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Das älteste betriebsfähige elektrische Tram der SchweizWeitere Seiten:
Die Bücher dazu:
1897 nahm die Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach als dritte private Gesellschaft mit elektrischer Traktion ihren Betrieb auf. Später verlängerte sie ihre Linien nach Schwamendingen und Glattbrugg. Unser Museumswagen ZOS Ce 2/2 1 gehörte zur Erstausstattung dieser Unternehmung. Heute ist er mit Baujahr 1897 das älteste betriebsfähige elektrische Strassenbahnfahrzeug der Schweiz.
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Waltikon, 02.01.1962 |
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| Mit defektem Untergestell von Be 2/2 7 Forch 22.011959 Foto: J. Schneider |
Der Wagenkasten übernahm Formen der Pferdebahn, denn die Plattformen waren bei Ablieferung noch offen. Das ist auch heute noch an den ab 1901 nachträglich angebrachten Verglasungen der Plattformen gut zu erkennen. Charakteristisch sind die an den Stirnwänden angebrachten Warnglocken in vernickelter Ausführung. Der Innenraum des Wagens wurde gegenüber den Pferdebahnwagen um die Hälfte verlängert.
Daher hatte diese Wagenserie aus statischen Gründen eine Abteiltrennwand. Eine weitere Besonderheit sind die aus Sperrholz gebogenen, mit Lochornament verzierten Längsbänke. Sie waren für diese Zeitepoche typisch und wurden auch bei der Elektrischen Strassenbahn Zürich, der Zentralen Zürichberg-Bahn und sogar der Arth-Rigi-Bahn verwendet.
Während die anderen Wagen nach der Übernahme durch die StStZ im Jahre 1931 zu Anhängewagen umgebaut wurden, kaufte die Forchbahn den Motorwagen 1. Nach umfangreichen Umbauten, er erhielt ein neues, schweres Untergestell, diente er dort als Xe 2/2 51 bis 1966 als Schneepflug und zum Führen von Güter- und Dienstzügen.
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Vor dem Tram -Museum Wartau |
1966 erlitt der Wagen einen Kabelbrand und wurde ausrangiert. 1967 kam er in trostlosem Zustand in die Obhut des Vereins Tram-Museum Zürich. Hier war man sich des grossen historischen Wertes dieses Wagens bewusst. Erst 1977 wagte der Verein die Inangriffnahme der umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Diese dauerten zehn Jahre, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins Tram-Museum leisteten 13 000 Arbeitsstunden, um den völlig desolaten Wagenkasten zu erneuern. Das Forchbahn-Untergestell konnte durch das Fahrgestell des Dienstwagens 1947 ersetzt werden, welches der ursprünglichen Ausführung besser entsprach. Im Rahmen der Restaurierungsarbeiten wurden die Widerstände wieder unter dem Wagenboden angeordnet, um das Laternendach mit den Oberlichtfenstern aus gelbem Kathedralglas wieder völlig von Aufbauten frei zu machen.
Dank enormem Engagement der Vereinsmitglieder, einer grosszügigen Spende der Firma Möbel Pfister und tatkräftiger Unterstützung der VBZ-Zentralwerkstätte kann dieses Fahrzeug wieder im Zustand von 1920 als Vertreter eines privaten Trambetriebes präsentiert werden. Nach erfolgreicher Abnahme durch die Aufsichtsbehörden wurde es zum ältesten betriebsfähigen Trammotorwagen der Schweiz.
| Baujahr | 1897 / 1985 |
| Hersteller mech. Teil | SIG / TMZ |
| Hersteller el. Teil | MFO / TMZ |
| Länge in Meter | 8.35 |
| Achsstand in Meter | 2.20 |
| Leergewicht in Tonnen | 11.1 |
| Leistung in PS/kW (bei 600 V) | 2 x 73 / 54 |
| Motortyp | EM 32d |
| Sitz- / Stehplätze | 20 / 20 |
| Ausrangierung | 1966 |
| An Tram-Museum | 1966 |
| Restaurierung TMZ Zeitaufwand TMZ in Stunden |
1973-85 12'000 |
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| Ein "Bruder" unseres Museumswagen, wie er sich 1903 präsentierte. Insbesondere die Verschalungen der Plattformen vielen sehr unterschiedlich aus. |
Letzte Änderungen: 12.10.03
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Copyright © 1997 - 2003 Verein Tram-Museum Zürich |
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