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Depot Burgwies, das zukünftige Tram Museum!


Ein Ausblick

aus TMZ - Revue 1/01 (leicht geändert)

Der Entscheid ist gefallen, nun beginnt die Arbeit. Die Medieninformation des Stadtrates vom 7. März 2001 war umfangreich. Gleich drei Vertreter der Exekutive, nämlich Stsdtrat Willi Küng (Finanzdepartement}, Stadträtin Monika Stocker (Sozialdepartement} und Stadtrat Thomas Wagner (Industrielle Betriebe} nahmen am Anlass teil. Stadtrat Elmar Ledergerber (Hochbaudepartement} liess sich durch den Leiter des Amtes für Hochbauten, Peter Ess, vertreten. Von den zukünftigen Nutzern waren es Frau Irene Lienemann Denner (Verein aktives Balgrist) und der TMZ, vertreten durch Martin Schnider.

Diese Konstellation zeigt zweierlei: Das Projekt ist vielgestaltig. Es sind die verschiedensten Ämter und Partner involviert. Und zum Zweiten, das wurde dem TMZ vorab ganz klar kommuniziert, möchte der Stadtrat etwas Besonderes schaffen und ist dafür auch bereit, erhebliche finanzielle Mittel in die Gebäudesanierung und Gestaltung des Umfeldes, die Burgwies ist ein Tramdepot am Waldrand und Bach, zu investieren. Im Gegenzug wird vom TMZ ein professionelles Engagement erwartet; die Sanierung des Depots allein wird mit 11-13 Mio CHF veranschlagt.

Das bringt mich zum Zeitplan: Das Projekt dürfte ca. 4 Jahre dauern, der TMZ wird also 2005 von Höngg nach Hirslanden (genau genommen gehört der Zipfel mit dem Depot zu Riesbach) umziehen. Übrigens von der Limmattalstrasse 260 an die Forchstrasse 260! Wie es einmal aussehen könnte, das hat Eisenbahnillustrator «Loisl», übrigens ein aktives TMZ-Mitglied, schon skizziert.

Was kommt auf uns zu? Neben den Baubelangen wird die Kommunikation nach aussen sehr wichtig bleiben. Das Geschäft dürfte in etwa zwei Jahren - nach der Projektierungs- und Budgetierungsphase - im Gemeinderat behandelt werden. Ja, es könnte, zumindest theoretisch, noch eine Volksabstimmung darüber geben! Also, das Handeln und die Positionierung des TMZ nach aussen bleibt auch in Zukunft sehr wichtig! In diesem Sinne haben wir ab Saison 2001 die Öffnungstage und den Fahrbetrieb ausgeweitet. Neben dem ersten Samstag auch der letzte Sonntag in den Monaten April - Oktober.

Aber politisch ist noch «ein Pfeil im Köcher». Das Postulat von Robert Schönbächler vom 22.11.2000, welches den Erhalt der gesamten Tram-Infrastruktur (vor allem die Gleisanlagen) in der Burgwies fordert. Dieser Aktivposten sollte zukünftigen Bedürfnissen unbedingt im ganzen Umfang erhalten bleiben!

Sie sehen, es kommt einiges auf den TMZ zu, wir werden gefordert wie kaum zuvor! Und zwar zusätzlich gefordert, denn der übrige «Betrieb» läuft ja auch noch. Nach 34 Jahren hat der TMZ die einmalige Chance, DAS Tram-Museum in der Welthauptstadt des Trams zu gestalten !

Martin Schnider
Präsident TMZ

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Depot «Burgwies» Projekt gestartet!

Mitte Juni 2001 konnte die Startsitzung der mit dem Umbau des Depots betrauten Stellen stattfinden. Partner sind unter anderem:

Als erster Schritt fand am 27. April 2001 eine Ausschreibung des Vorprojektes (nach GATT / WTO) statt. Dabei waren Architekturbüros eingeladen, sich für das Vor-Projekt zu bewerben. Aus diesen Bewerbern werden in nächster Zeit drei bis maximal sechs ausgewählt. Diese haben dann an Hand des Raumprogrammes der verschiedenen Nutzer (Gewerbe, Gastronomie, TMZ) je ein Vorprojekt auszuarbeiten.

Dessen Vergabe ist nach dem entsprechenden Kreditbeschluss (durch den Stadtrat) im Oktober 2001 zu erwarten. Später wird ein Vorprojekt ausgewählt und die eigentliche Bauplanung, etwa Mitte des Jahres 2002 gestartet.

Die Fertigstellung des Umbaues ist auf April 2005 veranschlagt.

Der TMZ möchte alle Aktivitäten im Depot «Burgwies» konzentrieren, also Lager, Archiv, Büro, Werkstätte usw. Die Wartau wird frei gegeben, Werkstatt und Lager Hard stehen uns nach dem geplanten Depotausbau nicht mehr zur Verfugung.

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Info zum Projektstand, Oktober 2001

Im Frühjahr erfolgte durch das Amt für Hochbauten (AHB) die Ausschreibung der Vorprojekte. Sechs Architekturbüros erhielten den Auftrag ein Vorprojekt zu erarbeiten und ihre bewusst kurz gehaltenen Ergebnisse im September abzuliefern.

Gegenwärtig werden diese Vorschläge vom Projektteam (der TMZ ist dort vertreten) gesichtet und bewertet. Ende Oktober wird vom Projektausschuss (ebenfalls mit TMZ-Beteiligung) der überzeugendste Vorschlag zur Weiterbearbeitung ausgewählt.

In den Sommermonaten fanden verschiedenste Begehungen statt, weiter hatte der TMZ ein Raumprogramm erarbeitet, welches den Projektverfassern als Grundlage diente. Neben der eigentlichen Abstell- und Museumsfläche für Fahrzeuge ist eine Zone für Wechselausstellungen, Räume für Archiv, Museums-Administration sowie die Betreuung von Schuleklassen wie auch für den Tram-Shop gewünscht. Der Flächenbedarf für Wagenunterhalt und die verschiedenen Lager, heute an diversen Standorten verteilt, kommt noch hinzu! In der nächsten TMZ-Revue werden wir Ihnen die erarbeiteten Grundlagen vorstellen.

