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Lisebethli der Limmattal-StrassenbahnWeitere Seiten:
Das Buch dazu:
"Lisebethli", seine Geschichte
Im Jahre 1900 nahm die Limmattal-Strassenbahn den Betrieb auf
den Überlandstrecken Zürich-Dietikon und Schlieren - Weiningen auf. Anfänglich besass die
Gesellschaft acht gelb gestrichene Motorwagen und weitere Fahrzeuge, darunter auch solche
zur Güter- und Postbeförderung. Im Jahre 1931 übernahm die Stadt Zürich dieses
Unternehmen und stellte die Überlandstrecken auf Autobus um. Der Motorwagen 2 gelangte an
die Martigny - Châtelard - Bahn im Kanton Wallis, wo er bis September 1974 verblieb. Damals gelang dem
Verein Tram-Museum die Rückführung des wertvollen Fahrzeuges nach Zürich.
Das Fahrzeug ist auf den ersten Blick mit dem Wagen 102 annähernd identisch, doch sind wesentliche Einzelheiten von den Ausführungen der Städtischen Strassenbahn abweichend. Bei der Restaurierung legen wir daher grössten Wert auf die Erhaltung dieser LSB-spezifischen Details.
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Der Wagen vor Revisionsbeginn. Gut sichtbar, die diversen alten Anstriche. Am 10.04.1976 im Depothof Kalkbreite Vom ersten Aufenthaltsort im Depot Kalkbreite, erfolgte dann am 02.04.1979 der Transport in das Depot Seefeld. Foto: J. Lüthard |
Anfangs 1995 konnten die umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Wagen durch die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins Tram-Museum Zürich aufgenommen werden und haben sich erfreulich entwickelt. Neben eigenen Leistungen aus dem Verein führten die VBZ Spezialarbeiten gegen Verrechnung durch und Projekte des Ergänzenden Arbeitsmarktes (Loki-Atelier Winterthur und Werkstatt Holz, Zürich) führten im Auftrage des TMZ gegen Verrechnung anspruchsvolle Detailarbeiten aus. Diese sind nun abgeschlossen und das Untergestell steht seit Juli 1998 vollständig revidiert in der TMZ-Werkstätte. Als nächste Schritte folgten Ende 1998 die Verlegung der Verrrohrung für die Verkabelung sowie die Wiedererrichtung des Wagenkastens. Seine Holzteile sind repariert und so weit nötig neu von der Werkstatt Holz, einem Ausbildungs-Projekt für Jugendliche des Sozialdepartementes der Stadt Zürich, angefertigt. Vorzugsweise kamen Eschenholz und Lärche zur Verwendung. Der Aufbau des Wagenkastens konnte im September 1999 beendigt werden. Als Besonderheit wird der Innenraum maseriert, das heisst ein Anstrich imitiert die Holzmaserung. Die Maserierung ist an der Dachbelattung, vor dem Einbau, bereits ausgeführt worden. Die Dachspriegel sind ebenfalls masieriert und die Dachlaterne aussen, im typischen LSB-gelb gestrichen. Seit Februar 2000 ist der Wagen neu verblecht, wobei der Wiederverwendung der alten, speziellen Abdeckstäbe grosses Augenmerk zukam. |
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Die elektrische Ausrüstung machte erfreuliche Fortschritte: Tranktionskabel im Untergestell (Fahrmotoren, Fahrschalter und Widerstände) sind eingezogen. Dachautomaten sowie Widerstände sind fertig revidiert, von den VBZ überprüft und einbaubereit. |
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An Kleinteilen sind sämtliche Beschläge poliert und zum Vernickeln bereit. Die
Stirnlampen und der "Scheinwerfer" auf dem Dach sind ebenfalls revidiert. Für
die teilweise fehlenden Innenlampen konnten nach aufwändiger Suche Nachgüsse (in
Köpenik bei Berlin) gefertigt werden.
Bis Oktober 1999 sind über 10'350 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden geleistet worden und für externe Arbeiten wurden gegen 200'000 CHF ausgegeben. |
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Die Einweihungsfeier des «Lisebethlis» war ein schöner, gelungener Anlass, doch einen Wermutstropfen gab es: Am Samstagabend wurde unsere alte Dame «fusskrank». Die in der Samstagnacht durchgeführte Inspektion liess es ratsam erscheinen, den Wagen am Sonntag nicht auf der Strecke einzusetzen, so konnte er dafür im Depot Wartau in aller Ruhe bestaunt und begutachtet werden.
Um es kurz zu machen: Ein Gleitlager eines Fahrmotors hatte einen Schaden (Heissläufer) erlitten, vermutlich drehte sich die Lagerschale im Sitz und unterbrach dadurch die Schmierung. Mittlerweile sind Lager und Rotor ausgebaut. und nach dem Neuausguss des Lagers dürfte die alte Dame dann wieder fit sein.
| Baujahr | 1900 |
| Hersteller mech. Teil | SWS |
| Hersteller el. Teil | MFO |
| Länge in Meter | |
| Achsstand in Meter | 2.80 |
| Leergewicht in Tonnen | 11 |
| Leistung in PS / kW (bei 600 V) | 2 x 45 / 33 |
| Motortyp | TM 11 |
| Sitz- / Stehplätze | 18 / 20 |
| Ausrangierung | 1931 (MC: 1974) |
| An Tram-Museum | 1974 |
| Restaurierung TMZ | 1995 - 2001 |
| Zeitaufwand TMZ in Stunden | 13'000 |
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| Ursprungszustand mit Trolleybügel und Radstand von 1.66 m! |
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| Wagen im Depot Hard, in unserer Werkstatt. Zustand Mai 2001 Fotos: J. Lüthard |
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An den Einweihungsfeierlichkeiten
vom 18. & 19. August 2001 zeigte sich im Dauerbetrieb an einem
Motorenlager eine Unschönheit. Um die Sache perfekt zu erledigen, entschlossen wir uns die Motoren nochmals auszubauen. Durch das vorhandene System ist es am einfachsten das ganze Untergestell unter dem Wagen hervor zunehmen und danach die Reparatur vorzunehmen. Die Reparatur war relativ einfach und wurde im Dezember 2001 erledigt. Der Wagen wäre so wie so nach der Einweihung nochmals in die Werkstätte gekommen, da es noch einige Details zu erledigen gab. |
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Am Samstag den 3. November 2001
wurde das Untergestell innerhalb dreier Stunden unter dem Wagen
hervor genommen.
Nebenbei, an 28. November 2001 wurde das reparierte Untergestell bereits erneut untergesetzt. |
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Danach wurde der Wagenkasten auf auf Rollwagen gestellt. | |
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Schön zu erkennen, der längere Achsstand des LSB Untergestells, gegenüber dem des Materialwagens X2 1987. | |
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Links: Das Untergestell vor dem Wagenkasten. Rechts: Fotos: B. Vogel |
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Letzte Änderungen: 12.10.03
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Copyright © 1997 - 2003 Verein Tram-Museum Zürich |
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