Stadtkultur er - f a h r e n . . . |
![]() |
| Aktuell | Infos für Gäste | Museums-Linie | Tram - Shop | Sammlung | Zeitreise | |
| Züri - Bus | Loisl - Galerie | Wir über uns... | Rückspiegel | Gästebuch | Links | |
| Inhalt | E - Mail | |||||
DER KleinsteDer "Postrolli" der Limmattal-Strassenbahn, Baujahr 1901
Weitere Seiten:
Das Buch dazu:
Geschichte und EinsatzUm die Jahrhundertwende hatte die Strassenbahn viele Nebenaufgaben zu erfüllen, welche heute dem motorisierten Strassenverkehr übertragen sind. Ursache war, dass das elektrische Verkehrsmittel weit ausgereifter und alltagstauglicher war als die von der Entwicklung her noch in den Kinderschuhen steckenden Automobile. So hatte in vielen Städten die Strassenbahn auch dem Post- und Güterverkehr zu dienen.
In Zürich besass die Strassenbahn Zürich - Höngg sowie die Limmattal-Strassenbahn einen Anhänger für den Posttransport. Weiter besass die LSB einen Gütermotorwagen, welcher private Bierwagen auf Strassenbahngleisen von Dietikon nach Zürich beförderte.
Für die Zweiglinie nach Weiningen beschaffte die LSB im Jahre 1901 auf Kosten der Eidg. Postverwaltung einen zweiachsigen Anhängewagen zum Posttransport. Das Fahrzeug wurde bis ca. 1910 eingesetzt, dann verloren sich seine Spuren. Die relativ schwerfällige Handhabung des Gefährtes führte zur Ausrangierung. Der Posttransport, diese Kurse waren im Fahrplan speziell gekennzeichnet, fand dann mittels Körben auf den Plattformen statt.
Der Verein Tram-Museum arbeitet seit 1995 den Motorwagen 2 der LSB auf. So spukten in einigen Köpfen Gedanken herum, den "Postrolli" zu neuem Leben zu erwecken. Diese spezielle Fahrzeuggattung ist weitgehend ausgestorben. Das Projekt einer Rekonstruktion des "Postrollis" begann 1995 und konnte nur dank tatkräftiger Mithilfe von Partnern so rasch abgewickelt werden. Da bloss noch eine Zusammenstellzeichnung vorhanden war galt es den ganzen Satz Konstruktionszeichnungen (80 Stück) neu anzufertigen. diese Aufgabe erledigten zwei Studenten der Juventus-Ingenieurschule im Rahmen einer Diplomarbeit. Für die Fertigung des Wagenkastens konnte in der Metallarbeiter-Schule Winterthur (MSW) ein kompetenter Partner gefunden werden. dieser Ausbildungsbetrieb konstruierte das Fahrzeug nach den Plänen der Diplomanden - und das alles zu für das Museum verkraftbaren Bedingungen. Für den Anstrich konnte in der Firma Dürsteler AG in Schlieren ein geeigneter Partner gewonnen werden, sämtliche Anschriften und natürlich das wunderschöne Postwappen sind handgemalt!
Für die Fertigung von Spezialteilen (Guss der Räder) musste die Industrie beigezogen werden, bei der fachlichen Beratung im Postbereich unterstützte uns das Museum für Kommunikation (früher PTT Museum). Auch die Verkehrsbetriebe Zürich trugen das ihrige zum gefreuten Ergebnis bei, unterstützten sie den TMZ doch bei konstruktiven Problemen, im Verkehr mit der Aufsichtsbehörde (der Postrolli ist betriebsfähig) sowie bei den Probe- und Abnahmefahrten.
| Der Postwagen auf dem Vorplatz zum Tram Museum Wartau. Der Wagenführer in der Uniform der ZOS. Hintergrund: Wagen Ce 2/2 102 Foto: Rudolf Trümpi |
![]() |
| Baujahr | 1901; 1997 |
| Hersteller mech. Teil | SIG ; MSW |
| Länge in Meter | 2,10 |
| Achsstand in Meter | 1.00 |
| Raddurchmesser in Millimeter | 540 |
| Leergewicht in Tonnen | 0,65 |
| Zuladung in kg | 200 |
| Ausrangierung | 1910 ca. |
| Rekonstruktion TMZ | 1997 |
![]() |
Mit dieser kleinen Skizze fing alles an! |
Letzte Änderungen: 10.10.03
|
Copyright © 1997 - 2003 Verein Tram-Museum Zürich |
|