Das TMZ-Konzept soll die Nutzung der weiten, hellen Depothalle auch für Veranstaltungen Dritter erlauben. Das Depot «Burgwies» als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Erlebnis in nicht alltäglicher Industrie-Atmosphäre...

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Temporäre Nutzung des Depots «Burgwies»?

Das Fragezeichen ist Absicht. Die vorübergehende Nutzung der Halle drängt sich eigentlich auf, doch harren verschiedene Fragen noch (immer) der Klärung:

Die Liegenschaftenverwaltung (LV) ist bereit das Depot dem TMZ mittels Gebrauchsleihvertrag zu überlassen. Wegen der fehlenden Oberleitung ist der Nutzen beschränkt. Kostenschätzungen ergaben, dass die abgesprochene Fahrleitungsanlage mit 0,2 bis 0,4 Mio. Franken zu sanieren wäre! Als Provisorium undenkbar.

Gegenwärtig prüfen wir noch weitere, preisgünstige und im Alltag einfach nutzbare Möglichkeiten. Die feuerpolizeiliche Auflagen und fehlenden sanitären Einrichtungen setzen auch vereinzelten Publikumsanlässen enge Grenzen, obwohl der TMZ gerne neues Leben ins Areal bringen wird.

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Info zum Projektstand, November 2001

Im Planungswettbewerb, sechs in einem Präqulifikationsverfahren ausgewühlte Arbeitsgemeinschaften haben ihre Ideenskizze eingereicht, dauerte bis Ende September 2001. Auf Basis einer öffentlichen Ausschreibung nach GATT/WTO; richtig, klare Formvorschriften, Rekursmöglichkeiten und so weiter. Im Oktober sichteten die Projektbeteiligten die Arbeiten und empfahlen nach vierstündigem Bewertungs- und Auswahlverfahren eine dieser Ideen zur Weiterentwicklung.

Zum Projektausschuss: Es sind Vertreter der Liegenschaftenverwaltung (Eigentümerin des Depotareals), des Amtes fi1r Hochbauten (Bauherr und Bauleitung), der Denkmalpflege; das Depot ist im "Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung gemäss § 209 PBG" und Vertreter der Nutzer, für das Knechtenhaus das Sozialdepartement, für das Depot der Unterzeichnete.

Eine weitere Projektausschussitzung von Ende Oktober genehmigte das im Sommer erarbeitete Raumprogramm, das Projekthandbuch und bestätigte die Wahl des Planungsteams: Jetzt, Anfangs November wird den sechs Planungsteams das Ergebnis mitgeteilt. Für die Kosten der anschliessenden Detailplanung ist ein Stadtratsbeschluss erforderlich. Nach meinen Informationen wird er noch im November gefällt, so dass die Planung anlaufen kann.

Im Herbst 2002 sollte fertig geplant und die Kostenberechnungen aufgestellt sein. Die Genehmigung des Projektkredites dürfte in der Kompetenz des Gemeinderates (Legislative) sein, rein theoretisch ist aber ein Referendum mit anschliessendem Urnengang (und Verzögerungen) möglich.

Noch ein Wort zum Raumangebot: Das Depot Burgwies ist gebaut! Mehr Platz gibt es dort nicht. Der Beschluss des Stadtrates, im März 2001 der Öffentlichkeit kommuniziert (aktuell 2/2001), spricht von einer gemeinsamen Nutzung:

Die Reihenfolge entspricht nicht dem Flächenanteil der zukünftigen Mieter!

Für mich ist es sehr wichtig Ihnen hier deutlich zu sagen: Ich stehe hinter dieser gemischten Nutzung! Besonders vom Gastronomiebetrieb erwarte ich Synergien zum Museum.

Martin Schnider


Gemeinderatsprotokoll, Sitzung vom 21.11.2001 (Legislative)

Postulat von Gemeinderat Robert Schönbächler (CVP) und 16 Mitunterzeichnern vom 22.11.2000:

Tramdepot Burgwies, Nutzungsänderung

Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Vorsteher des Finanzdepartementes namens des Stadtrates  (Exekutive) bereit, das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen (vergleiche Protokoll-Nr. 3179/2000).

Es wird kein Ablehnungsantrag gestellt.
Damit ist das Postulat dem Stadtrat zur Prüfung ü b e r w i e s e n .
Mitteilung an den Stadtrat.

Text des Postulats:3179. 2000/561
Von Robert Schönbächler (CVP) und 16 M. ist am 22.11.2000 folgendes Postulat eingereicht worden:

Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, ob bei einer Nutzungsänderung des Tramdepots Burgwies die gesamte heute noch vorhandene, vom Trambetrieb stammende Infrastruktur, insbesondere die Gleisanlagen, in vollem Umfange erhalten werden kann, damit eine spätere Nutzung ohne grösseren Aufwand möglich sein wird.

Begründung:

Diese Massnahme soll die vorhandene Substanz erhalten und eine zukünftige Nutzung des gesamten Depotareals durch das Tram-Museum Zürich nicht verunmöglichen. Das seit 1997 stillgelegte Tramdepot Burgwies stammt von 1894 und umfasst die vollständige, für den Trambetrieb nötige Infrastruktur (einschliesslich Anschluss ans VBZ-Netz). Langfristig kann nicht mit weiteren Depotstilllegungen gerechnet werden, der Depotraum der VBZ wird sich weiter verknappen (neue Fahrzeuge, Streckenverlängerungen).

So bietet auch über einen sehr langen Zeitraum gesehen einzig der Standort Burgwies die Möglichkeit, die umfangreiche und noch wachsende Sammlung (COBRA-Tram löst ältere Fahrzeuge ab) des Tram-Museums Zürich unterzubringen. Allfällige, durch eine Nutzungsänderung bedingte bauliche Massnahmen sollen die für den Trambetrieb nötige Infrastruktur nicht zerstören, so dass eine spätere Nutzung der gesamten Anlage durch das Tram-Museum Zürich ohne übermässigen Wiederherstellungsaufwand möglich sein wird.


