechs Trolleybusse
mit den Nummern 51 bis 56 ab. Lediglich die Wagen 53 und 54 waren sich
wagenbaulich identisch, während sich bei den anderen die Untergestelle und
Aufbauten unterschieden.
Die Wagen 54, 55 und 56 waren überdies mit Compoundmotoren ausgerüstet, so dass mit recht gesagt werden kann, dass jeder Wagen ein Einzelstück war. Die Wagen 51 - 56 besassen 2 druckluftbetätigte Türen und man verkaufte sie schon 1951 an die Trolleybusbetriebe im Val de Ruz (Nr. 51, 52), Neuchâtel (53) und Lausanne (54, 55, 56). Die Wagen in Lausanne wurden danach modernisiert und mit einer Mitteltüre versehen. Die Wagen waren bis 1984 im Einsatz. Im Val de Ruz wurde der Wagen 51 schon 1971 verschrottet, der Wagen 52 folgte 1981. Bis Ende 1976 verkehrte in Neuchâtel der Wagen 53; 1977 haben ihn die VBZ zwecks Weiterverwendung als Museumswagen zurückgekauft. Momentan ist er noch im gelben Anstrich in der Garage Hardau remisiert.
Eine
erste, mehr oder weniger einheitliche Serie von dreitürigen Trolleybussen
mit den Nummern 57 - 65 konnte 1942 dem Betrieb übergeben werden. Lieferanten
waren FBW für das Fahrgestell, SWS oder Tüscher für die Aufbauten und MFO,
bzw. BBC für die elektrische Ausrüstung. Von den später abgelieferten
zweiachsigen Trolleybussen konnte die Serie 57 - 65 durch ihre senkrechten Nietenreihen und die
vierteiligen Falttüren im Heck gut unterschieden werden. Im Rahmen des neuen
Nummernschemas erhielten 1949 die von BBC gelieferten Wagen 60 - 63 die neuen
Nummern 170 - 173. Laut diesem Schema bekamen die Zweiachstrolleybusse
mit BBC-Ausrüstung Nummern ab 170, währenddem den Wagen mit elektrischer
Ausrüstung von MFO Nummern unter 100 zugeteilt wurden. Dieses Schema wurde erst 1973 mit der
Umnummerierung des Wagens 187 in 11 durchbrochen.
Die Wagen 57 - 65 wurden teilweise nach Genf (1958) und die andere Hälfte nach Lausanne (1960) verkauft. Wegen schlechtem Zustand und Kollisionen wurden sämtliche Genfer Wagen Ende der sechziger Jahre verschrottet.
Eine
modernisierte Ausführung der Serie von 1942 wurde zwischen 1948 und 1950 unter
den Nummern 61 - 64, 66 - 73, 86 - 90 und 174 - 181 abgeliefert. Die
Fahrgestelle stammten von FBW, die Aufbauten von Tüscher (61 - 64, 66 - 73), FFA Altenrhein
(86 - 90) und SWS (174 - 181). Die FFA-Wagen
besassen vorne einen grossen Lüftungsaufbau und konnten von den anderen Wagen
dieser Serie gut unterschieden werden. Alle Wagen wurden zwischen 1958 und 1962
nach Genf und Lausanne verkauft, 1971, bzw. 1975 gelangten die Genfer Wagen
ebenfalls nach Lausanne, wo bis auf den in Genf verschrotteten Wagen 88 alle in
Betrieb kamen.
Eine dritte Serie von zweiachsigen Trolleybussen
wurde zwischen 1952 und 1957 beschafft. Die Wagen dieser Serie besassen die
Nummern 1 -12, 74 - 95 und 182 - 188. In Zürich verkehren zuletzt werktags auf
der Linie 33 noch die Wagen 1 - 10, zu Beginn der siebziger Jahre waren sie
abgestellt und wurden oft als "Päcklibusse"
oder "Chummerbus" verwendet. Ausrangiert in der Garage Hardau
steht überdies noch der Bus Nr. 11 (ex 87), alle übrigen Wagen dieser Serie
gelangten zwischen 1959 und 1969 nach Genf oder Lausanne. Die von FFA
gelieferten Wagen 91 - 95 die nach Genf verkauft wurden, fuhren seit 1973
ebenfalls in Lausanne. In der Ablieferung der letzten Zweiachstrolleybusse
durch FBW und SWS im Jahre 1957 war auch der erste
Gelenktrolleybus
Nr. 101 enthalten. Dieser Wagen bot 126 Personen Platz, während dem die Zweiachstrolleybusse
lediglich 82 Plätze aufwiesen. Der Wagen 101, die "Grossmutter", mit der
geteilten Frontscheibe wurde 1975 als Ersatzteilspender in der Garage Hardau
abgestellt. Bereits 1971 hatte dieser Wagen 1 Million Kilometer auf Zürichs
Strassen zurückgelegt. Von 1959 bis 1964 erfolgte die Lieferung weiterer Gelenktrolleybusse
mit den Nummern 102 - 133; im Gegensatz zum Wagen 101 ist deren Frontscheibe
nicht mehr zweigeteilt. Diese Gelenktrolleybusse fuhren auf den
Linien 31, 32, 33 und 34, seltener auch auf der Linie 74.
Wegen
der verschiedenen Linienumstellungen von Auto- auf Trolleybusbetrieb
war 1972 wieder eine Beschaffung neuer Trolleybusse
fällig. Erst sollten 11 von 31 neuen Wagen aus Ungarn ("Ikarus") bezogen werden;
es kam dann aber zusammen mit Basel, Bern, Genf, Luzern, Neuchatel und
Schaffhausen zu einer Bestellung des VST-Enheittyp.
1974/75 kamen 31 Wagen mit den Nummern 70 bis 100 zur Ablieferung; Lieferanten
waren FBW, Tüscher, Ramseier + Jenzer und BBC / SAAS.
Im Gegensatz zu den zweimotorigen Wagen der Serie 102 - 133 können die
einmotorigen "Jumbos", so wird die erstmals mit "Choppersteuerung"
ausgerüstete Serie 70 - 100 genannt, nicht auf den steigungsreichen Linien 33
und 34 eingesetzt werden. Nach Verstärkung der Bremsen der Wagen 70 - 75 könnten
diese nun auch nach Witikon. Vor allem die Choppersteuerung,
die Haltebremsen und das enorme Kompressorgeräusch boten anfänglich grosse
Schwierigkeiten. Die "Jumbos" fuhren normalerweise auf den Linien 31 und 74,
teilweise auch Linie 32. Auf den Linien 33 und 34 wurden diese Wagen anfänglich
nicht eingesetzt.
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Nicht zu vergessen ist der Prototyp-Trolleybus Nr. 13. Der Bau dieses zweiachsigen Wagens erfolgte durch MOWAG und SIG; die selbsttragende Karosserie und der Schneckenantrieb befriedigten jedoch nicht, so dass er 1964 verschrottet wurde. R. Gerbig |
Letzte Änderungen: 30.08.2006
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