Letzte Meldung

Der Gebrauchleihvertrag für das Depot ist unterzeichnet. Das Objekt wird ab 1. Dez. 2001 bis zum Baubeginn zum Remisieren von nur sporadisch benötigtem Rollmaterial genutzt.

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Depot «Burgwies» und Migros???

Die Verantwortlichen des TMZ erfuhren erstmals Mitte Dezember 2001 davon, am 7. Februar 2002 war dem "Tages-Anzeiger" zu entnehmen:

Laden im Tramdepot Burgwies?

"... Wo die neue Migros-Filiale untergebracht werden könnte, ist derzeit Gegenstand intensiver Gespräche zwischen dem Grossverteiler und der Liegenschaftenverwaltung. Näher geprüft werden verschiedene Standorte. Ein Vorschlag, der früher bereits zur Diskussion stand, wird nun wieder ins Spiel gebracht: das Tramdepot Burgwies. Dort bestünde die Möglichkeit, eine neue Filiale einzurichten. Weil die Migros ihre ursprünglich grossen Flächenansprüche reduziert habe und jetzt auch mit rund 300 bis 400 Quadratmetern zufrieden sei, werde die Alternative Tramdepot wieder in Betracht gezogen, bestätigt Jürg Keller, Vizedirektor der Liegenschaftenverwaltung. Allerdings würde auch ein kleiner Laden im Tramdepot auf Kosten anderer, bereits festgesetzter Nutzungen gehen - unter anderem des Trammuseums. In Frage kämen überdies auch städtische Liegenschaften in der näheren Umgebung. Sollte bis zum Frühjahr 2003 keine Lösung gefunden werden, will sich die Stadt für ein Provisorium stark machen, zum Beispiel auf dem Vorplatz des Tramdepots. Das ist an einer Sitzung der Liegenschaftenverwaltung mit der Migros Zürich diese Woche vereinbart worden."

Ich möchte an dieser Stelle den Sachverhalt nicht kommentieren. Welche Projektänderungen der "orange Riese" zu Stande bringen wird ist gegenwärtig offen. Jedenfalls scheint die im März 2001 vom Stadtrat der Öffentlichkeit präsentierte Vernetzung der Nutzungen, Gastronomiebetrieb, Integration ins Quartier usw. ernsthaft in Frage gestellt zu sein.

Wie weit unter diesen Umständen und im allenfalls massiv veränderten Umfeld ein Museumsbetrieb Sinn macht muss der TMZ ernsthaft überprüfen.

Je nach Entwicklung der Dinge können wir Ihnen an der Frühjahrsversammlung vom 13. April mehr darüber berichten.

Das Thema Burgwies ist Traktandum 8. Mit dem Zusatz (Beschlussfassung je nach Lage) haben wir der momentanen, aus Sicht TMZ sehr unübersichtlichen Situation Rechnung getragen.

Martin Schnider
Präsident

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Depot «Burgwies» Professionelle Beratung

Würden Sie in Ihrer Wohnung eine Elektroinstallation vom Bäcker um die Ecke ausführen lassen? Wohl kaum.

Ähnlich sieht es der TMZ-Vorstand bei der Planung des Museums "Burgwies"!

Der Vorstand hat daher eine versierte Fachperson, Dr. Hans-Peter Bärtschi, ARIAS Industriekultur, beigezogen und ein Beratungsmandat vergeben.

In einer ersten Phase ist die Abstimmung mit den Architekten wichtig und es sind Grundlagen für das Museumskonzept zu erarbeiten. Für diese erste Tranche der Arbeiten hat der Vorstand einen Kredit von CHF 10'000 bewilligt.

Dr. H.-P. Bärtschi hat verschiedene Museen realisiert, unter anderem den Industrielehrpfad Zürcher Oberland. Er ist Autor zahlreicher Publikationen, so das Standardwerk Industriekultur im Kanton Zürich und besitzt eine grosse Affinität zum Schienenverkehr. Als Gründungsmitglied des Tram-Museums Zürich!

Der Vorstand ist überzeugt in ihm einen sachkundigen, kompetenten und erfahrenen Partner gefunden zu haben.

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Info zum Projektstand April 2002

Das Projektteam Bau arbeitet seit bald einem Jahr, neben Architekt, Amt für Hochbauten und der Liegenschaftenverwaltung ist auch das Tram-Museum vertreten.

Drei mögliche Projektvarianten wurden erarbeitet, welche mehr oder weniger den Bedürfnissen des Museums Rechnung tragen. Der Projektausschuss wird im Mai die definitiv zu planende und für die Baueingabe massgebliche Lösung verabschieden. Es wird mit grösster Sicherheit das im März 2001 vom Stadtrat vorgestellte Raumkonzept sein, wir haben es Ihnen in vorgestellt.

Merkmal dieser Variante ist, dass die TMZ-Nutzung auf die Wagenhalle beschränkt ist. Das heisst alle Betriebs- und Nebenräume sind in der Halle zu integrieren. Also Garderobe, Werkraum für Kleinunterhalt, Handlager für Kleinteile / Shop, Büro- und Aufenthaltsraum. Diese unbe- dingt notwendigen Lokalitäten - wir gehen davon aus, dass in der Burgwies Trams ein- und ausfahren, Kleinunterhalt daran gemacht werden muss (wo sonst?) und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter tätig sein werden - gehen voll zu Lasten der Abstell- bzw. Ausstellungsfläche in der Halle. Andere Lösungen (Remise, Kellergeschoss) scheinen aus politischen- bzw. Kostengründen wenig realistisch zu sein.

Die Quintessenz? So wie sich die Situation gegenwärtig darstellt, entschieden ist noch nicht definitiv, wird die Burgwies eine Fahrzeugausstellung mit einem eigentlichen Ausstellungsteil, welcher im Verhältnis zur Gesamtgrösse minimal sein dürfte.

Der Entscheid, die Wagenhalle bloss zu temperieren ist aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll. Das Raumkonzept lässt aber keine beheizten Zonen für die Besucher zu (ausser das Restaurant), so dass sich ein Saisonbetrieb aufdrängt. Beispielsweise von April bis Oktober, vielleicht mit einer speziellen Weihnachtsaktion "Glühwein und Tram".

Nach der Variantenwahl gilt es das Projekt baureif auszuarbeiten und anschliessend dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Der Terminplan geht davon aus, dass dies im 4. Quartal 2002 oder Anfangs 2003 der Fall sein wird.

Dann sollten wir endgültig wissen, was auf welche Weise realisiert wird.

Martin Schnider

Migros... und Burgwies

Hier ist es relativ still geworden. Aus "gut unterrichteter Quelle" wurde dem TMZ-Vorstand kommuniziert, dass die Chance eines Selbstbedienungsladens auf dem Depotareal sehr klein geworden ist.

Allerdings wurde vom Stadtrat noch kein formeller Beschluss gefasst, wir können aber (etwas) aufatmen und hoffen, dass es so bleiben wird.

Noch etwas erfreuliches hat sich getan: Das lange angekündigte Rangierfahrzeug für die Wagenhalle, ein UNIMOG-Zweiwegefahrzeug ist seit dem 8. Mai 2002 in der Burgwies und ermöglicht uns endlich die Nutzung als Abstellhalle.

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Info zum Projektstand, Juni 2002

Das Projektteam Bau hat das Vorprojekt abgeschlossen anschliessend ist es vom Projektausschuss genehmigt worden.

Unsere TMZ-Revue 1/2002 wird Sie über die Raumdisposition und die verschiedenen Nutzungen des Areals informieren. Wie Sie dem dort abgedruckten Plan entnehmen können, ist kein Selbstbedienungsladen (Migros) vorgesehen. Die Revue ist in Produktion und wird Anfangs August versandt.

Unimog vor der BurgwiesNachdem unsere Mitglieder anlässlich der Cobra-Exkursion vom 16. März einen ersten Eindruck gewinnen konnten - die 95 Teilnehmenden dokumentierten ihr grosses Interesse auch an moderner Technik - hat das Areal am 11. Mai 2002 mit einem Tram- und Quartierfest einen ersten öffentlichen Anlass erlebt.

Der gemeinsam von TMZ und Quartierverein Hirslanden organisierte Tag mit historischem Trambetrieb, Festwirtschaft, musikalischer Unterhaltung und Aktivitäten der Feuerwehr fand bei der Quartierbevölkerung, erfreulicherweise schnupperten auch sehr viele Familien Depotluft, eine sehr gute Resonanz.

Mittlerweile sind die Dienstfahrzeuge in der Burgwies remisiert, was auf dem nicht mehr elektrifizierten Vorplatz und den Hallengleisen einen Kunstgriff nötig macht: die "thermische Traktion".

Neuestes Pferd im Stall ist ein günstig gebraucht erworbenes Zweiwege-Fahrzeug, der Marke UNIMOG, welches als kostengünstigste Lösung für die Rangiermanöver auf dem Areal dient.

Martin Schnider
Präsident

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Neues vom Depot Burgwies:

Vorprojekt Raumnutzung

Im Sommer 2001 nahm das Projektteam Bau seine Arbeit auf. Neben dem beauftragten Architekten waren Liegenschaftenverwaltung und Amt für Hochbauten an der Planung beteiligt. Die Bedürfnisse des Tram-Museums brachte Martin Gnann mit viel Engagement und Zeitaufwand ein. Die Planungsgrundlage, die Flächenverteilung gemäss Stadtratsentscheid ist in der TMZ-Revue 2/01 auf Seite 6 publiziert worden. An gleicher Stelle sind auch die Funktionen des zukünftigen Museums / Depots Burgwies aufgelistet, welche dort aus unserer Sicht wahrgenommen werden müssen.

Das erarbeitete Vorprojekt hält sich an die Vorgaben des Stadtrates, bis auf die Gemeinschaftsfläche Quartiertreff/Museum, welche auf Wunsch des Sozialdepartements entfallen ist. Dem Tram-Museum wird in der Wagenhalle 1'200 m2 eingeräumt. Der torseitige Bereich der ehemaligen Gleise 1+2 wird zum Restaurant, abgetrennt durch raumhohe Glaswände und mit einem gegenüber der Wagenhalle erhöhten Niveau, umgenutzt. Die Restaurant-Nebenräume kommen in die ehemalige Remise zu liegen. Der Rest dieses Gebäudeteils wird in Gewerberäume umgenutzt. Die Nutzungen des Dienstgebäudes sollen unverändert bleiben.

Was erhält nun das Tram-Museum?

Der Eingangsbereich (Gleise 1+2) wird gemeinsam mit dem Restaurant genutzt, hier soll auch der Museums-Shop situiert werden. Die Toilettenanlagen werden ebenfalls mit dem Restaurant geteilt und befinden sich in dessen Bereich.

Die für den Museumsbetrieb, den Fahrzeugeinsatz und den damit verbundenen Kleinunterhalt / Reinigung nötigen Betriebsräume bietet die gewählte Flächenaufteilung nicht ohne zusätzliche Eingriffe. Die ursprünglich angedachte Unterkellerung soll aus Kostengründen entfallen. So entstand der in Verlängerung des Restaurants befindliche Einbau, von uns "Servicetrakt" genannt. Auf dem Niveau der Wagenhalle lassen sich ca. 80 m2 beheizbare Räume abtrennen (einzige Möglichkeit für Garderobe, Lager, Werkraum und Aufenthaltsraum, Büro), während die obere Ebene als offene Galerie der Ausstellung dienen soll. Der Ausstellungsbereich befindet sich in Fortsetzung des Restauranteinbaues auf den Gleisen 1+2. Ein Problem für die Ausstellungsnutzung sind die denkmalschützerisch interessanten Arbeitsgruben, welche das freizügige Aufstellen schwerer Gegenstände verunmöglichen. Auf Inititative der TMZ hin sollen die hintersten 15 Meter der Halle auf der ganzen Breite mit einer tragfähigen, aber reversiblen Abdeckung versehen werden, um eine universell nutzbare Zone, beispielsweise auch für Wechselausstellungen, zu schaffen. Die Hallengleise 3-6 dienen zum Abstellen der Fahrzeuge, welche in der Projektskizze mit ausstellungsgerechten Abständen gezeichnet sind, wobei die publizierte Variante dem Restaurantgast einen optimalen Eindruck verschaffen soll. Die gesamte Halle wird auf maximal 10° temperiert, um eine aus baurechtlichen Anforderungen erforderliche Gebäudeisolation einzusparen. Ausstellungselemente im Bereich der Gleise 3-6 können wohl kaum eingesetzt werden, wenn deren uneingeschränkte Befahrbarkeit gewährleistet werden soll. Die Anordnung der Stützen des Daches schränkt die Begehbarkeit der Halle für Besucher ein, denn stehen Fahrzeuge auf Höhe der Stützen, so verbleibt noch ein Durchgang von maximal 70 cm Breite.

Zum Terminplan

Der im Mai 2002 aktuelle Terminplan ist im beiliegenden Diagramm ersichtlich, eine Eröffnung im Jahre 2005 also durchaus realistisch.

So weit die Fakten zum erarbeiteten Vorprojekt. Machen Sie sich doch die Mühe, die Nummer 2/01 der TMZ-Revue hervor zu kramen. Studieren Sie beides und machen Sie einen Soll- / Ist-Vergleich mit den dort aus umfassender Museumssicht formulierten Funktionen und den daraus abgeleiteten Anforderungen und der nun hier veröffentlichten Planung.

Martin Schnider
Präsident TMZ

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Neuorientierung ?

Am 15. Oktober 2002 informierte der Vorstand im Depot Wartau die Mitglieder über den Projektstand. Enttäuschend wenige nahmen die Gelegenheit wahr das Neueste zum wichtigsten Projekt der über 35-jährigen TMZ-Geschichte zu erfahren. Nachfolgend erfahren Sie den aktuellen Stand:

Ein Jahr geplant....

Der Grundsatzentscheid des Stadtrates von März 2000 beruhte auf einem "Triopack"; nämlich Museum, Gewerbenutzung und Gastronomie im Museum. Das Projektteam nahm im Frühsommer 2001 seine Arbeit auf und erarbeitete verschiedene Varianten. Vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung zur Architektenwahl im Präquali-fikationsverfahren, da der Stadtrat eine architektonisch hochstehende, die Belange des Denkmalschutzes gebührend berücksichtigende Lösung anstrebte.

Die Kosten gerechnet...

Mit dem Vorprojekte, es erreichte den Stand einer möglichen Baueingabe, ermittelte man im April 2002 auch die Kosten.

Tram-Museum  3.4 Mio
Gastronomie    4.2 Mio
Gewerbe           2.9 Mio

Stolze Zahlen. Von Seiten der Verwaltung - nicht des Stadtrates - kam die Äusserung, dass die Investition für das Museum (wir reden hier nur von der baulichen Seite) von über 3 Mio durch den TMZ abzudecken sei. Pikanterweise sind in diesen Zahlen die Fahrleitungssanierung und Instandstellung der Gleisanlagen noch nicht enthalten.

Grösster Ausgabenposten ist aber der Gastronomieteil. Eine Faustregel besagt, dass der jährliche Restaurantumsatz in der Regel der Investition entsprechen soll. Zum Vergleich: Ein Quartierrestaurant erreicht meist nicht die Millionengrenze. Also unrealistische, höchst unwirtschaftliche Planungen für einen Gastroteil.

Exkurs, die Migros Story

Vor längerer Zeit geisterte auch die Nachricht herum, dass in der Burgwies ein Selbstbedienungsladen der Migros einziehen soll als Ersatz für die im Frühjahr 2003 schliessende Filiale an der Fröbelstr. 35 (Forchstrasse).

Im April 2002 erklärte der Stadtrat (in alter Zusamensetzung) dem TMZ-Präsidenten persönlich, das wäre kein Thema mehr.

16. September 2002, alle ist anders

An der auf diesen Tag anberaumten Projektausschuss-Sitzung sollte die definitive Planung Burgwies verabschiedet werden. Aber es sollte anders kommen...

Projekt gestoppt - Migros kommt

Das auf einen Nenner gebracht war die Neuigkeit. Die Gastronomie ist unfinanzierbar wird entfallen - als neuer "Player" trat die Migros aufs Spielfeld.

Nach der Stadtratswahl im Frühjahr 2002 gelangte sie an den Stadtpräsidenten sowie den Finanzvorstand und stellte ein Widererwägungsgesuch. Der Stadtrat stiess seinen 6 Monate alten Entscheid um und nun lautete der Planungsauftrag: Tram-Museum, Migros und Gewerbe ins Depot Burgwies.

Die Migros soll in der ehemaligen Remise Platz finden, das Gewerbe im Dienstgebäude und das Museum in der grossen Wagenhalle. Für Migros und Museum (ein MM?) ist ein gemeinsamer Eingang von der Frontseite im Gleisbereich vorzusehen. So der Auftrag der Stadtregierung.

Gegenwärtig werden erste Projektideen entwickelt und Liegenschaftenverwaltung, Migros und TMZ sind im Gespräch. Ich persönlich stehe eher etwas skeptisch zur bekannten Dynamik des grössten Schweizer Detailhandelskonzerns.

Das Vorhaben bietet Chancen und Gefahren: Die Chance von Synergien mit einem innovativen, starken Partner, welcher sich die Förderung der Kultur zum Unternehmensprinzip gemacht hat. Und die Gefahr vom Expansionsdrang desselben Partners über Gebühr vereinnahmt zu werden und ganz profan der auf dem Areal zu erwartende Kundenverkehr mit Autos - der Ladenstandort liegt an einer grossen Ausfallstrasse und es sind ein gutes Dutzend (legale) Kundenparkplätze geplant.

Alles von vorne

Nachdem die abgeschlossene Planungsrunde über CHF 400'000 gekostet hat (der TMZ arbeitete hier wie immer ehrenamtlich) beginnt die Planung neu. Viele Grundlagen bestehen aber von Seiten des Museums.

Der TMZ geht offen auf die Migros zu und ist bereit möglichen Lösungen zu prüfen. Eines ist unverändert: Im Gegensatz zu ALLEN anderen Nutzern ist Burgwies für das Museum die Einzige Chance!

Martin Schnider
Präsident

Migros - Provisorium !

Im Zürich-Express vom 1.11.2002 ist die Bauausschreibung für das Migros-Provisorium Burgwies publiziert. Es kommt auf dem Depothof im Bereich der Gleise 1 - 3 zu stehen. Die Gleise 4 - 6 werden uns weiterhin zur Verfügung stehen.

Nutzen Sie die kommende Jahresschlussfahrt für einen Besuch des noch "unverbauten" Vorplatzes. Am 1.4.03 soll die Filiale dann eröffnet werden.

Im Jahresprogramm 2003 planen wir auch einen Anlass in der Burgwies; wiederum in Zusammenarbeit mit dem Quartierverein Hirslanden.

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Migros - Provisorium Burgwies, Stand Mitte Februar 2003

Am kommenden 13. März wird auf dem Areal des Tram-Depots Burgwies ein provisorischer Migros Einkaufsladen eröffnet. Bevor mit dem Bau des Provisoriums begonnen werden konnte, haben unsere Mitarbeiter die dort abgestellten historischen Fahrzeuge mit der Hilfe von "Bänzli" von den ersten 3 Gleisen auf die hintersten 3 Geleise geschoben.

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Stand der Dinge, April 2003

Projektverlauf

07.02.2001 Entscheid Stadtrat zu Gunsten TMZ. Indianermuseum erhält anderen Standort (n.b. wurde dieses am 23.1.03 am neuen Standort eröffnet).

07.03.2001 Medienorientierung durch Stadtrat: Burgwies erhält drei neue Nutzungen: offene Remise wird an Gewerbetreibende vermietet, ein Restaurant mit etwa 50–100 Plätzen soll zwischen offener Remise und der grossen Halle eingebaut werden. Die Mieter im Dienstgebäude können bleiben.

15.06.2001 Kickoff Meeting Projektteam (Amt für Hochbauten AHB, Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich LV, Denkmalpflege, TMZ) in der Folge: Erarbeiten eines Raumkonzeptes für die grosse Halle: 1200 m2 inkl. Fahrzeuge, Ausstellung und Nebenräume. Resultat ist ein «Pflichtenheft» für den Architekturwettbewerb.

10.10.2001 Entscheid für Arbeitsgemeinschaft Schmed-Rüegg: Restaurant auf Gleis 1 und 2 von vorne bis Ende Remise, verglast, damit die Trams vom Restaurant aus gesehen werden können.

18.11.2001 Weisung des Vorstehers des Finanzdepartementes an den Stadtrat:

Raumaufteilung: Remise 450 m2 für Gewerbe; Depothalle 1200 m2 für TMZ, 300 m2 Gastronomie inkl. Nebenräume, 100 m2 gemeinsame Fläche.

Finanzierung: Gemäss der Weisung ist die Sanierung Sache der Stadt Zürich. Im Budget von 10–11 Mio Franken sind nicht enthalten: museumsspezifische Einrichtungen, welche vom TMZ durch Eigenleistungen oder Beiträge Dritter aufzubringen sind, ……, eine evtl. notwendige Gleis- und Fahrleitungssanierung ausserhalb des Gebäudes.

Ende 2001 Migros meldet sein Interesse an der Remise an.

April 2002 Migrosvariante wird gemäss Entscheid alter Stadtrat nicht weiterverfolgt.

Mai 2002 Erstmals kommt zur Sprache, dass für die Benützung der grossen Halle ein Mietzins von etwa 70'000 sFr pro Jahr aufzubringen sei (vom TMZ).

Nov. 01 – Sep. 02 Feinarbeit, Ausarbeitung einer geschickten Raumaufteilung zwischen den Parteien, Ziel: Kosten von 10 Mio Franken nicht überschreiten. Stadt erarbeitet ein Gastrokonzept, welches vorsieht, dass etwa 25% des Umsatzes des Restaurants durch «Anlässe, Catering Tramevents» erbracht werden. Gedeih und Verderb des Restaurantes ist also auch abhängig von der ehrenamtlichen Arbeit des TMZ.

06.06.2002 1. Sitzung zusammen mit AHB, LV, VBZ und TMZ. Erstmals wird davon gesprochen, dass die Kosten für den Umbau der Halle durch den TMZ aufgebracht werden müssen. Das sind 3.5 Mio Franken ohne Sanierung der Fahrleitung und ohne museumsspezifische Einrichtungen. Total müsste als vom TMZ eine Summe in der Grössenordnung von 5.5 Mio Franken aufgebracht werden, bis das Museum lebensfähig ist.

16.09.2002 Projektstopp weil Restaurantteil zu teuer wird und somit nicht realisierbar ist. Migros hat beim neuen Stadtrat ein Wiedererwägungsgesuch gestellt und ist somit wieder im Rennen. Es wird von der Verwaltung immer noch die Meinung vertreten, dass der TMZ seinen Teil selber bezahlen müsse.

Dez. 02 Stand: TMZ in grosser Halle. Migros in der Remise. Eingang Laden + Museum beim Tor Gleis 1 in einer «gemeinsamen Eingangszone», Ausgang Laden zwischen Gleis 1 und Dienstgebäude. Wartau wird nicht fremdvermietet, steht dem Verein weiterhin zur Verfügung, z. B. als Werkstatt und Lagerraum.

23.01.2003 Migros Geschäftsleitung entscheidet für Provisorium in der Burgwies und für einen Laden in der Remise.

13./14. 03. 2003 Eröffnung der provisorischen Migros Filiale auf dem Vorplatz der Burgwies. In dieser Tabelle sind nur die wichtigsten Daten und Meilensteine aufgeführt. Seit März 2001 ist der TMZ kontinuierlich mit der Ausarbeitung von Konzepten, Beantwortung von Fragen, Abklärungen technischer Art und mit dem Knüpfen von Kontakten beschäftigt.

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Einige persönliche Gedanken von Martin Gnann

Wir befinden uns mit dem Projekt in einer Phase, wo die Euphorie etwas verflogen ist und man zur Realität zurückkehrt. Nachts träumt man immer noch von einer Vollvariante mit Dienstgebäude als Verwaltungstrakt, der Remise als Werkstatt und selbstverständlich von der grossen Halle, wo einmal unsere Schätze aufgestellt und bewundert werden können. Sobald man aus diesem Traum aufwacht, sieht man, dass der Betrieb und der Unterhalt aber die Möglichkeiten eines Vereins wie des unsrigen überschreitet. Es wird nämlich so sein, dass man aufgrund der vielen (finanziellen) Verpflichtungen enorme Anstrengungen unternehmen muss, um nicht in den Konkurs abzudriften. Ein Arbeiten in der Freizeit wird nicht mehr möglich oder ausreichend sein.

Die Kombination von Migros Einkaufswägeli und alten Trams scheint auf den ersten Blick auch nicht gerade die optimalste Lösung zu sein. Die vom Stadtrat vorgeschlagene Variante mit dem Restaurant wäre für uns viel ungünstiger gewesen, weil etwa 25% des Umsatzes des Restaurants durch Anlässe im Zusammenhang mit dem Museum hätte generiert werden müssen. Diese Verpflichtung fällt nun vollständig weg. Die Migros rechnet beim Laden im Depot Burgwies mit etwa 1000–1600 Kunden (pro Tag versteht sich). Das ist auch für uns eine grosse Chance, an Besucher zu gelangen. Diese Kunden werden sicher auch mit Verwandten oder Bekannten zu uns kommen und das Museum besuchen. Die Migros ist ein Unternehmen, das viele Sparten abdeckt. Das Kulturprozent ist sehr bekannt. Unser LSBBuch wurde übrigens auch vom Migros Kulturprozent unterstützt. Die Migros hat beispielsweise auch einen Catering-Service, welcher sehr gute Referenzen ausweisen kann. Das Museum ist auf Events angewiesen, an denen man die Halle vermieten kann. Was liegt also näher, als diese beiden «Quellen» kurzzuschliessen und eine Einheit zu bilden. Sie profitieren von uns, wir von ihnen. «Zusammenarbeit» ist das Stichwort, das auch in unserem Verein wieder einmal erwähnt werden sollte. Durch mehrere Sitzungen und Zusammenkünfte haben wir einen guten Grundstein für eine gesunde Zusammenarbeit gelegt. Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen auch die anstehenden Fragen und Bedenken (vor allem wegen den Parkplätzen und dem Verkehr) in einer Art und Weise ausräumen werden, dass beide Partner damit gut leben können.

Ein Stolperstein bleibt allerdings immer noch auf dem Weg zur Eröffnung im Jahre 2005: Die Finanzierung. Wenn wir den Umbau selber finanzieren müssen, wird der Start des Museums um ein Vielfaches schwieriger.

An dieser Stelle möchte ich wieder einmal dazu aufrufen, uns zu unterstützen. Die Spendenaktion im Dezember war ein grosser Erfolg, vielen herzlichen Dank dafür. Geld ist aber nicht alles. Mein Ziel und das meiner Vorstandskollegen ist es , im Sinne des Vereins ein Museum einzurichten, das die Geschichte des Nahverkehrs in Zürich zeigt. Ich will mich nicht persönlich verwirklichen. Solange aber nur ich und 2–3 andere Vorstandskollegen aktiv am Projekt mitarbeiten, wird das Endprodukt von meinen Ideen und Entscheiden geprägt sein. Denken Sie daran , es ist das wichtigste Projekt in der Geschichte des Vereins und sollte auch dementsprechend berücksichtigt werden. Zwei Dinge im letzten Jahr gaben mir sehr zu denken: einerseits die magere Beteiligung an der von vielen Mitgliedern gewünschten Information über die Burgwies (15.10.02: 25 Leute) und der Antrag auf Weiterfahren im Programm an der Herbstversammlung während meiner Ausführungen über das Projekt. Das musste nicht sein. Machen Sie es doch wie ich: gehen Sie einmal an einem schönen Sonntag in die Burgwies und sammeln Sie Ihre Ideen und überlegen Sie sich, welchen aktiven Beitrag Sie zum Projekt leisten können und dann melden Sie sich bitte direkt bei mir: m.gnann@tram-museum.ch oder 079 / 650 63 20.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Migros und natürlich auf Sie, geschätzte Mitglieder des Vereins Tram Museum Zürich.

Martin Gnann,
Projektleiter Burgwies im Vorstand

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Sie haben die Wahl:
An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Mai 2003

An der Sitzung vom 4. März 2003 hat der Vorstand einstimmig beschlossen, auf Grund der fortgeschrittenen Projektierung des neuen Tram-Museums im alten Depot Burgwies, Sie am 6. Mai 2003 zu einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung einzuladen.

Zürcherische Tramgeschichte

Das unter Denkmalschutz stehende Tramdepot Burgwies an der Forchstrasse 260 soll aufgrund eines Entscheides des Stadtrates vom 7. Februar 2001 als Tram-Museum eingerichtet werden. Das Tramdepot Burgwies mit seinen 600 Metern Geleisen und der vorhandenen Infrastruktur ist gross genug, um die meisten historischen Fahrzeuge des Vereins aufnehmen zu können, womit die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Zürich in bedeutsamem Rahmen dokumentiert werden kann. Als ältestes Tramdepot der Stadt soll es zusammen mit den historischen Tramfahrzeugen ein würdiges Denkmal zürcherischer Tramgeschichte bilden.

Die Einzigartigkeit dieser Sammlung verdient es, in einer geeigneten Art dem Publikum zugänglich gemachte zu werden.

Nostalgisches Tramfahren

Die Lage an der Forchstrasse 260 ist peripher und die Verbindung zur Stadt wird mit der neuen Museums-Linie Burgwies - Bellevue - Bahnhofstrasse - Hauptbahnhof - Central - Limmatquai - Bellevue - Burgwies sichergestellt und ist gleichzeitig eine attraktive Anbindung an den Regional- und Intercity-Verkehr.

Das Tram-Museum ist eines von rund 50 Museen in der Stadt Zürich, doch ist es das einzige Museum, das mit fahrbereiten Museumsobjekten aufwarten kann. Das Erlebnis "nostalgisches Tramfahren" bildet der grosse Unterschied zu vergleichbaren Institutionen. Das Museum ist an fünf Tagen in der Woche geöffnet.

Das "Tram-Museum" bietet vier Leistungen an:

Betriebskonzept

Nach ersten Modellrechnungen wird für den Betrieb ein Defizit zu erwarten sein. Der Fehlbetrag im Betrieb des Museums beläuft sich bei konservativer Rechnung auf 74.400 Franken. Als Museum kann eine Unterstützung von Kulturfonds in Erwägung gezogen werden. Patenschaften, Sponsoring und Spendenaktionen sind mögliche Zusatzquellen. Die Finanzierung muss jährlich sichergestellt werden, um den Betrieb zu sichern und die Löhne zu bezahlen.

Baufinanzierung

Am 20.Februar 2003 hatte Ruedi Temperli (Präsident) und Martin Gnann (Projektleiter Burgwies) die Gelegenheit, Stadtrat Martin Vollenwyder, Finanzvorstand der Stadt Zürich, die Leistungen des Tram-Museums und das Projekt Burgwies, sowie das Betriebskonzept vorzustellen. Wir sind dort sehr wohlwollend empfangen worden.

Die Vertreter der Stadt erläuterten Ihre Sicht der Dinge: Der TMZ-Teil des Umbaus kostet nach Kostenvoranschlag vom Oktober 2002 CHF 4.37 Mio. Daraus ergibt sich ein jährlicher Mietzins von CHF 75'000.-.

Der Mietzins kann signifikant gesenkt werden, wenn die Kosten des Umbaus durch Spenden und Sponsoring durch Dritte teilweise oder ganz abgedeckt werden können. STR Vollenwyder hat freundlicherweise seine Unterstützung bei einem Gesuch an den Lotteriefonds angeboten.

Eröffnung spätestens im 2007

So wie die Fakten heute liegen, sieht es ganz danach aus, dass wir zum 40-jährigen Bestehen des Vereins und zum 125-Jahre Jubiläum der Strassenbahn in Zürich der Stadtbevölkerung ein Geschenk in der Form eines neuen Tram-Museums machen könnten. Sie haben die Wahl!

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Ausserordentliche Versammlung sagt ja zur Burgwies

An Versammlung vom 6. Mai 2003 haben die anwesenden Mitglieder dem Vorstand einstimmig den Auftrag erteilt, das Projekt " neues Tram-Museum Burgwies" zu verwirklichen.

Nachdem Martin Gnann und Ruedi Temperli das Projekt und das Betriebskonzept "Burgwies" vorgestellt haben, äusserten sich verschiedene Fachleute zu der Realisierung des neuen Tram-Museums: Als Vertreter der Stadt und der Liegenschaftverwaltung überbrachte Herr Hansjürg Buholzer die Zusicherung der Unterstützung seitens der Stadt. Eine rechtliche Beurteilung einer möglichen Stiftung "Tram-Museum Burgwies" gab Herr Dr. Kamm, Rechtsanwalt, ab. Seitens Migros Genossenschaftsbund Zürich sicherte Herr Alex Rüegg den Willen zur Zusammenarbeit zu und die mit Applaus verdankte finanzielle Starthilfe für die ersten 5 Jahre von je 30'000 Franken aus dem Migros Kulturprozent. Herr Dr. Bärtschi erläuterte das Konzept des zu eröffnenden Museums. Das Architektenteam Silvio Schmed und Prof. Arthur Rüegg sowie Arthur Graf als Projektleiter des Hoachbauamtes der Stadt Zürich gaben zusammen mit den anderen Gäste während der Diskussion Antworten auf die zahlreichen Fragen und Stellungnahmen aus den Reihen der Mitglieder.

Der Vorstand dankt den Gästen und den anwesenden Mitgliedern der wohl wichtigsten Versammlung seit der Gründungsversammlung im 1967 für die Unterstützung. Namentlich erwähnt seien ebenso Martin Schnider und Martin Gnann, deren Vorarbeit und Weitsicht das Projekt grundlegend geprägt haben.

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Fotos im heutigen Zustand:

Burgwies Vorplatz Der Vorplatz vor der Errichtung des Migros Provisoriums mit den vermieteten Parkplätzen auf den Geleisen.
Die Fahrleitung zu den Depottoren ist entfernt.
Burgwies Remise Die Remise hinter dem Dienstgebäude.
Die Fahrleitung ist entfernt, wobei das Geleis um das Depot mit Fahrleitung nach wie vor befahrbar ist.
Die alten Depottore wurden ersetzt. 
Burgwies Halle Die Halle mit Blick von vorne nach hinten.
Burgwies Halle Die Halle mit Blick von hinten nach vorne. Beachtenswert, die Säulen befinden sich nur im vorderen Teil zwischen allen Geleisen.

Fotos: A. Sulzer


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Letzte Änderungen: 09.10.03


Skizze Tramzug

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